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Hohen Neuendorf Personalschwund bei der AfD
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20:28 24.10.2019
Der AfD-Stadtverordnete Hardmut Schön verlässt die Fraktion - und die Partei. Quelle: Helge Treichel
Hohen Neuendorf

Unerwartete Veränderungen gibt es in der Hohen Neuendorfer Stadtverordnetenversammlung: Hardmut Schön verlässt mit Wirkung vom Donnerstag die Fraktion der Alternative für Deutschland (AfD). Und mehr noch: zum selben Zeitpunkt auch die Partei. Der 63-Jährige begründet diesen Schritt unpolitisch: „Wenn eine Ehe nicht mehr funktioniert, muss man sich trennen.“ Auf den Einwand, dass das ja noch nicht den Parteiaustritt erklärt, bleibt er allgemein: „Ich möchte nicht mit Dreck werfen.“

Schön wird sein Mandat als Stadtverordneter weiter wahrnehmen. „Ich bin ja gewählt“, sagt er. Allerdings werde er diese Verantwortung nun als fraktionsloser Einzelkandidat wahrnehmen.

Auch er als AfD-Fraktionsvorsitzender habe erst am am Donnerstagnachmittag von der Entscheidung erfahren, sagte Horst Tschaut (parteilos) auf Nachfrage. Seine Reaktion: „Wir machen unsere Arbeit wie bisher.“ Ohnehin habe sich Schön von Anfang an eher zurückgehalten „oder war nicht so kooperativ“, sagte Tschaut.

Die verbliebenen drei Fraktionsmitglieder der AfD sind: Thomas Kay, Jaqueline van Ginneken und Horst Tschaut (v.l.). Quelle: Helge Treichel

Er respektiere natürlich diese persönliche Entscheidung, sagte Fraktionsmitglied Thomas Kay. Aus seiner Sicht habe es eine gute Zusammenarbeit gegeben. Vielleicht hätte mehr Dialog stattfinden müssen, gibt er zu. Auf jeden Fall habe es eine für ihn ärgerliche Folge: „Ich werde meinen Vorsitz im Bauausschuss verlieren“, sagte Kay. Da die Linken die gleiche Anzahl von Stadtverordnetenmandaten erhalten hatten (vier), war der Vorsitz per Losentscheid an die AfD gegangen. Mit drei Mandaten haben sie den gleichwertigen Anspruch nunmehr verloren.

Den personellen Abgang bei der AfD wertet Thomas Kay als „schlechtes Signal an die Bürger“. „Wir werden versuchen, das durch eine gute Arbeit wieder auszugleichen.“

Von Helge Treichel

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