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Hohen Neuendorf Besuch vom Kasper
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Besuch vom Kasper
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17:21 21.11.2019
Alexandra Schneider (r.) und Marion Mischke führen mit der Schnecke Meme durch ihre Stücke. Quelle: Foto: ENRICO KUGLER
Hohen Neuendorf

Zauberer und Puppenspieler waren schon manchmal zu Besuch in der Kita „Kid’s & Co.“ in der Mittelstraße. „In der Größenordnung hatten wir es aber noch nie“, sagt die Leiterin Andrea Thielicke über den Theatertag am Donnerstag.

Möglich gemacht hatte das Gastspiel der „Havelländer Puppenbühne“ der Förderverein der Einrichtung, in der mehr als 500 Kinder im Alter von Null bis zwölf Jahren betreut werden.

Bühnen-Chefin kommt aus Künstlerfamilie

In mehreren Aufführungen bis in den Nachmittag hinein, als dann auch die Hortkinder aus der Grundschule kamen, zeigte Alexandra Schneider zusammen mit Marion Mischke eine turbulente vorweihnachtliche Geschichte. Los ging es aber für die Kleinsten bis zwei Jahre mit dem Stabfiguren-Spiel „Wo ist nur die Entenmama?“.

Figurentheater zum Anfassen: Küken aus dem Stück „Wo ist nur die Entenmama?“. Quelle: ENRICO KUGLER

Die Entenfamilie hat Gordian Schneider gestaltet. Der ausgebildete Tischler ist der Sohn der Bühnenchefin und arbeitet seit einem Jahr als Puppenschnitzer. Damit knüpft er an die Familientradition an. „Meine Eltern waren bereits Puppenspieler, von ihnen habe ich gelernt“, sagt Alexandra Schneider und verweist auf weitere Generationen vor ihr, die Schauspieler und Musiker waren. Sie selbst fühlt sich weiterhin dem Zauber historischer Wanderbühnen verpflichtet.

Kulissen mit dem Zauber des Alten im Stück „Wo ist nur die Entenmama?“. Quelle: ENRICO KUGLER

„Wir versuchen, das moderne Theater zu vermeiden“, sagt Alexandra Schneider. Ihre Kulissen sind von Hand gemalte Landschaftspanoramen. Den Kinder gefällt es. Sie sitzen mit staunenden Augen vor dem Bühnenportal, das in ihrem Sport- und Spielraum aufgebaut ist.

„Die gestohlenen Weihnachtsgeschenke“

Als der Vorhang zur Seite geht, blicken sie auf einen verschneiten Weihnachtswald, in dem ein bärtiger Mann mit rotem Mantel lebt. „Ihr wisst also wer ich bin?“ fragt der. Vielstimmig schalt er aus dem Publikum zurück: „Der Weihnachtsmann!“

Er wartet mit dem Weihnachtsengel auf den Kasper, der die Geschenke austragen helfen soll. Doch bis es soweit ist, gelingt es einem Räuber aus dem finsteren Wald zwischendurch die Säcke des Weihnachtsmanns zu erbeuten.

Aron und Jane passen besonders gut auf. Die beiden Dreijährigen weisen zusammen mit den andren Kindern dem Kasper den Weg ins Versteck. Am Ende wird sogar der böse Räuber ein Weihnachtsfan.

Clara (4) war aber am meisten von einer Figur beeindruckt, die zwischen den Szenen auftrat – der Schnecke Meme aus dem Salatfeld: „Ich fand ihre neue Sonnenbrille so witzig.“ Der Puppenbühne gelang damit der Spagat zwischen Tradition und der heutigen Kinderwelt.

Von Matthias Busse

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