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Hohen Neuendorf Abschlagszahlungen für Trink- und Abwasser 2020 verschieben sich
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Abschlagszahlungen für Trink- und Abwasser 2020 verschieben sich
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15:10 11.12.2019
Abschlagszahlungen für Trink- und Abwasser 2020 verschieben sich.
Abschlagszahlungen für Trink- und Abwasser 2020 verschieben sich. Quelle: Enrico Kugler
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Hohen Neuendorf / Birkenwerder / Glienicke / Mühlenbecker Land

„Weniger Fehlerquellen durch Übertragung ergibt weniger Korrekturen und mithin weniger Kosten, um auch die Gebühren so stabil wie möglich halten zu können“, begrüßt Bürgermeister Steffen Apelt das neue Verfahren. Durch die Umstellung hat sich die Versendung der Abrechnungen und Bescheide für 2019 allerdings um etwa vier Wochen verschoben. Ab dem Abrechnungsjahr 2020 werden die Schlussrechnungen beziehungsweise Jahresbescheide immer erst Ende Januar bis Anfang Februar des Folgejahres bei den Bürgerinnen und Bürgern eintreffen.

Auch Abschlagszahlungen verschieben sich

Weiterhin verschieben sich die fälligen Abschlagszahlungen auf den jeweils ersten Tag der Monate März, Mai, Juli, September und November. „Wer eine Einzugsermächtigung erteilt hat, wird automatisch in den neuen Turnus überführt“, erläutert Lothar Wolf, Beauftragter der Werkleitung für den Eigenbetrieb Abwasser. Wer manuell bezahlt hat, dessen Beitrag wird mit der nächsten Fälligkeit verrechnet. Auch könnten die Abschläge durch den einmalig verlängerten Ableseturnus von 14 Monaten leicht erhöht ausfallen. Ferner führt der trockene Sommer und vermehrtes Wässern im Garten zu höheren Trinkwasserabschlägen. „Da dies jedoch Gartenwasser ist, fällt dafür keine Abwassergebühr an“, erklärt Lothar Wolf.

Deutlich weniger Zahlungsmittel in den ersten Monaten

Speziell für den Eigenbetrieb Abwasser der Stadt Hohen Neuendorf bedeuten die geänderten Zahlungstermine, dass dem Eigenbetrieb Abwasser in den ersten Monaten des Jahres deutlich weniger Zahlungsmittel zufließen. Gleichzeitig erfolgte kürzlich die Rechnungslegung der Instandsetzung des Abwasserpumpwerkes Borgsdorf II, das im Sommer 2017 durch Starkregen zerstört wurde und nun nach Testphasen in Betrieb ging. Dieser hohe Mittelabfluss bei gleichzeitig verspätetem Eingang der Gebühren führt dazu, dass der Eigenbetrieb einen Kredit in Höhe von 600.000 Euro aufnehmen muss, der bei einem Zinssatz von unter 0,1 Prozent und einer Dauer von zehn Jahren allerdings gleichzeitig die nächsten wichtigen Investitionen abbilden kann, um das Netz leistungsfähig und zukunftsfest zu halten.

Von MAZonline