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Hohen Neuendorf Ein Alphorn nimmt Hohen Neuendorf aufs Korn
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Ein Alphorn nimmt Hohen Neuendorf aufs Korn
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17:16 22.12.2019
„O sole mio“ – Edward Lee und Eric Fennell begeistern Hohen Neuendorf. Ronny Heinrich und Orchester haben die Tenöre eingeladen. Quelle: Jeannette Hix
Hohen Neuendorf

Wenn Musikerin Katrin Vogel auf die Bühne geht, muss sie erst dort ihr Riesen-Instrument zusammenstecken. Denn ihr Alphorn ist 3,60 Meter lang und besteht aus zwei Teilen.

Im Rathaussaal Hohen Neuendorf ließ die Alphornistin gemeinsam mit anderen Künstlern wie den Tenören Edward Lee aus England und Eric Fennell aus Amerika weihnachtliche Stimmung aufkommen. Ronny Heinrich und sein Orchester hatten die Künstler anlässlich des legendären Weihnachtskonzertes nach Hohen Neuendorf eingeladen.

Kein Stuhl war mehr frei im ausverkauften Rathaussaal. Quelle: Robert Roeske

„Ich will meinem Publikum immer etwas Besonderes bieten“, sagt Ronny Heinrich. Und wieder ist es dem beliebten Orchester-Chef gelungen.

Schon bei den ersten Titeln wie „Kling Glöckchen, klingelingeling“ und „Süßer die Glocken nie klingen“ sah man viele Köpfe im Publikum sanft hin und her schaukeln.

Kurze Pause für die Musiker vom Orchester. Quelle: Jeannette Hix

Aber es gab nicht nur Besinnliches - Ohrwürmer wie Karel Gotts „Weißt du wohin“ oder „O sole mio“ sorgten für Gänsehaut.

Die Künstler wechselten sich bei dem stimmungsvollen Programm ab. Mal sang Ronny Heinrich, mal sangen die zwei Tenöre zusammen oder sie sangen einzeln oder mit Ronny Heinrich zusammen.

Gleich wird das nächste Stück gespielt. Quelle: Jeannette Hix

Und wenn der eine Tenor auf der Bühne das Publikum verzauberte, hatte der andere eine Pause und vertrieb sich die Zeit im Foyer. „Ich trinke vor den Auftritten immer etwas Wasser. Das tut meiner Stimme gut“, sagt der Amerikana Eric Fennell (48), der seit 2010 Wahl-Berliner ist.

Sein Kollege Edward Lee (34) ist am Konzerttag von Dresden angereist. „Ich lebe dort und bin gegen zehn Uhr losgefahren. Dann haben wir hier noch ein bisschen geprobt und dann ging das Konzert ja schon los“, sagt der Tenor, der schon als Junge im Domchor mitsang. Jetzt, in der Erkältungszeit, hat der Sänger einen Geheimtipp, um die Stimme „zu ölen“. Er lässt sich auf der Zunge einen Bonbon aus Island-Moos, Minze und Ingwer zergehen. „Ich trinke zwischendurch auch immer mal einen Schluck Wasser“, sagt er.

Kein Platz war mehr frei im ausverkauften Rathaussaal in Hohen Neuendorf. Quelle: Robert Roeske

Und während die zwei Tenore dann gemeinsam auf der Bühne mit Songs wie „Wiener Blut“ und „Merry Christmas“ das Publikum verzauberten, hatte Alphornistin Katrin Vogel es sich auf der Bank im Foyer kurz bequem gemacht - das auseinander gesteckte Alphorn neben sich stehend.

„Ich finde, dass dieses Instrument einen magischen Klag hat“, sagt die Musikerin. „Dieser Klang war es auch, der mich vor Jahren inspiriert hat, dieses besondere Instrument zu spielen“, sagt Katrin Vogel, die sonst eigentlich das Horn im Orchester der Komischen Oper spielt. „Beide Instrumente sind etwa gleich zu spielen. Das hat es mir leichter gemacht.“

Kurze Pause für die Alphornistin Katrin Vogel. Die Musikerin aus Berlin spielt sonst das Horn im Orchester der Komischen Oper in Berlin. Quelle: Jeannette Hix

Etwa anderthalb Stunden ging das Konzert und zum Schluss summte oder sang das Publikum bei Stücken wie „Weihnachten in Familie“ oder „Weihnachten, Weihnachten steht vor der Tür“ begeistert mit.

Ronnys Konzerte sind immer wieder so schön, dass mir die Tränen kommen“, sagt Liselotte Gehling (75), die mit Sohn Manfred (47) von Oranienburg nach Hohen Neuendorf gekommen ist. „Für mich ist der Ronny der Rieu von Brandenburg“, ergänzt sie.

Nach dem Konzert konnte man sich bei Ronny Heinrichs Mutter Jutta einen Flyer samt den nächsten Konzert-Terminen abholen oder eine CD erwerben. Quelle: Jeannette Hix

Und natürlich hat sie es nicht versäumt, sich anschließend noch in die Schlange einzureihen, um von Ronny Heinrich ein Autogramm zu bekommen. Ronny Heinrichs Mutter Jutta saß auch dort und wer wollte, konnte sich einen Flyer mit den nächsten Konzerten einstecken oder eine CD erwerben. „Ich helfe hier gerne mal aus, wenn ich gebraucht werde“, sagt sie.

Die nächsten Auftritte vom Ronny-Heinrich-Orchester stehen auch schon fest. Einige sind schon ausverkauft. Quelle: Robert Roeske

Und für viele Konzertbesucher wie Liselotte Gehling ist klar - sie kommen wieder. Vielleicht sogar schon zum Neujahrskonzert. Während es am 4. Januar im Französischen Dom in Berlin schon ausverkauft ist, gibt es für das Konzert um 18 Uhr in der Orangerie im Schlosspark Oranienburg noch einige Rest-Karten (ab 25 Euro). Das Konzert um 15 Uhr ist auch schon ausverkauft - Ronny Heinrich und sein Orchester sowie die geladenen Künstler sind eben gefragte Leute….

Von Jeannette Hix

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