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Hohen Neuendorf Richtfest für Verbindungsbau
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Richtfest für Verbindungsbau
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18:03 17.06.2019
Kita-und Hortbau waren bislang in einem Gebäude untergebracht. Die Hortkinder sollen künftig ihren eigenen Bereich haben.
Kita-und Hortbau waren bislang in einem Gebäude untergebracht. Die Hortkinder sollen künftig ihren eigenen Bereich haben. Quelle: Matthias Busse
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Hohen Neuendorf

„Ein Dach aus Holz, das steht ihm nicht“, dichtete Polier Jan Söder seinen Richtspruch auf die neue Zeit anlässlich des Richtfestes vom Hort- und Schulerweiterungsbau an der Waldstraße 3. Denn auf den Beton-Bau kommt keine traditionelle Zimmermannsarbeit aus Balken mehr, sondern ein Stahlbeton-Dach, das später eine grüne Decke aus Blühpflanzen erhält sowie eine begehbare Terrasse für die Schulkinder.

Dass der Gebäuderiegel, der die Stadt neun Millionen Euro inklusive der Außenanlagen-Gestaltung kostet, beide bisherigen querstehenden Schulneubauten links und rechts zur Straßenseite hin verbindet, nun vertragsgemäß im Rohbau mit der Richtkrone obenauf fertig ist, hat die Stadt der Firma Glass Ingenieurbau aus Leipzig zu verdanken. Bauleiter Alexander Slawik ist sich sicher, dass Ende des Monats alles für den Innenausbau durch Ibus Architekten Berlin übergabebereit ist. „Wir sind in den letzten Zügen“, so Slawik.

Platz für 350 Schüler

Hans-Martin Schmid vom Büro Ibus rechnet ebenso mit fristgerechter Übergabe an die Stadt im Sommer nächsten Jahres. Ende kommenden Monats würden demnach die Fenster geliefert und wenn dann auch das Dach dicht ist, können die Trockenbauer Zwischenwände errichten und die Fußbodenleger den Estrich einziehen. Trotz der Größe der Grundfläche von laut Slawik 1800 Quadratmetern, sieht Schmid keine Hürden, dass selbst bisher noch nicht vergebene Leistungen wie Schlosserarbeiten für die Geländer im ersten Halbjahr 2020 ausgeführt werden.

Nach Fertigstellung wird der Gebäudetrakt vor allem die Mensa für die Schule und den Hort aufnehmen. Außerdem zieht der Hort von der benachbarten Kita dann in den Neubau. 350 Schüler betrifft das und auch Schuldirektor, Holger Mittelstädt und die Kita- und Hortleitung bekommen dort ihre Büros. Weiterhin ziehen die Schulbibliothek und Unterrichtsräume für Arbeitslehre und Lehrküche ein. „Schule und Hort verzahnen sich“, sagt Fachbereitsleiter Soziales, Sebastian Kullack. Er freut sich insbesondere, dass dann bald die Zeit der Sondergenehmigungen vorbei sein wird, mit der Kita, Hort und Schule bisher leben müssen, weil eine Vermischung der pädagogischen Formen gesetzlich eigentlich nicht zulässig sei.

Von Matthias Busse