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Hohen Neuendorf Spielplatz als Partyzone?
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Spielplatz als Partyzone?
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20:19 28.10.2019
Die aktuellen Ereignisse auf dem Adolf-Damaschke-Platz in Hohen Neuendorf sorgen für Unmut bei den Anwohnern. Quelle: Helge Treichel
Hohen Neuendorf

„Spaß haben erwünscht!“ So lautet eine zentrale Regel für den Spielplatz auf dem Adolf-Damchke-Platz in Hohen Neuendorf. Seit die Anlage zum Kindertag am 1. Juni 2018 in Betrieb ging, hält sich der Spaß für viele Anwohner allerdings in Grenzen. Einer von ihnen, der Gesicht zeigte, sei sogar brutal zusammengeschlagen worden und habe schwere Verletzungen erlitten. Sie hätten sich nun zusammengeschlossen, um für klare Nutzungsregeln einzutreten, machte in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag Axel Mahler stellvertretend deutlich.

Hintergrund: Der Spielplatz hat sich als aktueller Treffpunkt für Jugendliche etabliert. Auch die haben Spaß – allerdings mit Musik und oft genug auch mit Alkohol.

Axel Mahler aus Hohen Neuendorf während der Stadtverordnetenversammlung am Freitagabend. Quelle: Helge Treichel

Im Namen der Anwohner forderte Mahler eine „ganzflächige Umzäunung“ sowie eine verbesserte Beleuchtung und Beschilderung. Letztere müsse ein Alkoholverbot ebenso beinhalten wie ein Verbot von elektronisch verstärkter Musik. Hilfreich sei es nach Meinung der Anwohner auch, für Verstöße gleich noch Bußgelder anzudrohen. Polizei und Ordnungsamt sollen in den Abend- und Nachtstunden Kontrollgänge machen und im Bedarfsfall handeln. Und Axel Mahler erkundigte sich, wie das weitere Verfahren hinsichtlich der Bürgerbeteiligung angedacht sei. Gleichzeitig bat er eindringlich darum, vom Beschlussvorschlag der Bündnisgrünen als Ergebnis einer gemeinsamen Begehung Abstand zu nehmen. Ein Sperrung der Rosa-Luxemburg-Straße werde als nutzlos erachtet, „völliger Quatsch“ seien vorgeschlagene Grillfeste, so Mahler, denn das komme einer „Freigabe als Partyzone“ gleich: „Das ist das Gegenteil von dem, was wir wollen.“

Als zu allgemein und zu unverständlich empfinden (nicht nur ) die Bündnisgrünen in Hohen Neuendorf die Verbotssymbole für den Spielplatz. Quelle: Helge Treichel

Tatsächlich müsse die Beschilderung noch verbessert werden, um Regeln deutlicher und einfacher zu kommunizieren, räumte Bürgermeister Steffen Apelt (CDU) ein. Die Beleuchtung dagegen sei bereits verbessert. Der geforderten Einzäunung erteilte der Verwaltungschef jedoch eine klare Absage. Der Spielplatz sei mit Steuergeld bezahlt – und jeder müsse das Recht haben, ihn zu betreten. Im Übrigen gelte das für alle Spielplätze der Stadt, heißt es in einer Stellungnahme der Verwaltung als Reaktion auf eine am 18. September eingegangene Petition der Anwohner. Abfallkörbe – auch für Hundekot – seien vorhanden, bei Bedarf jedoch könnte die Zahl erhöht werden. Zudem sei vorgesehen, Konflikte durch moderierte Gespräche, aufsuchende Sozialarbeit und unregelmäßige Kontrollen von Ordnungsamt und Polizei möglichst einvernehmlich zu lösen. „Vorkommnisse, die Ordnungswidrigkeiten oder gar Straftaten darstellen, sind nicht hinzunehmen“, heißt es in dem Papier.

Die Stadtverordneten zeigten fraktionsübergreifend die Bereitschaft, sich die Sorgen der Anwohner anzuhören. Um dies zu ermöglichen, wurde die Thematik mit klarer Mehrheit in den Ausschuss für Bauen, Ordnung und Sicherheit verwiesen.

Eigentlich ist hier auch eine Ecke für ältere Kinder und Jugendliche vorgesehen. Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

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