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Hohen Neuendorf Lärmgeplagte Anwohner enttäuscht
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Lärmgeplagte Anwohner enttäuscht
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10:02 31.10.2019
Protestaktion mit Transparenten im Ludwig-Richter-Viertel in Birkenwerder. Quelle: Foto: privat
Birkenwerder

Nachdem die Bewohner des Ludwig-Richter-Viertels bei einem Ortstermin im August sowie einem Auftritt in der Gemeindevertretersitzung Hoffnung geschöpft hatten, dass der Durchgangsverkehr durch ihr Wohngebiet mit Hilfe der Gemeinde eingedämmt werden kann, hat sich inzwischen Ernüchterung breit gemacht. Anwohner Reinhard Bischoff wandte sich deshalb kürzlich mit einem Brief an Bürgermeister Stephan Zimniok (BiF). „Wir nehmen es nicht länger hin, dass die Verwaltung keine wirksamen Schritte unternimmt, den derzeitig starken Verkehr im Ludwig Richter-Viertel zu den Spitzenzeiten zu unterbinden“, schreibt Bischoff. Er kann auch nicht verstehen, wieso der Verwaltungschef die hohe Belastung „nur bedingt bestätigen“ könne. Während des Ortstermins hätten die Anwohner ganz andere Signale aus der Politik und der Verwaltung empfangen. Zudem wird auf das Verkehrsentwicklungskonzept der Gemeinde verwiesen. Sowohl bereits 2003 als auch in der Aktualisierung von 2016 sei für das Ludwig-Richter-Viertel eine hohe Lärmbelastung festgestellt worden. „Dieses von der Gemeindevertretung beschlossene Konzept können Sie doch nicht einfach ignorieren“, schreibt Bischoff. Er und seine Mitstreiter hielten es für einen Fehler, keine Einschränkung des Verkehrs in dem Wohngebiet zuzulassen, damit die Rathauskreuzung und die Bundesstraßen B 96 und  B 96a entlastet werden – auf Kosten der Gesundheit und der Lebensqualität der Anwohner. Während Birkenwerder das billigt, würden Anlieger in Hohen Neuendorf offenbar bewusst geschützt, indem die eine Umleitung aufrecht erhalten wird, obwohl die Brücke seit Mitte September wieder befahrbar ist.

„Warum veranlassen Sie nicht endlich ein Durchfahrtsverbot für Nichtanlieger?“, will Bischoff wissen. Nach seiner Information sei dafür nicht einmal eine Genehmigung der Straßenverkehrsbehörde erforderlich. Die Gemeinde stecke aktuell in dem Dilemma, dass diese Information nicht überprüfbar sei, hält Bürgermeister Zimniok entgegen. Mündlich war auch das Linksabbiegeverbot aus Richtung Bergfelde zugesagt, der schriftliche Antrag dann aber abgelehnt worden. Die Gemeinde habe zudem den Smiley installieren lassen und Geschwindigkeitsmessungen beauftragt – aber kaum Verstöße festgestellt. „Beim Thema Lärm reden wir über bauliche Maßnahmen“, so Zimniok, „aber die brauchen Vorlauf“.

Von Helge Treichel

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