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Hohen Neuendorf Miau! 137 Rassekatzen sind in der Stadthalle zu sehen
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Miau! 137 Rassekatzen sind in der Stadthalle zu sehen
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18:04 23.11.2019
Sabine Steinicke mit ihrer Katze. Quelle: Robert Roeske
Hohen Neuendorf

Ganz entspannt liegt Shanti in ihrem Käfig. Immer wieder fallen ihr die Augen zu, und es scheint sie kaum zu interessieren, was um sie rum geschieht. Und das ist nicht wenig. Shanti war eine von 137 Rassekatzen, die am Sonnabend in der Hohen Neuendorfer Stadthalle ausgestellt worden sind.

Der Berliner Pro-Kat-Verein, der Verein für Katzenfreunde, zeigte in der Stadthalle eine große Bandbreite an Katzenrassen. „Wir haben 20 verschiedene Rassen hier“, erzählte Regine Apelt vom Verein. Derzeit gehören ihm 120 Leute an. Seit vielen Jahren stellt der Verein immer im Herbst in Hohen Neuendorf aus.

Spielen muss sein! Quelle: Robert Roeske

Dabei geht es allerdings nicht nur um das Zeigen. „Wenn Tiere zur Zucht eingesetzt werden sollen, müssen sie von internationalen Richtern als zuchttauglich eingestuft werden.“ Sie müssten dazu eine bestimmte Bewertung erreichen, nämlich „exzellent“. Erst dann würden sie auch im Verein auch einen Stammbaum bekommen, so Regine Apelt weiter. „Das machen die Richter dann auf so einer Ausstellung.“

Sie mag das „unabhängige Wesen der Katzen“, wie sie sagt. „Die Katze sucht einen aus.“ Sie selbst habe aus Altersgründen nur noch zwei Gastkatzen.

137 Katzen waren am Sonnabend zu sehen. Quelle: Robert Roeske

Shanti döst immer noch. Sie ist eine Britisch-Kurzhaar-Katze. „Ich mag die große Ruhe, die die Rasse ausstrahlt“, erzählte Gabriele Imgrund. Ihre Tochter züchtet die Katzen. „Man muss als Katzenherrchen wissen, was eine Katze mit ihrer Mimik sagen will.“

Antje Mann aus Berlin hat acht Katzen. Es handelt sich um Burma-Katzen. „Ich züchte sie seit 40 Jahren“, erzählte sie. „Sie sind total menschenbezogen, sie sind die Hunde unter den Katzen und total sozial in ihrem Verhalten. Sie sind außerdem sehr kommunikativ.“ Die Tiere würden sofort bestimmte Bedürfnisse erkennen. Antje Mann erzählte die Geschichte einer 89-Jährigen mit Demenz. „Die Katzen haben ein Gespür dafür.“ Sie hätten sich gleich zur Dame gesellt, waren immer bei dir, und die Frau habe dann begonnen, sich mit ihnen zu beschäftigen. Eine Art Therapie.

Auch am Sonntag ist die Schau in der Stadthalle zu erleben. Quelle: Robert Roeske

Familie Zerres aus Berlin hat sechs Katzen –Silver Tabbys. „Sie spielen gerne, aber nur, wenn sie wollen“, erzählte Martina Zerres. Zweimal im Jahr besucht sie mit den Tieren Ausstellungen, allerdings nur, wenn nur nicht länger als eine Stunde anreisen muss. „Ich möchte, dass es für die Tiere nicht so lange dauert.“ Sie nehme auch nur Katzen mit zur Ausstellung, die kein Problem haben, ein paar Stunden im Käfig zu verbringen.

Nur wenige Besucher kamen am Sonnabend in die Rassekatzenausstellung in die Hohen Neuendorfer Stadthalle. „Das Interesse war leider nicht sehr groß“, sagte Regine Apelt vom veranstaltenden Berliner Pro-Kat-Verein. Am Sonntag ist die Schau aber noch einmal ab 10 Uhr geöffnet.

Von Robert Tiesler

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