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Hohen Neuendorf Hohen Neuendorf: Bangen um Hund „Muffin“
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13:02 08.01.2019
Hündin „Muffin“ vor ihrem Rückenmarksinfarkt. Quelle: Privat
Hohen Neuendorf

„Wir wollen einfach nichts unversucht lassen und alle Möglichkeiten ausschöpfen“, sagt Julia Peters verzweifelt. Das Schicksal ihrer zweijährigen Bulldoggen-Hündin Muffin macht der 27-Jährigen schwer zu schaffen. Im März 2017 hatte sie mit ihrer Familie den dreimonatigen Welpen bei einer Züchterin gekauft. „Ich bin mit Hunden aufgewachsen. Für uns stand immer fest, dass wir uns eine Bulldogge holen wollten. Ich liebe diese Rasse. Sie ist pflegeleicht, super geeignet für das Zusammenleben in einer Familie, verschmust und anhänglich“, erklärt Julia Peters.

Rückenmarksinfarkt während der Weihnachtsfeiertage

Der kleine Hund gedieh prächtig, bis er plötzlich während des Weihnachtsfestes 2017 gesundheitliche Ausfallerscheinungen zeigte. „Muffin knickte ständig mit ihren Hinterbeinen um, humpelte stark“, blickt Julia Peters zurück. Eine Untersuchung beim Tierarzt ergab einen Bluterguss im Rückenbereich und eine Überweisung an die Tierklinik in Fürstenwalde (Spree), wo eine Computertomographie (CT) genauere Erkenntnisse bringen sollte. „Die Ärzte stellten dort schließlich die Diagnose, dass unser Hund einen Rückmarksinfarkt erlitten hatte, ausgelöst durch einen sogenannten Keilwirbel.“ Dabei handele es sich um einen Wirbel, der von der normalen Form abweiche.

Mehrere tausend Euro Behandlungskosten

Zu der Sorge um ihren Hund kam für Julia Peters bald schon auch die Sorge um die Behandlungskosten. Rund 3000 Euro hat die Familie bislang dafür ausgegeben. „Das ist eine Menge Geld, aber uns bleibt ja nichts anderes übrig. Der Hund gehört doch zur Familie. Ihn leiden zu sehen, ist schwer und macht uns einfach nur traurig.“

Muffin“ braucht inzwischen rund um die Uhr Pflege

Die Hinterläufe der inzwischen zweijährigen Hündin sind aktuell kaum noch funktionsfähig. „Muffin kann auf ihnen nicht mehr laufen, hat nur noch etwas Restfunktionalität in beiden Beinen, die wir versuchen, mit Physiotherapie aufrecht zu erhalten.“ Zum Gassigehen muss der Vierbeiner rausgetragen werden. „Mit einem Tuch halten wir sie dort dann so aufrecht, dass sie zumindest ihr Geschäft machen kann“, berichtet Julia Peters. „Der Hund braucht rund um die Uhr Pflege, er kann sich ja kaum vom Fleck bewegen. Wir müssen immer ein Auge auf Muffin haben, damit ihr nichts passiert, wenn sie sich mühsam durch die Wohnung schleift.“ Die 27-Jährige geht gegenwärtig aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten, „dadurch kann ich mich auch tagsüber um den Hund kümmern“.

Hundemama hofft auf Unterstützung durch Spendenaktion

Dennoch will sie nichts unversucht lassen und alle Möglichkeiten auf Heilungschancen für ihren Hund ausschöpfen. „Wir möchten eine weitere Arztmeinung von der Tierklinik in Berlin-Tegel einholen“, sagt die 27-Jährige. Mit rund 2000 Euro Kosten für eine Komplettuntersuchung samt CT rechnet sie dabei. „Vielleicht steckt ein Nerv in der Bandscheibe, der eine Heilung verhindert?“, grübelt sie. Um eine neuerliche Untersuchung zu finanzieren, hat die Hohen Neuendorferin eine Spendenaktion über das Facebook-Netzwerk ins Leben gerufen. „Das fällt mir nicht leicht, aber wir wissen nicht, wie wir das sonst stemmen sollen“, sagt sie. 2000 Euro hat sie als Spendenziel angesetzt, welches in den kommenden Tagen erreichen werden soll. Die Verwendung der Spenden will sie transparent halten, auf dem Spendenkanal auf Facebook über Ausgaben, Rechnungen und hoffentlich auch Fortschritte in Muffins Heilungsverlauf berichten.

Trotz Einschränkung lebensfroher Hund

Abgesehen von den gesundheitlichen Einschränkungen geht es Muffin gut. „Sie ist lebensfroh, frisst gut, kuschelt viel, will immer da sein, wo etwas los ist“, berichtet Julia Peters. „Wir wollen ihr doch einfach nur wieder ein Leben auf vier Pfoten ermöglichen.“

Von Nadine Bieneck

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