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Hohen Neuendorf Bock auf Rock
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Bock auf Rock
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01:16 20.12.2018
Die Band „Koppi and Paste“ bei ihrem Auftritt in Berlin. Quelle: Lorena Koehler
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Hohen Neuendorf

 Erst haben sie das Regionalfinale gerockt, dann am 8. Dezember auch das Halbfinale (Pre-Final) des SPH Bandcontest: Die Oberhavel-Band „Koppi and Paste“. Die vier Musiker um Sophie „Koppi“ Kopprasch (20) aus Hohen Neuendorf fahren im Januar zum Deutschland-Finale, nachdem sie zweimal Sieger wurden.

Beim Pre-Final setzten sie sich im Maschinenhaus der Kulturbrauerei zuletzt gegen neun andere Bands aus Berlin und Brandenburg durch, die bereits die Hürde des Vorentscheids genommen hatten. Und das, obwohl „Koppi and Paste“ in dieser Zusammensetzung erst seit zwei Monaten zusammen spielen. Denn die Sängerin, Gitarristin und Schlagzeugerin „Koppi“ war seit anderthalb Jahren zunächst nur mit dem 18-jährigen Oranienburger Pascal Senges (Gitarre, Gesang) am Start, nun werden sie von den Hennigsdorfern Johannes Krüger (28, Bass) und Eric Brämer (28, Schlagzeug) unterstützt.

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Vor dem Auftritt: Die vier Musiker von „Koppi and Paste“ machen sich bereit. Quelle: Lorena Koehler

25 Minuten hatten die vier Oberhavel-Musiker Zeit, um die knapp 800 Zuhörer (50 Prozent der Wertung) und die Jury zu überzeugen. Sie taten das mit sieben eigenen Songs, darunter zweien, die bereits auf ihrer CD „Heimathafen“ veröffentlicht wurden. Ihr Programm hatten sie bunt gemischt – mal ging es rockiger zu, mal hart in Richtung Punk oder auch emotionaler. „Der Auftritt lief ziemlich rund“, sagt Sophie Kopprasch, „ganz entspannt“. Das größte Hindernis sei es gewesen, die Instrumente und Gerätschaften über einen vollen Weihnachtsmarkt in Richtung Bühne zu bugsieren. Zum Glück waren etwa 90 Fans dabei, „die uns in jeder Hinsicht unterstützt haben“, sagt „Koppi“.

Auf der Seite der Veranstalter wird der Auftritt so bewertet: „Punkiges Image und punkige Musik passen perfekt zusammen und überzeugen mit cleveren Texten der beiden Frontleute Koppi und Paste. Abwechselnd oder gemeinsam bringen sie das Publikum zum mitsingen und -tanzen, während Bass und Drums mit ihrem sympathischen Groove die Grundlage bieten. So laut wie bei Koppi and Paste war es am ganzen Abend noch nicht; ihre beeindruckende Fangemeinde verabschiedet die Band nach einem tollen Set unter jubelndem Applaus.“

Frontfrau Sophie „Koppi“ Kopprasch. Quelle: Lorena Koehler

Über das Internet seien sie auf den Wettbewerb aufmerksam geworden, im April war für sie der erste Ausscheid. Laut Veranstalter sei der SPH Bandcontest „der größte Bandwettbewerb in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien“. Den Teilnehmern winken Preise im Gesamtwert von 250.000 Euro, darunter Musikvideos, CD-Produktionen, Tourneen, Festivalauftritte, Workshops und Sachpreise namhafter Partner (unter anderem Thomann, Shure, Ibanez, Korg, Gitarre&Bass, Sticks, Sound&Recording, Musikmesse, TuneCore, Elixir, Vox Amps, Gravity, LD Systems, Palmer). Darüber hinaus gibt es Best Artist Awards, bis zu 250  Euro Cash pro Show (Bandkassenbooster) oder ein Förderpaket im Wert von 500 Euro. „Koppi and Paste“ räumte zum Beispiel ein sehr hochwertiges Funksystem für eine Gitarre ab, freut sich Sophie Kopprasch. Für die Band sei es interessant gewesen, andere Musikerkollegen kennenzulernen und in Locations in Berlin zu spielen, „wo wir sonst nicht hinkommen“. Man habe viele Leute auf sich aufmerksam machen können. „Das war für uns eine super Sache und hat Spaß gemacht“, sagt die junge Musikerin über den Wettbewerb. Aber die Band will noch mehr von sich hören machen: Im Januar soll die Produktion ihres neuen Albums beginnen, im Frühsommer soll es veröffentlicht werden.

Der Auftritt in der Kulturbrauerei. Quelle: Lorena Koehler

Von Helge Treichel

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