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Hohen Neuendorf Grundstein für drei Stadtvillen gelegt
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Grundstein für drei Stadtvillen gelegt
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10:43 15.09.2019
Bürgermeister Steffen Apelt und der KW-Development-Geschäftsführer Jan Kretzschmar (v.l.) legten den Grundstein für drei Stadtvillen. Quelle: KWD
Bergfelde

Mit einer Grundsteinlegung startete am Donnerstag der Bau von drei Stadtvillen am S-Bahnhof Bergfelde. Jan Kretzschmar, Inhaber und Geschäftsführer des Bauträgers KW Development aus Berlin, betonierte zusammen mit Hohen Neuendorfs Bürgermeister Steffen Apelt (CDU) die Zeitkapsel in ein Fundament an der Brückenstraße ein. Die 54 Wohnungen – vorwiegend in der Größe von zweieinhalb- bis drei Zimmern – sollen dort im Herbst 2020 bezugsfertig sein.

Alle Parterrewohnungen mit Terrassen werden barrierefrei ausgestattet, die beiden Etagen darüber und das ausgebaute Dachgeschoss bekommen einen Aufzug. Die Vermietung soll ein halbes Jahr vor Bauabschluss beginnen. „Wir haben bereits 30 Anfragen von Menschen, die dort in der Umgebung leben“, freut sich der KWD-Projektleiter Florian Bax über die frühe Resonanz. Einen verlässlichen Quadratmeter-Mietpreis kann Bax zwar noch nicht nennen. Es ist aber von etwa elf Euro dafür auszugehen. Für ein weiteres Bauprojekt gegenüber mit 150 Wohnungen und einer Supermarktfläche zwischen Mittelstraße und Bahntrasse wartet KWD derzeit auf die Bestätigung der Bebauungspläne durch die Kreisverwaltung.

Zum Stadtteilgespräch kamen mehr als 200 Bergfelder

Dieses und weitere private Vorhaben im Wohnungsneubau standen einen Tag zuvor am Mittwochabend im Mittelpunkt eines Stadtteilgesprächs mit Vertretern des Rathauses. Mehr als 200 Bergfelder versammelten sich in der Sporthalle der Grundschule. Zahlreiche Wortmeldungen gipfelten in die Aussage: „Wir sind doch nicht ins Grüne gezogen, um Beton vor der Nase zu haben.“ Bürgermeister Apelt verwies auf Ausgleichsflächen, die dafür begrünt würden.

Auch die vom Rathaus genannte Zahl von 500 bis 600 Zuzügen in die neuen Wohnungen beunruhigte einige Eltern. Ein Vater rechnete vor, dass ein Bedarf von 300 Kita- und Schulplätzen entstehe, wenn zuziehende Paare jeweils ein Kind bekommen würden. „Wir werden keine hundert Kitaplätze hinbekommen, aber wir werden die Kinder unterbringen“, kündigte Bauamtsleiter Michael Oleck an. Es würden nicht alle Kinder zur selben Zeit sowohl Kita- als auch Schulplätze beanspruchen, lenkte Apelt ein.

Für neue Kapazitäten sieht er Erweiterungsbauten an bestehenden Einrichtungen als Lösung. Seitdem seine Stadt mit Birkenwerder zusammen einen Schulbezirk bildet, könnten „Spitzen“ besser abgefangen werden.

Ein weiterer Aufreger war bei den Anwohnern die Veränderung der Brücke Mittelstraße (B 96) über die Bahngleise. Beide Seiten haben einen Fußgängerweg, wovon der schmalere von 1,50 Metern auf 2,50 Meter verbreitert werden soll. Das bedeutet im Gegenzug eine Verengung der Fahrbahnen um einen Meter auf 5,50 Meter.

Durch die neue Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde wäre das zulässig. Den Umbau bezahlt die Stadt. Sie reagiert damit auf Anwohner-Kritik. Aufgrund der hohen Bordsteine wurde dort Unfallgefahr befürchtet, wenn Fußgänger beim gegenseitigen Ausweichen auf die Fahrbahn stolpern könnten. Nun sehen allerdings die Bergfelder den Stau vorprogrammiert. Apelt beschwichtigt: „Aus Erfahrungen mit der Unterführung Zühlsdorfer Straße weiß ich, es wird funktionieren.“ Oleck versichert, zwei Busse würden aneinander vorbei kommen.

Von Matthias Busse

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