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Hohen Neuendorf Livestream der Stadtverordnetenversammlung gut angenommen
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Livestream der Stadtverordnetenversammlung gut angenommen
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14:59 29.03.2019
Livestream der SVV Hohen Neuendorf. Quelle: Sebastian Morgner
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Hohen Neuendorf

Es sei noch etwas ungewohnt gewesen, sagt Raimund Weiland, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung in Hohen Neuendorf, als er die erste live übertragene Sitzung (MAZ Oberhavel berichtete auf Facebook) Revue passieren lässt.

Transparenz als fraktionsübergreifendes Thema

Dennoch ist er mit der Premiere zufrieden: „Für mich war die erste Liveübertragung ein voller Erfolg. Transparenz und Bürgerbeteiligung sind uns in Hohen Neuendorf schon immer ein wichtiges, fraktionsübergreifendes Anliegen gewesen. Daher war es folgerichtig, mit dem neuen Ratssaal sowohl die technischen als auch die rechtlichen Voraussetzung für eine Übertragung zu schaffen“, so Weiland.

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Gut besuchte Übertragung

Bis zu rund 70 Leute verfolgten das Geschehen im Internet. Das zeige, wie gut die Idee aufgenommen wurde. Viel mehr könnten es sowieso nicht werden, da nur 100 Interessierte den Stream gleichzeitig nutzen können. Wie sehr das Angebot auch in Zukunft genutzt wird bleibt abzuwarten, denn die Neugier auf das Neue werde nachlassen. Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger freue Weiland aber.

Verbesserungen notwendig

„Soweit im Normalbetrieb Verbesserungsbedarf erkennbar werden sollte, werden wir sicherlich nachsteuern müssen. Zumindest an der Einwohnerfragestunde werden wir noch arbeiten müssen, denn da ist der Schutz der Privatsphäre der Einwohner zu sichern. Trotzdem muss eine Übertragung möglich sein“, so der Vorsitzende.

Keine veränderte Debattenkultur

Zur Sitzung selbst sagt Weiland, dass sich alle Mitglieder schnell an die Übertragung gewöhnt hätten. „In meiner Wahrnehmung hat der Stream erfreulicherweise zu keiner veränderten Debattenkultur geführt. Und genau so sollte es sein“, fügt er hinzu.

Kritik am Livestream

Hans-Joachim Guretzki, Fraktionsvorsitzender der Fraktion des Stadtvereins, kritisierte hingegen den Schritt zur möglichen digitalen Sitzungsverfolgung im Internet. „Ich bin nicht sehr begeistert darüber, dass wir hier Filmaufnahmen ins Internet stellen. Im privaten Bereich versuche ich, meine Teilnahme in den sozialen Medien auf null zu beschränken“, erklärt Guretzki während der Sitzung. „Ich glaube, dass der Gesetzgeber hier nicht ganz richtig gehandelt hat“, denn sein eigentliches Recht als Stadtverordneter sei umgangen worden.

Von MAZonline