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Hohen Neuendorf Es wird durchgeblüht: Das bietet der Tag der offenen Gärten
Lokales Oberhavel Hohen Neuendorf Es wird durchgeblüht: Das bietet der Tag der offenen Gärten
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21:59 22.08.2019
Marian Przybilla stellt genügsame Pflanzen zum Tag der offenen Gärten vor. Quelle: Matthias Busse
Bergfelde

Vor dem Grundstück von Marian Przybilla ist die Sandstrohblume bereits verblüht. Doch rechts neben dem Gartentor reckt die Königskerze ihre gelben Blütenrispen mehr als mannshoch in die Höhe. Daneben duckt sich eine mächtige Kugel Silbergras. Am Wegesrand hat sich ein kleiner Silbergras-Igel wild angesiedelt. Der Hausherr wird ihn ausgraben und zusammen mit 100 Jungpflanzen-Töpfen zum Tag der offenen Gärten am Sonntag von 10 bis 17 Uhr zum Mitnehmen anbieten. Przybilla ist einer von sieben neuen der insgesamt 27 Gartenbesitzer, die Interessierte für einen Blick hinter ihren Gartenzaun einladen. Seit 2003 gibt es dazu in Oberhavel Gelegenheit – in diesem Jahr sogar das zweite Mal.

Der Bergfelder bringt mit einem Idyll um seinen Wohnbungalow eine neue Fassette in die Veranstaltung, die Wilfried Schneider aus Borgsdorf organisiert. Er zeigt keine üppige, bunt blühende Oase. „Es sind Pflanzen, die mit Trockenheit und schlechtem Boden auskommen“, weist er auf die Besonderheit hin. Er ist sich sogar sicher: „Wenn ich viel mit dem Gartenschlauch wässern würde, sähe es hier ganz anders aus.“

Diese Gärten öffnen am 25. August von 10 bis 17 Uhr:

Fürstenberg:Kerstin Bill, Unter den Linden 10; Alte Reederei Wittke, Brandenburger Straße 38.

Neuglobsow:Jens-Uwe Lehmann, Forststeig 2a.

Altglobsow:Frank Rumpe, Seestraße 1b.

Wolfsruh: Lux Werkshof Wolfsruh, Großwoltersdorfer Weg 3.

Zabelsdorf: Alte Mühle Stefan Teltzrow, Chaussee Ausbau 80.

Rauschendorf: Michael Haddenhorst, Hauptstraße 7.

Oranienburg: Marlies Hoffmann, Nordweg 18 in der Kolonie „Am Wiesengrund“ am Friedenthaler Weg; Michael Hackmayer Kolonie Eden, Vogelbeerweg 136; Johanna Frölich, Wilhelm-Groß-Straße 103; Evelin Pietzsch, Petscheltweg 380; Familie Plaethe, Freilandweg 342; Wolfgang Walz, Eichendorffweg 454; Familie Fritz, Petscheltweg 389; Bürgergarten J. Richter-Geißler, Fischerstraße 8.

Kraatz:Naturkunstwerk Manuela Röhken, Lindenstraße 28; Kraatzer Kulturgarten Marina Hillebrand, Häsener Weg 44.

Zehdenick: Familie Hunziger, Philipp-Müller-Straße 5. Ziegelhof Müller-Scheffler, Am Kirchplatz 12.

Klein Mutz: Familie Thomas, Alter Anger 8.

Sommerfeld:Rita Cesal, Am Triftweg 21.

Wandlitz: Giesela Bayerl und Peter Solyga, Oranienburger Chaussee 22 (B273).

Birkenwerder: Galerie Waldhof Andreas Schneider, Am Walde 9.

Hohen Neuendorf:Familie Wermke, Erdmannstraße 31; Uwe Lindner, Adolfstr. 23.

Borgsdorf: Familie Schneider, Berliner Straße 31.

Bergfelde: Marian Przybilla, Fasanenallee 79.

Er bewundert die Wunderwerke der Natur – trockene Mohnkapseln. Auch die Früchte des Stechapfels, die gleichzeitig zwischen Blütenständen reifen, zeigt er. Die dort angesiedelte Vegetation säht sich meist selbst aus „Es macht Freude, aber ich gruppiere um, damit nicht alles durcheinander wächst“, betont der Gartenfreund. „Der Rittersporn vermehrt sich sehr stark und wächst bedürfnislos.“ Gegen eine Spende für den Verein Deutsche Waldjugend - Naturschutzturm Berliner Nordrand können sich Besucher auch davon einen Setzling mitnehmen.

Jeden Monat blühen andere Pflanzen

Dabei ist Marian Przybillas Vorliebe für genügsame Gartenbewohner nicht nur dem Interesse an einheimischen Arten geschuldet. Sondern der 67-jährige kann nicht mehr schwere Gießkannen schleppen. „Mein Garten macht mir vielleicht zwei Stunden Arbeit in der Woche“, und fügt an, dass er höchstens hier und da Wasser aus einer Gießkanne verteilt. Auch einen kleinen Steingarten hat er angelegt. Darin wachsen Opuntien. Die rundlichen Glieder dieses winterharten Kaktus vermehrt er ebenfalls.

Marian Przybilla dekorierte zum Tag der offenen Gärten seinen Wegesrand mit Flaschen. Quelle: Matthias Busse

Daneben versorgt er eine kleine Gruppe Edelweiß mit dem nötigen Kalkbedarf durch Eierschalen. Bis in den September zeigt die krautige Blume ihre weißen Sternenblüten. Bis Oktober versorgen die zarten blauen Blüten des Natternkopfes Insekten. Auf einem Informationsblatt will Przybilla seinen Besuchern alles Wissenswerte über die Pflanzen mitteilen.

Die Weinraute kann bis November blühen, und manchmal beschließen die weißen Kelche der Christrose das Jahr. Im Januar springen die Knospen des Winterjasmin auf, gefolgt von denen der Zaubernuss im Februar. Selbst in diesem auf den ersten Blick kargen Garten wird das ganze Jahr durchgeblüht.

Weitere Auskünfte zu den offenen Gärten gibt Wilfried Schneider unter Telefon 03303/ 503875. Eine Fahrradtour beginnt um 10 Uhr bei Wilfried Schneider in Borgsdorf zu einigen offenen Gärten.

Von Matthias Busse

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