Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Hohen Neuendorf Neben Gewalt sind auch Drogen im Spiel
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Neben Gewalt sind auch Drogen im Spiel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:23 01.02.2019
Der Bahnhof in Hohen Neuendorf. An der Schönfließer Straße war es in jüngster Zeit zu gewalttätigen Übergriffen gekommen. Quelle: Enrico Kugler
Anzeige
Hohen Neuendorf

Das Problem im Bahnhofsumfeld in Hohen Neuendorf sei nicht nur körperliche Gewalt, sondern das seien auch Drogen. Darauf verweisen mehrere MAZ-Leser als Reaktion auf die bisherige Berichterstattung. Er habe mehrfach beobachten können, wie völlig ungeniert ein Joint die Runde machte, sagte zum Beispiel ein Hohen Neuendorfer, der anonym bleiben möchte.

Polizei findet Cannabis bei Jugendlichem

Dass bei den Ermittlungen und Personenfeststellungen im Zusammenhang mit Raubüberfällen auf Jugendliche bei einem Tatverdächtigen auch eine geringe Menge Cannabis gefunden wurde, bestätigte auch Polizeisprecher Stefan Rannefeld auf MAZ-Nachfrage.

Anzeige

Die Stadt Hohen Neuendorf veranstaltet am Freitag, 15. Februar eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema „Sicherheit auf öffentlichen Plätzen und in Gebäuden“. Die Runde wird um 19 Uhr im Ratssaal des neuen Rathauses eröffnet.

Eltern und Gewerbetreibende suchen Gespräch mit Bürgermeister

Anlass für diese Podiumsdiskussion sind nicht zuletzt die Ereignisse der letzten Wochen – insbesondere rund um den S-Bahnhof Hohen Neuendorf, heißt es in der Einladung. „Da betroffene Eltern und Gewerbetreibende hierzu zunehmend das Gespräch mit dem Bürgermeister gesucht haben und suchen, hat die Stadt beschlossen, ein öffentliches ,Stadtgespräch Sicherheit’ anzubieten“, heißt es zur Erläuterung.

Im Podium sitzen Bürgermeister Steffen Apelt (CDU), der Erste Beigeordnete Alexander Tönnies (SPD) sowie Vertreter der Polizei, des städtischen Ordnungsamtes und der Jugendsozialarbeit. Sie würden auf die aktuellen Geschehnisse eingehen und für Fragen zur Verfügung stehen.

Stadt und Polizei haben Situation im Blick

„Die Veranstaltung soll aufzeigen, dass Stadt und Polizei vor Ort präsent sind, die Entwicklung im Blick haben und die Sorgen ernst nehmen“, heißt es in der Einladung. Stadt und Polizei würden über erfolgte und angedachte Maßnahmen im Umgang mit dem Problem berichten. Dazu zählt eine Videoüberwachung, für die nach den Worten von Stadtsprecherin Susanne Kübler gegenwärtig die rechtlichen und technischen Möglichkeiten geprüft würden.

Die Veranstaltungsbesucher wiederum hätten die Möglichkeit, konkrete Beispiele, Hinweise und Verbesserungsvorschläge anzubringen.

Ursprünglich war die Informationsveranstaltung für Ende Februar/Anfang März angekündigt worden.

Von Helge Treichel