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Hohen Neuendorf Drei Wattestäbchen, die Leben retten
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Drei Wattestäbchen, die Leben retten
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19:57 26.03.2019
Elea Weigel und Joana Schätzchen registrierten sich bei der DKMS-Aktion, die Karl Kapahnke (v.r.) organisiert hatte. Quelle: Ulrike Gawande
Hohen Neuendorf

73 Schüler der elften und zwölften Klassen des Hohen Neuendorfer Marie-Curie-Gymnasiums ließen sich am Dienstag beim Aktionstag der DKMS als potenzielle Stammzellenspender registrieren. Organisiert hatte den Tag Abiturient Karl Kapahnke, der selber bereits zweimal den Blutkrebs besiegt hat. Er möchte seine Mitschüler für das Thema sensibilisieren und die Aktion alle zwei Jahre stattfinden lassen.

„Es ist super einfach, schnell und kaum ein Aufwand“, erklärte Elea Weigel (18), nachdem sie mit drei Wattestäbchen Abstriche von ihrer Wangenschleimhaut genommen hatte. Wegen Karl habe sie mit der Registrierung noch bis Dienstag gewartet, so die Berlinerin. „Von anderen solche Geschichten zu hören motiviert.“ Auch der Vortrag sei sehr interessant gewesen. Joana Schätzchen (17) aus Schildow wollte sich eigentlich bereits mit ihren Eltern zusammen für die DKMS registrieren lassen, doch im Alltag sei die Idee untergegangen. „Da kommen einem solche Aktionen entgegen.“ Schließlich sei der Abstrich ja nur eine Kleinigkeit.

Wie ist es, selbst krank zu sein? Wie ist es, Spender zu sein?

Benjamin Lieb von der DKMS hatte zuvor die Registrierung als ersten, aber wichtigsten Schritt bezeichnet. Jeder Leukämiepatient bekäme so die Chance, geheilt zu werden. „Mit der Registrierung habt ihr schon ein halbes Leben gerettet“, machte er den Schülern Mut. Zuvor hatte Karl Kapahnke von seiner Krankengeschichte erzählt und eine junge Frau davon, wie es ist, Spenderin zu sein. „Ich will Leuten helfen“, sagte Max Marten (17) aus Hohen Neuendorf, nachdem er sich für die DKMS registriert hatte. „Ich wollte das schon letztes Jahr machen bei der großen Typisierungsaktion für Nick, mit dem mein Bruder Fußball spielt, aber da war ich erst 16.“ 17 Jahre ist das Mindest-, 55 das Höchstalter für eine Registrierung.

„Ich finde es großartig, dass so viele Leute mitmachen“, freute sich Friederike Kersten aus Schildow, die zu den zwölf Helfern gehörte, über den großen Andrang der Schüler. Jüngere Klassen hatten zudem Kuchen gebacken, der zugunsten der DKMS verkauft wurde. 530 Euro Spenden kamen auf diesem Wege zusammen.

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