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Hohen Neuendorf Das Café für Kreative und Familien
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Das Café für Kreative und Familien
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20:04 08.01.2019
Die neue Inhaberin Annika Frenz-Funk (r.) mit Judie Reinert, die freiberuflich die Kurse und Workshops leitet. Quelle: Helge Treichel
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Hohen Neuendorf

 Äußerlich und intern wurde das Kreativcafé „Cup & Cake“ an der Schönfließer Straße 61 umgebaut. Im Zuge eines Eigentümerwechsels hat die ehemalige Mitarbeiterin Annika Frenz-Funk das Geschäft zum Jahreswechsel von der früheren Inhaberin Martina Voigt übernommen. Im Gespräch mit Bürgermeister Steffen Apelt präsentierte sie am Dienstag ihre Ideen zur Fortführung des Unternehmens. Der Verwaltungschef setzt damit seine 2018 gestartete Reihe seiner Unternehmensbesuche fort.

Seit viereinhalb Jahren gibt es das Kreativcafé, dessen bisherige Chefin sich stärker ihrer Familie zuwendet. Das bewährte Konzept für Familien und Kindergeburtstage wollen die neue Inhaberin und ihr dreiköpfiges Team allerdings fortführen. So kann zum Beispiel weiter jeden Tag nach Herzenslust Keramik bemalt werden. Nach ungefähr einer Woche stehen die gebrannten und glasierten Stücke zum Abholen bereit. Dafür bietet Judie Reinert auch Kurse für Kinder und Erwachsene an, ebenso zum Nähen (Anmeldung unter 0179/1 30 16 03).

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Das Café in der Schönfließer Straße. Quelle: Helge Treichel

Neu ist ab Februar allerdings die Kooperation mit der Kreisvolkshochschule. Begonnen werde mit einem Spanisch-Kurs, so die 41-jährige Inhaberin. Mit einem Berliner Partner würden künftig Kurse für die Erste Hilfe bei Kindern im Alter von 0 bis 9  Jahren angeboten. Für beide seien noch Plätze frei. Eine Anmeldung sei direkt im Café oder auf der Homepage möglich, so Annika Frenz-Funk (www.cupandcake-kreativcafe.com).

Darüber hinaus bietet das Café natürlich Typisches: Kaffeespezialitäten, frisch gebackene Cupcakes oder Kuchen, Eiskrem oder Frozen Yogurt – eben das Leben genießen. Möglich ist dies übrigens montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie an Wochenende und an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr.

Politik und Wirtschaft im Gespräch. Quelle: Helge Treichel

Annika Frenz-Funk, die als Ex-Berlinerin seit zehn Jahren in der Stadt zu Hause ist und sich in der Unternehmergemeinschaft Hohen Neuendorf (UGHN) engagiert, wünschte sich zudem ein Hinweisschild auf ihr Café, so wie es auch für andere gastronomische Einrichtungen bereits zu finden sei. Außerdem regte sie im Sinne der Nachhaltigkeit an, Hohen Neuendorf zum Vorreiter gegen Plastikmüll zu machen und zum Beispiel auf Einwegbecher zu verzichten beziehungsweise ein Pfand darauf erheben zu lassen. Dass es erste Ansätze gibt, machte Steffen Apelt deutlich. So seien im neuen Rathaus Glaskaraffen für Leitungswasser im Gebrauch.

Die Box mit dem Mal-Set für den Hohen Neuendorfer Wasserturm. Quelle: Helge Treichel

Erstaunt zeigte sich Annika Frenz-Funk im Gespräch mit dem Bürgermeister, warum in unmittelbarer Nähe ein weiteres Café genehmigt wurde, auch wenn dies nicht so auf Kinder ausgerichtet sei. Steffen Apelt verwies auf den Anspruch der Stadt, die Schönfließer Straße stärker zu einer echten Flaniermeile machen zu wollen.

Besonders beeindruckt zeigte sich der Bürgermeister von einer von Judie Reinert entwickelten Malbox, die inklusive Anleitung, Leinwand, Farben und Pinsel alles enthält für ein Gemälde vom Wasserturm.

Von Helge Treichel