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Hohen Neuendorf „Wer besiegt Paul“: Sie sorgen für eine reibungslose Show
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf „Wer besiegt Paul“: Sie sorgen für eine reibungslose Show
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18:49 26.09.2019
Paul Aurin (M.) kann sich auf viele ehrenamtliche Helfer im Vorfeld der Show verlassen. Am Sonnabend ab 19.45 Uhr geht es los. Quelle: Enrico Kugler
Hohen Neuendorf

Viele fleißige Hände wuseln momentan durch die Halle, an allen Ecken wird gebohrt, gehämmert oder geschraubt. Die Vorbereitungen für die sechste Auflage der Unterhaltungsshow „Wer besiegt Paul“ in der Hohen Neuendorfer Stadthalle am Sonnabend (19.45 Uhr) laufen auf Hochtouren.

Seit Dienstagabend wird fleißig in der Stadthalle Hohen Neuendorfs gewerkelt. Quelle: Enrico Kugler

Seit Dienstag wird von vielen fleißigen ehrenamtlichen Helfern die Stadthalle in eine Entertainmentarena verwandelt mit großer Bühne, Spielzone und einer großen Sitzplatztribüne im Innenraum der Halle. Veranstaltet wird das einmal im Jahr stattfindende Event vom Hyperion-Kulturverein aus Hohen Neuendorf und lehnt sich stark an die bekannte TV-Show „Schlag den Raab“ an. Hauptdarsteller ist der 29-jährige Lehrer Paul Aurin, der gegen einen Kandidaten antreten wird und sich bei mindestens 15 Spielen messen muss. Sollte der Kandidat, der durch ein Voting der Zuschauer vor Ort bestimmt wird gewinnen, winkt ihm ein Preisgeld von 2000 Euro. Paul Aurin unterrichtet am Hohen Neuendorfer Marie-Curie-Gymnasium Mathematik und Informatik und wurde im Mai vom Bildungsministerium zum Lehrer des Jahres 2019 im Landkreis Oberhavel gekürt. Mit den Vorbereitungen auf die Show am Sonnabend zeigt sich Paul Aurin zufrieden: „Die Arbeit im Vorfeld ist immens, aber wird sind im Plan und freuen uns auf die Show. Es gab hunderte von Ideen im Vorfeld, wovon nur ein Bruchteil umgesetzt werden kann.“

Paul Aurin freut sich auf den Sonnabend und sichtet noch viele Videos im Vorfeld der Show. Quelle: Enrico Kugler

Angst vor eventuellen Pannen hat der 29-Jährige eh nicht. „So etwas macht ja auch sympathisch und gehört halt zu einer Liveshow dazu.“ Mit knapp 750 Zuschauern ist die Stadthalle bereits jetzt ausverkauft, Paul Aurin ist nach der Niederlage im Vorjahr gegen Arthur Losensky hoch motiviert. „Natürlich will ich gewinnen, aber im Endeffekt gönne ich es auch jedem Kandidaten, wenn er gewinnt. Das Wichtigste ist ein spannender Abend.“ Dass dieser zustande kommt, sorgen im Vorfeld knapp 60 Helfer, fünf davon stellen wir genauer vor.

Der Technik-Chef: Finn Haag ist das Gehirn hinter der Show

Der 24-jährige Finn Haag ist Technischer Leiter der Spielshow. Quelle: Enrico Kugler

Finn Haag und Paul Aurin kennen sich schon seit vielen Jahren. Während Paul Aurin das Gesicht der Show ist, gilt der 24-jährige Finn Haag als Gehirn der Show. In seinen Händen liegt die konzeptionelle Arbeit und auch der bürokratische Rattenschwanz, der auch bei solch einem Projekt zu bewerkstelligen ist.

Als die Show in den Anfangsjahren noch „Schlag den Paul“ hieß, war Finn Haag bereits als Techniker im Hintergrund dabei. Seit fünf Jahren ist der 24-Jöhrige nun als Technischer Leiter aktiv. So kurz vor Beginn der Veranstaltung schaut der Technik-Chef auf anstrengende Wochen zurück. „Die vergangenen Monate waren schon sehr kräftezehrend. Gerade im Ehrenamt ist es schwierig, alles zu bewerkstelligen“, berichtet Finn Haag. Während die Planungen zur Show bereits ein Jahr zuvor beginnen, sind die zwei Monate laut Finn Haag vor der Show schon die intensivsten. „Allerdings sind viele Abläufe durch die Jahre auch zur Routine geworden und gehen gut von der Hand“, so der 24-Jährige, der auf dem Marie-Curie-Gymnasium in Hohen Neuendorf sein Abitur machte. Allerdings möchte Finn Haag die Anstrengungen auch nicht missen. „Großen Spaß bereiten mir vor allem die kreativen Ideenfindungen.“ Seit Dienstag laufen auch die Vorbereitungen in der Stadthalle, für Finn Haag ein wichtiger Baustein. „Das ist dann schon immer ein wichtiger Meilenstein, wenn die Arbeiten in der Halle selbst starten.“

Für den Samstag verspricht der 24-Jährige spannende Spiele. „Die Zuschauer können sich auf einen abwechslungsreichen Abend freuen, wir haben einen bunten Mix zusammengestellt, das wird super.“ Ein Spiel wird dabei auch außerhalb der Halle stattfinden und live in die Halle übertragen. „Da hofft man natürlich, dass alles funktioniert“, so Finn Haag. Dann setzt er seinen „Chef“ noch ein wenig unter Zugzwang. „Wir hoffen schon, dass er dieses Jahr wieder gewinnt.“

Die Allrounderin: Henriette Bäßler (17) aus Hohen Neuendorf

Henriette Bäßler aus Hohen Neuendorf. Quelle: Enrico Kugler

Henriette Bäßler kennt beide Seiten der Unterhaltungsshow „Wer besiegt Paul“. „Ich war vor einigen Jahren auch mal als Zuschauerin dabei, das war schon echt cool.“ Seit dem Vorjahr gehört die 17-Jährige nun zum Team und dadurch bekommt die Hohen Neuendorferin jetzt auch einen Blick hinter die Kulissen.

„Mein Bruder Clemens gehört auch dem Team an und hat mich irgendwann auch dafür begeistert mitzuhelfen“, erinnert sich die Schülerin an die Anfänge. Henriette Bäßler ist dabei so etwas wie die Allrounderin im Team, hilft überall, wo gerade eine helfende Hand benötigt wird. Besonders beeindruckt ist die 17-Jährige aber immer noch vom Produkt an sich. „Ich finde es faszinierend, was aus purer Freude heraus hier entsteht. Wir sind alle keine Profis, sondern machen alles ehrenamtlich.“

Auch Henriette Bäßler schwärmt dabei vom Team um sich herum, was die Arbeit noch ein stückweit angenehmer macht. „Alle gehen total cool miteinander um, teilweise sieht man sich hier das erste Mal. Zudem kann ich immer wieder was dazulernen, in vielen Bereichen“, so Henriette Bäßler. Der Aufwand, den alle betreiben müssen ist dabei sehr groß, wobei sich die Anspannung bei der 17-Jährigen noch in Grenzen hält: „Dieses Jahr geht es ehrlicherweise entspannter zu, im Vorjahr war ich da schon angespannter. Angst hat man aber keine, dass etwas nicht klappt.“ Spannend wird es dann laut Henriette Bäßler eh erst so richtig am Sonnabendabend, wenn die Show stattfindet.

„Das ist dann schon großer Nervenkitzel für uns alle. Es ist total spannend, ob es den Leuten gefällt, was da im Vorfeld sich ausgedacht wurde. Denn im Endeffekt machen wir es ja für die Besucher, die einen tollen Abend haben sollen“ Auch während der Show zeigt man sich laut Henriette Bäßler „konzentriert und fokussiert“, „versucht aber auch die Show dennoch ein wenig zu genießen.“

Der Kreative: Niklas Behnke (22) aus Schönfließ entwickelt Spiele

Niklas Behnke aus Schönfließ. Quelle: Enrico Kugler

Zum dritten Mal gehört Niklas Behnke zum Team der Unterhaltungsshow „Wer besiegt Paul“. Der 22-Jährige aus Schönfließ gehört zu einem zwölfköpfigen Team, welches die Spiele für die Show entwickelt. „Das besondere an diesem Format ist aber das Team im Allgemeinen. Es macht super viel Spaß.“

Bereits im Frühjahr beginnt laut Niklas Behnke die Suche nach spannenden und interessanten Spielformaten. „Es ist jedoch recht schwierig immer wieder neue zu finden. Wir lassen uns da sehr viel von allen möglichen Medien beeinflussen“, berichtet der 22-Jährige. Dennoch gelingt es dem Team der Spieleentwickler immer wieder, neue zu entwickeln. „Da wir ja mit zehn bis zwölf Mitgliedern genug Input bekommen, gelingt es uns am Ende doch, viele Ideen auf den Tisch zu bekommen.“

30 Ideen seien im Schnitt in der Pipeline, wovon man sich am Ende dann für 15 Spiele entscheidet. „Das Entscheidende ist dabei am Ende, das die Zuschauer unterhalten werden sollen und dazu zählen dann natürlich auch spannende Spiele “, gibt Niklas Behnke seine Hauptaufgabe zu Protokoll. Am Sonnabend wird Niklas Behnke helfend zur Hand gehen, Spielstände mitschreiben und die Spiele mit überwachen und begleiten. Für den Sonnabend verspricht der Schönfließer auf jeden Fall einen interessanten Mix an Spielen, wovon eines außerhalb der Halle stattfinden wird.

Dabei beeindrucken Niklas Behnke sehr die eigenen Techniker. „Wir hatten mal ein Basketballspiel, dass war schon sensationell, was die Jungs da auf die Beine gestellt haben.“

Manchmal jedoch klappen die Ideen nicht so wie gewünscht, plaudert Niklas Behnke aus dem Nähkästchen: „Im Vorjahr hatten wir ein Spiel, was riesigen Aufwand bedurfte im Vorfeld, dann aber nicht wie gewünscht rüberkam.“

Der Bühnenbauer: Aidan Verdenhalven (15) aus Borgsdorf

Aidan Verdenhalven aus Borgsdorf. Quelle: Enrico Kugler

Zum zweiten Mal nimmt Aidan Verdenhalven an der Unterhaltungsshow teil. Der 15-Jährige kümmert sich dabei um den Einbau und das verlegen von Kabeln und Lampen. Zudem hilft der Borgsdorfer an weiteren Stellen beim Bühnenaufbau. „Es ist super bei dieser Show ein kleines Rädchen des Ganzen zu sein und macht wahnsinnig großen Spaß. Das gesamte Team ist cool“, berichtet der Schüler zu seinen Beweggründen sich in seiner Freizeit ehrenamtlich zu engagieren.

Vor allem beeindruckt dabei Aidan Verdenhalven die Umgestaltung der Hohen Neuendorfer Stadthalle. „Es ist schon beeindruckend zu sehen, wie sich eine Sporthalle binnen weniger Tage in eine TV-Show verwandelt.“ Um den Bühnenaufbau kümmern sich dabei zehn Leute, einer davon ist der 15-Jährige aus Borgsdorf. Ob Lampen an der Decke, Stromlegung für die Technik – Aidan Verdenhalven kümmert sich darum. „Der Aufwand ist schon immens groß und sehr umfangreich, das steht außer Frage. Fast alles muss verkabelt werden und benötigt Strom.“ Der Borgsdorfer ist mit seinem Team auch dafür zuständig, dass am Ende die Halle komplett ausgeleuchtet ist und den Zuschauern am Sonnabend einen perfekten optischen Rahmen bietet. Bislang verliefen die Vorbereitungen dabei reibungslos und ohne Probleme.

Am Freitag und Sonnabend werden dann alle Elemente auf ihre Funktionalität überprüft. Bei der Generalprobe muss jedes Kabel verlegt sein, jede noch so kleine Lampe am Strom angeschlossen und alle Scheinwerfer einsatzbereit sein. Bei der Show selbst wird Aidan Verdenhalven am Sonnabend ganz nah an der Bühne stehen und voll in das Geschehen involviert sein. „Gerade bei den Umbauarbeiten in der Spielzone helfe ich mit, bereitete dann auch einige Spiele mit vor. Wenn etwas umgebaut werden muss, bin ich mit im zuständigen Team und erledige die Sachen.“

Die Kulinarische: Pauline Wenkebach kümmert sich ums Catering

Pauline Wenkebach aus Bergfelde. Quelle: Enrico Kugler

Bei großem körperlichen Einsatz macht sich irgendwann auch der Magen bemerkbar, man möchte was essen. Bei einem Team von knapp 60 Leuten ist das dann schon eine Herausforderung. Dieser stellt sich nun schon zum vierten Mal Pauline Wenkebach aus Bergfelde, die für das sogenannte Catering zuständig ist. „Unter der Woche planen wir das Essen für unser Team, am Sonnabend dann natürlich auch zusätzlich für die Kandidaten und das Publikum“, erklärt die 22-Jährige ihr Aufgabenfeld.

Während der Aufbauarbeiten wird dabei in der Stadthalle gekocht, dabei stehen zumeist Nudeln auf dem Speiseplan. „Da geht es meistens auch darum nicht zuviel Zeit zu verschwenden, ab und an muss da auch der klassische Döner herhalten“, so Pauline Wenkebach. Am Sonnabend wird es dann Pizza, Brezeln, Grillwurst, Salate und auch Nudelauflauf geben. Auch für Veganer wird vorgesorgt sein. „Generell finde ich es immer wieder spitze, wie viele Menschen sich an dieser Show beteiligen und eine so geniale Veranstaltung auf die Beine stellen“, so die 22-Jährige.

Am Showtag selbst ist das Arbeitspensum nicht nach der Essensplanung vorbei für die Bergfelderin. „Ich bin dann quasi die Stimme auf den Ohren von unserem technischen Leiter Finn Haag, teile ihm Spielstände mit und gebe ihm halt alle wichtigen Infos.“ Dabei freut sich Pauline Wenkebach vor allem auf die Zusammenarbeit mit dem gesamten Team. „Es ist toll wie sich alle verstehen, es sind auch viele Freundschaften über die Jahre hinweg entstanden.“ Nach absolvierter Show legt sich dann auch bei Pauline Wenkebach ein wenig die Anspannung.

Von Knut Hagedorn

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