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Oberhavel Ein Wald mit Zimmereinrichtung
Lokales Oberhavel Ein Wald mit Zimmereinrichtung
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18:25 07.10.2019
In Bergfelde parallel zum Forstweg liegt im Wald eine demolierte Zimmereinrichtung. Quelle: Foto: Matthias Busse
Bergfelde

Leuchtstoffröhren, Farbeimer und leere Flaschen – Hundebesitzerin Silvia A. aus dem Forstweg hat schon manches auf ihren Wald-Spaziergängen erlebt. Doch was sie am Wochenende erblickte, regte sie besonders auf: „Das sieht aus, als ob ein komplettes Zimmer entrümpelt wurde.“

In der Tat liegen parallel zum Forstweg sechs Esszimmerstühle, ein Esstisch, ein dreitüriger Kleiderschrank und ein Kinderbett. Vieles davon wurde zerkleinert. Diese illegale Mülldeponie ist nicht die einzige. In der Mitte vom Waldweg Heideplan lagert weiteres Gerümpel: eine Leiter, Schranktüren, ein Fenster, Latten, Bretter und Weckglasdeckel – daneben eine Berliner Zeitung vom 12. September 1992.

„Ich verstehe das nicht. Sperrmüll abholen kostet doch in Brandenburg nichts“, sagt Anwohnerin Silvia A.. Zumindest einmal im Jahr hat jeder Haushalt oder Grundstücksbesitzer die Möglichkeit, nach Voranmeldung seinen Sperrmüll vom Entsorger Awu kostenlos abholen zu lassen, jedoch keine Bauabfälle. Aber gerade diese belasten die zuständige Revierförsterei Mühlenbeck. „Häufig liegt dort Schutt von Firmen“, sagt Revierförster Carsten Voigt.

Das Einsammeln von Bauschutt müssen dann Fachfirmen übernehmen. Ihnen zahlten die Forsten in diesem Jahr schon 1800 Euro, die eigentliche Entsorgung finanziert der Landkreis. Die Stellplätze für vier Sperrmüll-Sammelcontainer kosten die Forsten jeweils bis zu 40 Euro monatlich. 280 Kubikmeter Sperrmüll sind bereits 2019 zusammengekommen. Umgerechnet auf Awu-Containerpreise wären das 14 000 Euro für den Landkreis. „Es ist unglaublich, wie viel wir derzeit einsammeln“, beschreibt Voigt die Zunahme seit sechs Monaten. Je nach Verfügbarkeit seiner Waldarbeiter wolle er sich auch bald um die beiden neuen Schmutzstellen in Bergfelde kümmern.

Von Matthias Busse

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