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Hohen Neuendorf Die Hauptstraße wird in Birkenwerder zum Nadelöhr
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Die Hauptstraße wird in Birkenwerder zum Nadelöhr
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18:30 02.01.2019
In Vehlefanz entsteht neben der vorhandenen eine neue Brücke, welche die A 10 überspannt. Je nach Witterung beginnen die Bauarbeiten Ende Januar, Anfang Februar. Quelle: Robert Roeske
Birkenwerder

Allein in und um Birkenwerder müssen im Zuge des sechsstreifigen Autobahnausbaus acht Brücken abgerissen und neu gebaut werden. Dabei kommt es zu teilweise erheblichen Verkehrseinschränkungen. Das geht aus einer Antwort der Havellandautobahn GmbH & Co. KG an die Bürgerinitiative „A 10-Nord“ hervor.

Der wohl spektakulärste Eingriff erfolgt an der Anschlussstelle Birkenwerder: Hier soll neben der bestehenden eine Behelfsbrücke für die Hauptstraße (B 96/L 20) errichtet werden. Ende dieses Jahres soll die provisorische Straßen- sowie Fuß- und Radwegbrücke auf der westlichen Seite entstehen. Geplant ist es, die bestehende Brücke im Sommer 2020 zurückzubauen, wobei es voraussichtlich zu einer mehrstündigen nächtlichen Sperrung an einem Wochenende kommt. Die Fertigstellung des Ersatzneubaus ist für Ende 2021 vorgesehen.

Skizze für die provisorische Brücke der Hauptstraße über die A 10 in Birkenwerder. Quelle: Helge Treichel

Vorübergehend gekappt werden die Straßenverbindungen der Fichteallee in Richtung Ortsteil Briese sowie des Stolper Weges. Ersatzlos fällt zeitweise auch die Rad- und Fußwegbrücke des Wensickendorfer Weges weg. Die Brücke des Stolper Weges über die Autobahn soll im Sommer 2020 zurückgebaut werden. Der Ersatzbau wird laut Planung Ende 2021 fertiggestellt. Genau dasselbe gilt für die Brücke der Gemeindestraße (Fichteallee), also Rückbau im Sommer 2020, Neubau bis Ende 2021. Jedoch soll an der Fichteallee bereits ab Ende dieses Jahres eine provisorische Fuß- und Radwegbrücke die Verbindung nach Briese sicherstellen. Auch die schmale Brücke des Wensickendorfer Weges soll im Sommer 2020 abgebrochen und erst bis Ende 2021 an derselben Stelle neu erstellt werden. Sie entfällt somit für rund anderthalb Jahre.

Das hat zur Folge, dass im Bereich Birkenwerder vorübergehend nur noch eine Brücke über den Berliner Ring für Pkw und Lkw zur Verfügung steht. Aus diesem Grund gibt es Gespräche zwischen Gemeinde, Landesamt für Straßenwesen und Bauträger mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit an der Einmündung der Straße Zum Waldfriedhof zu erhöhen. Außerdem haben die Bürgerinitiative A 10-Nord und der ADFC vorgeschlagen, von Birkenwerder-Nord einen Weg für Fußgänger und Radfahrer zur Fichte­allee einzurichten. Damit soll im Sinne der Schulwegsicherung erreicht werden, dass die Bundesstraße 96 umfahren werden kann, erläuterte BI-Sprecher Peter Kleffmann. Um die Sicherheit für Kinder auch auf der Behelfsbrücke zu erhöhen, werde vorgeschlagen, die bislang einseitig geplante Rad- und Gehwegführung so zu optimieren, dass die Anzahl von erforderlichen Straßenüberquerungen für die Radfahrer minimiert wird.

Eine Erleichterung konnte laut Kleffmann inzwischen für Bahnfahrer erreicht werden, wenn bis Anfang 2021 die Bahnbrücke über die Autobahn erneuert wird: Während der Bauarbeiten sollen jeweils zwei der insgesamt vier Gleise befahrbar bleiben. S-Bahn-, Regional- und Güterverkehr würden auf jeweils zwei Gleisen gebündelt, so dass auf die ursprünglich erwarteten Vollsperrungen voraussichtlich verzichtet werden könne. Vorarbeiten für den Brückenbau beginnen bereits in der ersten Hälfte dieses Jahres.

Unterdessen haben die vorbereitenden Brückenbauarbeiten in Vehlefanz begonnen. Im Sommer dieses Jahres soll das Bauwerk fertig werden. Im Anschluss ist der Rückbau geplant, für den eine kurzzeitige Vollsperrung erforderlich ist.

Von Helge Treichel

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