Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Hohen Neuendorf Stadtverordnetenbeschluss: Umstrittenes Wohnprojekt in Pinnow soll kommen
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Stadtverordnetenbeschluss: Umstrittenes Wohnprojekt in Pinnow soll kommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:07 20.12.2019
Neben der Pinnower Kirche sollen Wohnungen entstehen. Quelle: Juliane Weser
Hohen Neuendorf

Nach teils hitziger Diskussion beschlossen die Stadtverordneten Hohen Neuendorfs am Donnerstag mit knapper Mehrheit die Aufstellung des verbindlichen Bauleitplans für das Wohnquartier an der Kirche Pinnow. Ein von Bündnis 90/Die Grünen eingebrachter Änderungsantrag, den Geltungsbereich des auf eine Fläche von 4,7 Hektar angelegten Bebauungsplans auf maximal 40 Meter Tiefe entlang der Straße einzuschränken, um eine ortstypische Bebauung in der dörflichen Siedlung zu erzielen, war zuvor mit knapper Mehrheit (13 Nein, 14 Ja, drei Enthaltungen) abgelehnt worden.

Privateigentümer stellte im März 2019 Antrag bei der Stadt

Im März hatte die Stadt der Antrag eines Privateigentümers auf Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens für die Fläche östlich der Dorfstraße und westlich des Oder-Havel-Kanals in Pinnow erreicht. Geplant sei, eine Teilfläche des Gebiets für den Wohnungsbau zu nutzen, hieß es dabei. Die nun beschlossene Entwicklung der Fläche sieht eine Wohnnutzung im Süden vor, im Norden sollen Entwicklung respektive Erhalt von Grünflächen erfolgen. Da das Vorhaben nach geltendem Planungsrecht nicht zulässig ist, ist die Aufstellung eines Bebauungsplans zur Umsetzung des Vorhabens erforderlich.

Bedenken ob massiven Umfangs der Pläne für kleine Siedlung

Trotz allgemein herrschender Wohnungsnot, die von den Stadtverordneten auch uneingeschränkt anerkannt wurde, sorgte der massive Umfang des Projekts („Der Eigentümer möchte dort 120 bis 190 Wohnungen errichten“, so Bündnis 90/Die Grünen) im gegenwärtig rund 20 Wohnhäuser umfassenden Pinnow für Zweifel bei den Lokalpolitikern. So hält Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion die immobilienwirtschaftliche Entwicklung des Ortes für nicht wünschenswert. Mit 14 Ja-, elf Nein-Stimmen und drei Enthaltungen wurde dem Antrag letztlich zugestimmt. „Wir werden die Aufstellung des Bebauungsplanes weiterhin kritisch begleiten“, kündigten Bündnis 90/Die Grünen an.

Von Nadine Bieneck

Einstimmig votierten Oberhavels Kreistagsabgeordnete in der Fortsetzung der am 4. Dezember begonnenen Kreistagssitzung für die Erstellung eines Maßnahmen- und Zeitplans dringend benötigter notwendiger baulicher Verbesserungen und Anpassungen sowohl am Marie-Curie-Gymnasium in Hohen Neuendorf sowie am Alexander-S.-Puschkin-Gymnasium in Hennigsdorf.

19.12.2019

„Im Buswartehäuschen am Sportplatz Niederheide prangt seit Wochen ein großes Hakenkreuz“ – ein Hohen Neuendorferin ist stinksauer und fordert: „Es muss entfernt werden.“

18.12.2019

Einsatzalarm für die Feuerwehr aus Hohen Neuendorf am Montagabend: Eine brennende Mülltonne griff auf ein Wohnhaus über. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

17.12.2019