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Hohen Neuendorf Neue Stolpersteine für Hohen Neuendorf
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Neue Stolpersteine für Hohen Neuendorf
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18:12 25.03.2019
In Hohen Neuendorf gibt es bereits Stolpersteine. Quelle: privat
Hohen Neuendorf

In Hohen Neuendorf werden weitere Stolpersteine vorbereitet. Sie sollen an Arthur Magnor, Laura Ullmann und Willy Gerber erinnern.

Erinnern an Hohen Neuendorfer Opfer

Mit Stolpersteinen, verlegt vom Künstler Gunter Demnig, möchte der Geschichtskreis und die Gruppe Brot & Salz im Hohen Neuendorfer Kulturkreis an Menschen erinnern, die im Ort lebten und die während der NS-Herrschaft zugrunde gingen - verfolgt, vertrieben, deportiert, ermordet wurden. Bisher wird in unserem Stadtgebiet auf diese Weise erinnert an Ernstine und Georg Jacks (seit 2010), an Herrmann Jacks (seit 2010), an Emma, Elfriede und Hugo Rosenthal (seit 2011), an Eckstein (seit 2015).

Ein Stein bereits finanziert

Für die neuen Steine gab es am 2. März der Kulturwerkstatt ein erstes Vorbereitungsgespräch: Dr. Weiland (Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung) unterstützt das Vorhaben in der Stadtverordnetenversammlung und in der Stadtverwaltung und finanziert mit seiner Spende einen Stolperstein.

Auf der Suche nach Informationen

Mehrere Mitstreiter recherchieren nun nach Informationen rund um das Leben der drei Personen. Der Geschichtskreis koordiniert das Vorhaben und kümmert sich um Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem bemüht sich der Geschichtskreis darum, weitere Aktive für das Vorhaben zu gewinnen.

Um Mithilfe gebeten

Nach Möglichkeit sollen noch mehr Informationen über die konkreten Lebensumstände von Laura Ullmann, Willy Gerber und Arthur Magnor gesammelt werden. Der Geschichtskreis freut sich über jeden Hinweis (geschichtskreis@kulturkreis-hn.de oder per Brief an: Kulturkreis Hohen Neuendorf e.V. Geschichtskreis, Karl-Marx-Straße 24, 16540 Hohen Neuendorf).

Arthur Magnor

Der Schlosser Arthur Magnor gehörte der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsorganisation an und wurde am 22. Januar 1945 in Brandenburg-Görden hingerichtet. Ihm wurden„Vorbereitung zum Hochverrat, landesverräterische Feindbegünstigung und Rundfunkverbrechen“ zur Last gelegt. Im Rahmen seiner Widerstandstätigkeit hatte er im Frühjahr und Sommer des Jahres 1944 den russischen Kriegsgefangenen Gregori Wassiljew auf seinem Grundstück Wandlitzer Straße 11 in Bergfelde versteckt, wo er seit 1929 mit seiner Frau in Bergfelde ansässig war.

Laura Ullmann

Laura Ullmann lebte mindestens seit 1903 im Haus Florastraße 5 in Hohen Neuendorf – das ist heutedas „Efeuhaus“ von ALEP e.V. mit sechs jugendlichen Bewohnern. Wahrscheinlich ließ Laura Ullmanns Vater das Haus schon vor 1900 errichten, und die Familie bewohnte es jahrzehntelang. Laura Ullmann starb am 12. Mai 1841 in diesem Haus. Weil sie jüdisch war, musste sie nach den Nazigesetzen den Namen Laura Sara Ullmann tragen. Wie den anderen Juden auch war ihr die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt worden und sie galt als Angehörige eines feindlichen Staates.

Willy Gerber

Auch Willy Gerber, der sich als Jude Willy Israel Gerber nennen musste, wurde zum Opfer des NS-Regimes. Er lebte mit seiner nichtjüdischen Frau Meta und Tochter Renate am Gartenweg 4. Dieses Haus hatte er mit Unterstützung seines Bruders für sich und seine Familie bauen lassen. Die Gestapo verhaftete ihn im März 1943 in Potsdam und deportierte ihn nach Auschwitz. Dort wurde er am 17. Juli 1943 ermordet.

Von MAZonline

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