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Hohen Neuendorf Intensivere Nutzung des Sportplatzes in der Niederheide
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Intensivere Nutzung des Sportplatzes in der Niederheide
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00:21 31.12.2018
Trotz der riesigen Lärmschutzwand und damit verbundenen Investitionen von rund 550.000 Euro durften die Fußballer im Sommer 2015 zu bestimmten Zeiten nicht ihrem Sport auf dem Platz in der Niederheide nachgehen. Der seit langem geführte Streit ging in eine neue Runde. Quelle: Robert Roeske
Hohen Neuendorf

Die Stadtverwaltung soll gemeinsam mit dem Sportverein Blau-Weiss Hohen Neuendorf und den Anliegern ausloten, ob und wie die Nutzungszeiten auf dem Sportplatz Niederheide verändert und somit Erleichterungen für den Trainings- und Spielbetrieb erreicht werden könnten. Das beschlossen die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung auf Antrag der CDU-Fraktion mehrheitlich. In die Überlegungen sollen eine mögliche Flutlichtanlage am Mittelplatz und Schätzungen des diesbezüglichen Aufwandes einbezogen werden. Hintergrund sind seit 2017 gültige Änderungen der Sportanlagenlärmschutzverordnung. Bis spätestens April 2019 sollen die Ergebnisse im Bau-, Ordnungs- und Sicherheitsausschuss vorgelegt werden.

Der Antrag wird mit der zentralen Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit begründet. Die Aufnahmekapazitäten würden jedoch an Grenzen stoßen, sodass unter anderem Wartelisten entstehen. „Die neue Rechtslage seit 2017 kann für die Anlage in der Niederheide Erleichterungen sowohl für den Spielbetrieb als auch für Trainingszeiten erlauben und damit dem Verein eine gewisse Flexibilität eröffnen“, heißt es in der Begründung. Ziel der geänderten Lärmschutzverordnung sei es, „trotz Konflikten zwischen Nachbarn und Sportvereinen, gerade in Ballungsräumen, eine intensivere Nutzung von bestehenden Sportanlagen zu ermöglichen“.

Als Gegner des Vorstoßes ergriff Horst Tschaut (fraktionslos) das Wort. Endlich sei das Miteinander am Sportplatz Niederheide „ordentlich geregelt“, so Tschaut, „und jetzt werden neue Querelen aufgemacht“. Das sei „unerträglich“. Seiner Ansicht nach sei die Untersuchung „nutzlos“, weil die Anwohner ohnehin dagegen sein würden. Gegen den Antrag sprach sich auch Norbert Matthes (fraktionslos) aus. Es gäbe gar keinen Anlass für die Stadtverordneten, an dieser Stelle tätig zu werden.

Von Helge Treichel

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