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Hohen Neuendorf Vom Rathaus zum Bauhaus und zurück
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Vom Rathaus zum Bauhaus und zurück
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13:56 11.07.2019
Verpackt zum Christo-Kunstwerk – das Alte Rathaus Hohen Neuendorf wird saniert und umgebaut. Quelle: Helge Treichel
Hohen Neuendorf

Die Treppen sind akkurat abgeklebt, hämmern und bohren ist zu hören und Staub wabert durch die Räume – seit Januar wird das alte Rathaus in Hohen Neuendorf saniert. Zwei Millionen Euro sind veranschlagt, um das alte Gebäude von 1936 zu modernisieren und zu sanieren. Ein Teil der Mitarbeiter der Stadtverwaltung soll hier ab Mitte 2020 wieder einziehen.

Noch stehen Baumaterialien im Eingangsbereich – er soll wieder schön hergerichtet werden. Quelle: Jeannette Hix

Das Gebäude mit den heimeligen Dachgauben hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Im oberen Teil war es schon immer Rathaus, aber im Untergeschoss soll mal eine HO-Gaststätte drin gewesen sein. 1964 wurde die zur Schulküche umgebaut und 1988 soll dann die Baugenehmigung zur Rekonstruktion des Alten Ratskellers vorgelegen haben. Bis weit nach der Wende wurde unten im Keller ein kühles Blondes gezischt und Deftiges verspeist. Doch ab 2004 blieb der Herd kalt und schließlich wurde der Keller nur noch als Lager genutzt.

Im ehemaligen Ratssaal sollen künftig Trauungen stattfinden. Quelle: Jeannette Hix

Nach der Sanierung des Hauses sollen dort Teile vom Archiv untergebracht werden. Da aber Regale und Aktenschränke schwere Last zu tragen haben, „musste die gesamte Holzkonstruktion des Bodens herausgerissen werden.

Im Keller ist Elektriker Claus Runge (52) dabei, Daten- und Stromkabel zu legen. „Mehrere 1000 Meter werden es wohl werden“, schätzt er.

Dieser Teil im Obergeschoss wird zugemauert, weil es von dort keinen Fluchtweg gibt. Quelle: Jeannette Hix

Kein Wunder, schließlich soll oben im ehemaligen Ratssaal jeder Gast hören, wenn sich Paare das Ja-Wort geben. Denn dort kommt der neue Trausaal samt Standesamt hin. „Schick wird er werden. Wir wollen auch die alten Lampen erhalten“, sagt Bauamtsleiter Michael Oleck. Auch barrierefrei wird der Trausaal sein – der Zugang wird über den Fahrstuhl des Neubaus erfolgen. „Und wo früher das Standesamt war, zieht der Stadtservice ein“, sagt Stadtsprecherin Ariane Fäscher.

Fensterbauer Andreas Hahn hat gut zu tun. Quelle: Jeannette Hix

Überhaupt wird das ganze Haus „umgekrempelt“. Im Erdgeschoss, wo das früher das Einwohnermeldeamt war, soll die Finanzabteilung und die Kasse einziehen. Das etwa 40 Quadratmeter große Zimmer von Bürgermeister Steffen Apelt wurde geteilt. Hier sollen die Kollegen vom Personalrat rein.

Große Veränderungen gibt es im Dachgeschoss. Wo vorher das Marketing saß, ziehen Teile vom Bauaktenarchiv ein. Die benachbarten Räume, in denen vorher das Hauptamt war, werden stillgelegt und zugemauert. „Die Räume im Außenbereich sind vom Arbeitsschutz her nicht mehr zugelassen. Der Grund ist, dass wir an den Außenseiten keinen Fluchtweg haben“, sagt Michael Oleck.

Elektriker Claus Runge schätzt, dass mehrere Tausend Meter Daten- und Stromkabel verlegt werden müssen. Quelle: Jeannette Hix

Auch die Außenseite des alten Rathauses soll sich verändern. Wo früher der Eingang zum Ratskeller war, wird ein Fluchttreppenhaus angebaut. „Allerdings wird es noch einmal eine Ausschreibung geben“, sagt Michael Oleck. „Denn alle Firmen, die in Frage kommen, sind ausgebucht. Wir hoffen, dass sich nach einer neuen Ausschreibung Firmen melden.“

Ab Mitte 2020 sollen über diesen Flur wieder die Verwaltungsmitarbeiter laufen. Quelle: Jeannette Hix

Laut den Planungen soll der Umbau Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein. Dann ziehen etwa 60 Mitarbeiter in das alte Rathaus ein. Die anderen 90 Mitarbeiter arbeiten im neuen Rathaus. Darunter wird auch das Bauamt sein.

Von Jeannette Hix

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