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Oberhavel Hohe Zustimmung für „Dorv“-Projekt, aber...
Lokales Oberhavel Hohe Zustimmung für „Dorv“-Projekt, aber...
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11:18 07.03.2018
Die Sommerfelder konnten sich in Listen für Arbeitsgruppen eintragen. Quelle: Robert Tiesler
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Sommerfeld

In Sachen „Dorv“- Zentrum sind die Sommerfelder nun einen Schritt weiter. „Dorv“ steht für Dienstleistung und ortsnahe Rundum-Versorgung. Es geht darum, in Sommerfeld einen Raum zu schaffen, in dem Lebensmittel angeboten, aber möglicherweise auch Post- oder Bankdienste angeboten werden und eventuell ein Café. Da es in Sommerfeld – und auch in den Nachbardörfern Beetz und Hohenbruch derzeit keine Einkaufsmöglichkeiten gibt, könnte eine Lücke geschlossen werden. Allerdings: Die Einrichtung gibt es nur, wenn die Sommerfelder sie wollen und aktiv dafür mitarbeiten.

In den vergangenen Wochen fand deshalb eine Umfrage statt. Am Donnerstagabend ist sie im Kulturhaus der Sana-Klinik ausgewertet worden. Die Rücklaufquote der Umfragezettel liegt bei 40 Prozent, 282 Fragebögen konnten ausgewertet werden, davon 244 aus Sommerfeld selbst. 74,6 Prozent derjenigen finden die Idee „toll“, 19,3 Prozent glauben, die Idee sei nicht umzusetzen, 29,5 Prozent können sich vorstellen, das „Dorv“-Projekt zu unterstützen. 40,6 Prozent können sich vorstellen, ihr Einkaufsverhalten zugunsten der neuen Möglichkeit zu verändern. Wichtig ist den Befragten die Ortsnähe, aber auch eine hohe Qualität der angebotenen Produkte und die Regionalität der Ware. Ein großes Interesse haben die Sommerfelder an Backwaren, Fleisch und Wurst, Käse sowie Obst und Gemüse. Darüber hinaus wünschen sich die Umfrageteilnehmer insbesondere eine Poststelle, medizinische Angebote, eine Apotheke sowie ein Café und eine Möglichkeit für Bankgeschäfte.

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Wie Heinz Frey, Geschäftsführer der Dorv-Zentrum GmbH, sagte, könne bei einem Vollsortiment mit Frischfleisch und Backwaren mit einem Jahresumsatz in Höhe von fast 428 000 Euro und einem Gewinn von fast 30 000 Euro gerechnet werden. Nun gehe es darum, wo dieses Zentrum entstehen könnte. Dafür kristallisieren sich zwei Möglichkeiten heraus. Zum einen die alte Schule hinter der Kirche – die allerdings auch von mehreren Vereinen genutzt wird. Zum anderen ein Grundstück an der so genannten „Weberschen Ecke“ an der Dorfstraße, wo ein Privatinvestor ohnehin ähnliche Pläne hat.

Kritisch sei, dass die Bereitschaft zur Mitarbeit laut Umfrage nicht sehr hoch sei, dass recht wenige Leute dort in Vereinen aktiv sind, überdurchschnittlich viele ein Auto haben und sehr wenige junge Leute sich an der Umfrage beteiligt haben. Auch bei der Runde am Donnerstag war überwiegend älteres Publikum. „Das sind Warnsignale“, sagte Heinz Frey. Andererseits gebe es viele gute Anzeichen, dass das Projekt funktionieren könne. Die Sommerfelder machen nun in drei Arbeitsgruppen weiter.

Von Robert Tiesler

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