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Hohen Neuendorf Klaus-Dieter Hartung meldet sich zurück
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Klaus-Dieter Hartung meldet sich zurück
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00:23 03.06.2019
Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) vor dem Alfred-Schönbucher-Platz, eines seiner Herzensprojekte. Quelle: Foto: Helge Treichel
Hohen Neuendorf

Drei Jahre, nachdem er sein Bürgermeisteramt an seinen CDU-Mitbewerber Steffen Apelt verlor, meldet sich Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) zurück in die Kommunalpolitik. Bei der Wahl am vergangenen Sonntag erhielt er einen Sitz sowohl für die Stadtverordnetenversammlung als auch für den Kreistag. Ob er tatsächlich beide Mandate annimmt, ließ der 62-Jährige noch offen.

Die politische Bühne verlassen hatte er in der Zwischenzeit allerdings nie ganz: Für die Linken saß er als sachkundiger Einwohner beratend im Finanzausschuss. Und als Vorstandsmitglied wirkte er im Kulturkreis Hohen Neuendorf mit. „Das ist auch weiter ein Thema für mich“, versprach er.

Grundsätzlich begrüßt der Alt-Bürgermeister die sehr breite Verteilung der Mandate – auch wenn das zum Teil zu Lasten der Linken ging. Dadurch könne voraussichtlich nicht mit festen Mehrheiten „regiert“ werden, sondern es müssten inhaltliche Mehrheiten gebildet werden. Einen Fraktionszwang habe es bei den Linken ohnehin nie gegeben. „Das haben wir nicht nur gesagt, sondern auch gelebt.“ Sehr viele Leute seien in der zurückliegenden Zeit auf ihn zugekommen. Sie würden „vermissen, dass man uns zuhört sowie auf uns hört und eingeht und nicht nur sagt: Das geht nicht“, gibt Hartung die an ihn gerichtete Botschaft wider.

Er sieht einige Themen, die er in den Fokus rücken möchte, zum Beispiel Radwege. „Da ist schon zu meiner Zeit wenig passiert“, gibt er zu. Was aber gar nicht funktioniere, sei ein Rückbau der Radwege wie in der Schönfließer Straße. Für ihn ein „Unding“, da die Leute auf die Hauptverkehrsstraße gezwungen würden. „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, lautet seine Maxime. Und wenn sich die Benotung von 3,8 auf 3,7 verbessert, so sei das kein Grund für Freude. „Da muss es Konsequenzen geben“, findet Hartung.

Ein weiteres Thema für ihn: Bürgerbeteiligung in allen Phasen. Das spiele etwa beim Thema Straßenbaubeiträge eine entscheidende Rolle. Hier müsse Aufklärung betrieben werden. Als wesentliches Thema bezeichnet der 62-Jährige den Sportplatz Bergfelde. Da sei es in den vergangenen drei Jahren „gefühlt keinen Schritt vorangegangen“. „Wir standen damals schon vor den Unterschriften und dem Baubeginn.“ Und Grusel befalle ihn beim Dauerthema Kulturbahnhof.

Wie es ihm privat erging? Klaus-Dieter Hartung ist wieder in der Baubranche tätig – halbtags als Projektmanager im Tiefbau für ein überregionales Ingenieurbüro aus Berlin. Hauptbetätigungsfeld sind zurzeit Medienleitungen an Brücken. Als Beispiele nennt er die Trinkwasserleitung an der Lehnitzbrücke oder die Durchörterung an der Dropebrücke in Oranienburg. Privat habe er sein ehemaliges Elternhaus für die Tochter renoviert. Ansonsten genießt er es, als Großvater für die drei Enkelsöhne da zu sein. „Wenn die Großeltern gebraucht werden, sind sie auch da“, sagt Hartung.

Von Helge Treichel

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