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Hohen Neuendorf Abschied vom Traumberuf
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Abschied vom Traumberuf
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15:15 01.04.2019
Monika Dieckmann freute sich über den gelungenen Abschied „ihrer“ Kitakinder. Quelle: Robert Roeske
Hohen Neuendorf

Erzieherin zu sein, sei ihr Traumberuf, betont Monika Dieckmann, die am Freitag von „ihren“ Kindern in der JUS-Kita „Kids & Co.“ in Hohen Neuendorf in den Ruhestand verabschiedet wurde. Als eine Kindergruppe nach der anderen in den Bewegungsraum ging und die 65-Jährige letztlich in der Mitte auf einem Stuhl Platz nehmen sollte, entfuhr ihr der Satz: „Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich heute nicht gekommen.“ Die Rührung über die gelungene Überraschung war der gebürtigen Berlinerin anzusehen.

Lieder, Tänze und Gedicht zum Abschied

Kinder seien eben immer für eine Überraschung gut, hatte Dieckmann noch wenige Minuten zuvor die Vorzüge ihres Berufes hervorgehoben. Mit Liedern, Gedichten – eines über das Thema Glück – und Tänzen verabschiedeten die Erzieher und Kitakinder ihre „Moni“ in den wohlverdienten Ruhestand. Sorge bereite ihnen nur, wer zukünftig den Frühdienst um sechs Uhr übernehmen wird, lasen die Kollegen in einem unterhaltsamen Gedicht vor. Denn Monika Dieckmann sei morgens stets dienstbeflissen die Erste in der 1998 eröffneten Kita, zu der heute 482 Kinder in Krippe, Kita und Hort gehören, gewesen. Vom ersten Tag gehörte auch Dieckmann zum Team.

Berufsbeginn in Berlin-Schöneberg

Anfangs habe sie in einem Hort in Berlin-Schöneberg gearbeitet, wo sie später auch eine Kitaeinrichtung leitete, bevor sie 1993 erst nach Birkenwerder und dann nach Hohen Neuendorf umzog. Zwischendrin verbrachte die 65-Jährige ein Jahr als Kindermädchen in Rom. „Ich wollte die Sprache lernen.“ Was sie auch tat. Ein Jahr lang studierte sie in der ewigen Stadt, die sie bis heute liebt. „Ich mag Rom, kenne mich dort aus. Es ist wie nach Hause kommen.“ Überhaupt reist die Neu-Rentnerin gern, war im Gedicht der Erzieher zu erfahren.

Reisen in alle Welt

Ägypten oder noch mal nach Pakistan?“lasen sie vor. Nein, nach Südafrika möchte Dieckmann reisen. „Da hat man alles: Meer, Berge und Tiere. Die Big Five möchte ich sehen.“ Was sich hinter den großen Fünf verbirgt? Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Und so wird es der 65-Jährigen im Ruhestand nicht langweilig werden. „Ich habe immer gern gearbeitet.“ Bei der Berufswahl sei sie auf der Suche nach einer Aufgabe gewesen, „die nicht langweilig sei“. Sie mag Kinder. Eben weil sie für Überraschungen gut seien. Sie selbst hat zwei erwachsene Kinder, jedoch keine Enkel.

Laudatio der Kollegen

Mit den Kindern in der Kita – sie war hauptsächlich im Hort beschäftigt, nachdem sie in der Krippe begonnen und dann in der Kita gearbeitet hatte – habe sie gern gesägt und gehämmert. Mit handwerklichen Aufgaben und Handarbeiten könne man die Kinder begeistern. man müsse sie nur ranbringen. Für ihre Rentenzeit hat sich Monika Dieckmann vorgenommen, sich um ihre Pflanzen zu kümmern, Socken zu stricken, Sudokus zu lösen und zu lesen. „Meine Literatur hält sich die Waage: Ich habe ein Geo-Abo und liebe Krimis.“ Ja, die Moni sei eben eine „Powermaus“, die sich überall auskenne, hieß in der Laudatio der Kollegen. Man werde ihren trockenen Humor vermissen, ebenso wie ihren Designerring im Ohr und ihre endlos langen Beine. Mit Blumen, Urkunden und vielen Erinnerungen beginnt für die Hohen Neuendorferin nun der Unruhestand.

Von Ulrike Gawande

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