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Hohen Neuendorf Die Apelts –Kommunalpolitik in Familie
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Die Apelts –Kommunalpolitik in Familie
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19:00 05.06.2019
Sandra Apelt (34), künftiges Kreistagsmitglied. Quelle: Helge Treichel
Hohen Neuendorf

 Bei den Apelts ist Kommunalpolitik nicht nur Herzens- sondern auch Familiensache. Steffen Apelt (56) ist seit 1993 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und seit dem 1. März 2016 CDU-Bürgermeister der Stadt Hohen Neuendorf. Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai erhielt auch seine Tochter Sandra Apelt (34) ein Mandat sowohl für die Stadtverordnetenversammlung als auch für den Kreistag – ebenfalls für die CDU.

Davon zeigt sich die junge Unternehmerin selbst überrascht und rätselt über die Ursache: Der (hintere) Listenplatz könne es nicht sein, auch sei sie trotz ihres langjährigen Engagements für die Christdemokraten – zuletzt als stellvertretende Kreisvorsitzende – bislang noch nicht häufig in der Öffentlichkeit präsent gewesen. Ist es das Netzwerk oder die Partei, ist es der Name? „Vielleicht von allem etwas“, lautet ihre Antwort.

Für beide steht allerdings fest, dass sie im Ratssaal künftig nicht gemeinsam abstimmen werden. „Ich habe mich für den Kreistag entschieden“, sagt Sandra Apelt. Sie finde es „nicht charmant, wenn sich Vater und Tochter in der Stadtverordnetenversammlung gegenüber sitzen“. Auch Papa Apelt findet es richtig, wenn sie auf dieses Mandat verzichtet. Zugleich stellt er klar: „Meine Tochter wird im Kreistag nicht mein Sprachrohr sein. Dafür ist sie selbstbewusst genug.“ Sie habe ihren eigenen Kopf.

Steffen Apelt, Bürgermeister in Hohen Neuendorf. Quelle: Anke Peters

Seit bereits zwölf Jahren ist Sandra Apelt politisch aktiv. Schon als Kind habe sie mitbekommen, dass ihr Vater abends Sitzungen besucht – und sie habe sich dafür interessiert. „Mein Vater hat nie verlangt, dass ich politische Verantwortung übernehme“, so Sandra Apelt. „Ich habe sie nicht gedrängt“, sagt auch ihr Papa.

Vor vier Jahren habe sie sich noch gegen eine Kandidatur entschieden, da sie mit dessen Wechsel ins Rathaus die beiden Firmen ihres Vaters als Geschäftsführerin übernommen hatte. Der Berliner und der brandenburgische Teil seien inzwischen zur BHM Beyer Energiehandel GmbH verschmolzen und das Geschäftsfeld sei zukunftsorientiert auf Strom und Gas erweitert worden, wenngleich Öl und Heizöl noch das Hauptgeschäft ausmachen. „Jetzt ist der Zeitpunkt, dass ich mich politisch wieder stärker engagieren kann“, resümiert Sandra Apelt. Ihr Beweggrund? „Ich möchte etwas verändern im Landkreis.“ Ziel sei für sie ein lebenswertes Oberhavel mit einer familienfreundlich ausgerichteten Politik. Dazu gehöre unter anderem eine leistungsfähige Infrastruktur. Als Vertreterin aus der Wirtschaft habe sie ein Mobilitätskonzept im Blick – Busse und Bahnen, eine kürzere Taktung während der Rushhour.

Die 34-Jährige ist Betriebswirtschaftlerin, hat ihren Master in „strategischem Management“. Studiert hat sie im Ausland, in Rotterdam (Niederlande) und St. Gallen (Schweiz). In den beiden Filialen des Betriebs ist sie verantwortlich für insgesamt 14 Mitarbeiter. „Ein geiles Team“, sagt die Chefin, die mit ihrem Vater gern über Politik spricht – und streitet. Neben der Kreispolitik hat sie künftig noch ein weiteres Projekt im Blick – die Familienplanung. „In den nächsten ein, zwei Jahren steht das an.“

Von Helge Treichel

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