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Hohen Neuendorf Dieser Zehnjähriger ist Deutschlands schnellster Sprinter
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Dieser Zehnjähriger ist Deutschlands schnellster Sprinter
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15:58 15.09.2018
Der zehnjährige Willy Tuttas (r.) aus Hohen Neuendorf führt die deutschlandweiten Bestenlisten über 50 Meter und im Weitsprung an. Quelle: Knut Hagedorn
Hohen Neuendorf

Das die Leichtathletik-Abteilung des SV electronic Hohen Neuendorf für sehr gute Arbeit vor allem im Nachwuchsbereich bekannt ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Erst vor kurzem räumten die Zehn- bis Dreizehnjährigen bei den Brandenburgischen Landesmeisterschaften in Eberswalde insgesamt elf Medaillen ab. Doch ein Nachwuchsathlet ragt momentan deutlich heraus und führt sogar die deutschlandweiten Bestenlisten seiner Altersklasse an.

Der zehnjährige Willy Tuttas, der bei den Landesmeisterschaften gleich dreimal Gold gewann, ist in seiner Altersklasse aktuell Deutschlands schnellster 50-Meter-Sprinter (7,29 Sekunden) und bester Weitspringer (4,70 Meter). Für seinen Heimtrainer Willi Müller keine Überraschung: „Man hat sehr schnell gesehen, dass Willy ein großes Talent ist. Er ist für sein Alter schon sehr weit im Bereich Koordination, kann Vorgaben sehr schnell umsetzen. Für uns als eher kleiner Verein ist es natürlich eine große Ehre, einen Sportler zu haben, der die Bestenlisten deutschlandweit anführt“, so der 19-Jährige, der Tuttas seit einem Jahr betreut.

Mutter war früher selbst Leistungssportlerin

Seit seinem vierten Lebensjahr gehört Willy Tuttas der Leichtathletik-Abteilung des SV electronic an, die Gene stammen aber wohl von der Mutter, wie Papa Thomas erzählt: „Seine Mama Frauke war früher selbst Leistungssportlerin und auch bei Willy hat man sehr früh gesehen, dass Potenzial da ist.“ Zusammen mit Schwester Wenke trainiert Willy in Hohen Neuendorf. Druck hat er dabei keinen, wie Papa Thomas betont: „Er soll das machen, was ihm Spaß macht. Wir lassen ihm da freie Hand. Auch in Sachen Sportschule, was ohne Frage ein Thema ist, hat er schlussendlich die letzte Entscheidungsgewalt.“ Für seinen Trainer wäre dieser Schritt ratsam, um sich weiterzuentwickeln. „Man muss in Ruhe schauen, wie er sich entwickelt, ich traue ihm aber viel zu in der Zukunft. Der Gang zur Sportschule wäre sicherlich für die Förderung nicht der schlechteste Weg“, so Willi Müller.

Sei Idol? Usain Bolt

Das Talent selbst sieht das alles eher gelassen und kann seine Leistungen auch schon gut einordnen, was für einen Zehnjährigen sehr beeindruckend ist. „Ich versuche, immer Bestleistungen zu erzielen und bin sehr froh über meine jetzigen Ergebnisse. Ich weiß aber auch, dass ich viel dafür trainieren muss, um dies zu erreichen und denke, dass ich aktuell auch am Limit bin“, so der Schüler. Die Tragweite seiner Leistungen, dass er sogar die Bestenlisten des gesamten Landes in seiner Altersklasse anführt, kann er noch nicht so richtig einordnen. „So richtig kann ich nicht reflektieren, was das bedeutet, aber es macht mich natürlich stolz.“ Tuttas schaut auch in der Freizeit viel Leichtathletik im Fernsehen, auch wenn sein großes Idol nicht mehr läuft. „Ich finde Usain Bolt total klasse. Er ist der schnellste Mann der Welt und fand seine Art zu laufen toll.“ Tipps und Kniffe von den ganz Großen schaut er sich dabei allerdings nicht ab, aus einem interessantem Grund: „Diese Läufer sind auf einem ganz anderen Level als ich es bin, da nützt es nichts, etwas zu kopieren“, so der Zehnjährige.

Fokus auf das Hier und Jetzt

Willy Tuttas weiß genau, was er will, und setzt sich daher auch keine langfristigen Ziele: „Ich schaue lieber auf das Jetzt und Hier. Da möchte ich gerne die 50 Meter irgendwann unter sieben Sekunden laufen und im Weitsprung würde ich gerne die fünf Meter überspringen. Dafür ist aber weiterhin viel Training nötig.“ Sprachs und gesellte sich anschließend wieder zu seiner Trainingsgruppe – um an seinen Zielen sofort wieder zu feilen.

Von Knut Hagedorn

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