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Hohen Neuendorf Filmdreh im Briesewald
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Filmdreh im Briesewald
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19:13 08.07.2019
Caroline Hartig spielt eine Hauptrolle im Mystery-Thriller „Schattenmoor“. Die Dreharbeiten laufen derzeit zwischen Borgsdorf und Birkenwerder. Quelle: Helge Treichel
Borgsdorf/Birkenwerder

 Das „Schattenmoor“ liegt irgendwo im dunklen Wald zwischen Borgsdorf und Birkenwerder. Dabei handelt es sich um ein fiktives Schulinternat, das im gleichnamigen Spielfilm zum Schauplatz mysteriöser Begebenheiten wird.

Die Talpa Germany Fiction GmbH produziert den Mystery-Thriller im Auftrag von ProSieben. Gedreht wird seit Monatsbeginn am Briesesee und im verwunschen anmutenden Wald drum herum. Mit künstlichen Pflanzen und Schlammlöchern wurde etwas nachgeholfen. „Wir sind froh, dass wir hier die Drehgenehmigung erhalten haben“, sagt Producer Jonas Bauer und verweist zugleich auf strenge Naturschutzauflagen. Die Regie führt Marc Schießer.

Dreaharbeiten für den Film Schattenmoor im Wald von Borgsdorf und Birkenwerder. Quelle: Helge Treichel

In dem Film geht es um die 17-jährige Emma, die neu auf das einsam gelegene Schulinternat Schattenmoor wechselt. Sie wird verkörpert von Caroline Hartig, die allerdings in einer Doppelrolle zu sehen ist. Die Schülerin ist nervös: Wird der Neuanfang gelingen? Vom charmanten Mitschüler Leon wird sie warmherzig empfangen. Als Emma aber auf dem (in Kleinmachnow gedrehten) Internatscampus ankommt, ahnt sie schnell, dass etwas nicht stimmt. Von allen Seiten wird sie schief angeschaut. Manche reagieren bei ihrem Anblick geradezu entsetzt. Leon erklärt Emma, was es damit auf sich hat: Just drei Wochen zuvor sind zwei Schüler über Nacht spurlos verschwunden: Außenseiter Ole, guter Freund von Leon, sowie Ann-Sophie, das populärste Mädchen der Schule. Emma stockt der Atem, als sie das Bild der vermissten Schülerin sieht: Ann-Sophie, ebenfalls gespielt von Caroline Hartig („Kilimandscharo – Reise ins Leben“, „Kroatien-Krimi“), ist ihr genaues Ebenbild.

Dreaharbeiten für den Film Schattenmoor im Wald von Borgsdorf und Birkenwerder Quelle: Helge Treichel

Emma begibt sich auf die Suche nach dem Grund und stößt im Wald auf einen alten Zirkuswagen. Genau diese Szene wird am Montag im Borgsdorfer Wald gefilmt. Nach einigen Proben und wiederholten Aufnahmen sind Regisseur Marc Schießer und sein Team zufrieden mit dem Ergebnis.

Während in der ersten Juli Woche fünf Drehtage lang die Nachtaufnahmen realisiert wurden, stehen in dieser Woche vier Drehtage bei Tageslicht an, am Donnerstag allerdings doch bis in die Nacht. Für den nächtlichen Dreh griffen die Filmemacher auf eine ganz besondere Lichtquelle zurück: Die Techniker und Requisiteure ließen einen künstlichen Vollmond am Himmel scheinen. Der technische und personelle Aufwand ist enorm. Auch an diesem Montag sind rund 40 Personen gleichzeitig am Set aktiv, inklusive privater Feuerwehr mit echtem Tanklöschfahrzeug.

Dreaharbeiten für den Film Schattenmoor im Wald von Borgsdorf und Birkenwerder. Quelle: Helge Treichel

Ihr Basislager inklusive Catering, Toiletten, Requisite und Rückzugsbereich für die Schauspieler, haben die Filmleute in der Borgsdorfer Friedensallee aufgeschlagen. Dort steht ein langer Konvoi von Fahrzeugen und Anhängern – ein kleines Filmdorf im Dorf. Dafür wurden befristete Halteverbotszonen eingerichtet, über welche die Anwohner mit einem Schreiben rechtzeitig informiert wurden. In dem öffentlichen Aushang ist auch die Ausgangssituation der Filmgeschichte beschrieben. Gleichzeitig werden die Anwohner um Verständnis gebeten. Die Filmcrew verspricht ihrerseits, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.

Mit der Nässe und den Pflanzen musste etwas nachgeholfen werden. Quelle: Helge Treichel

ProSieben arbeitet im Moment an zehn Movie-Stoffen für die Prime Time“, verlautbarte die ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH kürzlich. Zu den Hauptakteuren in „Schattenmoor“ gehören Max von Thun („Rubbeldiekatz“, „Schwarzwaldkrimi“) und Timur Bartels („Ballon“, „Club der roten Bänder“). Aus diesem Film mache ProSieben vorab ein digitales Event, werden die Pläne geschildert. Die Geschichte werde online als Mini-Serie erzählt – „ohne natürlich den Ausgang zu verraten“. Senderchef Daniel Rosemann kündigt seinerseits an: „Wir werden unsere Movies sonntags als Event inszenieren. Mit ‚Schattenmoor‘ starten wir noch 2019.“

Bis es so weit ist, werden zur Freude der neugierigen Passanten im Briesewald noch einige mysteriöse Aktivitäten dokumentiert.

Der Wagenpark in der Friedensallee. Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

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