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Hohen Neuendorf Nicht alles picobello mit den Mülleimern
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Nicht alles picobello mit den Mülleimern
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12:56 26.09.2019
Designer Roland Matticzk (r.) präsentierte bereits 2016 die Mülleimerdeckel zum Start der Stadt-Aktion „Alles Pico, Bello“. Quelle: Foto: Helge Treichel
Hohen Neuendorf

Vor bald drei Jahren wollte die Stadtverwaltung von Hohen Neuendorf mit flotten Sprüchen auf ihren Mülleimern für mehr Sauberkeit sorgen. Mit der Kampagne „Alles Pico, Bello“ wurden Hundebesitzer angesprochen, die Häufchen ihrer Schützlinge nicht auf der Straße oder in der Natur liegenzulassen, sondern in die öffentlichen Mülleimer zu werfen. Doch weder „Waldis Reste Rampe“ noch weitere Wortspiele sind zu sehen. Den Schöpfer der witzigen Aufforderungen, Roland Matticzk, macht das traurig: „Es ist schade, dass davon nichts benutzt wird.“

Ganz so sei es nicht, meint die Marketing-Chefin der Stadt, Ariane Fäscher. Außer den Hunde-Motiven seien noch „Mülle Grazie“, „Gib mir den Rest“ und „Eimer volltanken, bitte“ hinzugekommen. „Da die Motive vorproduziert wurden, kann ich nicht genau sagen, wie viele aufgeklebt worden sind“, gibt sie zu. Bekannt sei ihr, dass derzeit 269 Mülleimer existieren und davon 62 neu, grün eingefärbte Deckel trügen. Matticzk findet: „Das Grün macht schon sehr viel aus, aber schöner wäre es, wenn sie auch mit Sprüchen beklebt wären.“ Eigentlich hätte er sich gewünscht, dass die Sprüche durch mehr Präsenz zum Stadtgespräch würden und die Anwohner mit Spannung die nächsten Einfälle erwarten.

Weitere Sprüche sollen folgen

Denn weitere Vorschläge des Designers liegen vor, genauso wie fertige Folien. Diese müssten aber auf jeweils neu eingefärbte Deckel geklebt werden, was wohl nicht immer passiert. Etwa steht am Ende des Skulpturen Boulevards seit dem Kunstfest ein ganz neuer Behälter – aber ohne Aufkleber. Genau an diesen Grenzen zu Naturflächen sollten laut Ariane Fäscher die Motiven erscheinen, weil dort der Dreck gern im Grünland landet. Ariane Fäscher sagt, dass deshalb einige der Behälter am sogenannten Kistenplatz aufgestellt worden seien. Matticzk vermutet, dass es lediglich die Behälter sind, die etwa in der Berliner Straße verschwunden wären.

Untätig bleiben die Stadtwerber indes nicht. Derzeit empfangen Plakate an der Stadtgrenze Ankommende mit dem Motto „High!“– einer Kopplung des englischen Grußes „Hi“ und der Vokabel „High“ für „hoch“. Ebenfalls geschaffen von Matticzk, der 2015 das Stadtlogo entwarf. Die dort abgebildeten höchsten Bauwerke Wasserturm, Himmelspagode und Kirche stehen nun humorvoll internationalen Sehenswürdigkeiten wie Eiffelturm, dem Turm von Pisa oder dem Berliner Fernsehturm gegen. Dieses Motiv findet sich auch auf 500 Turnbeuteln, die das Stadtmarketing gerade verkauft.

Von Matthias Busse

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