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Oberhavel In Leegebruch ist weiter Land unter
Lokales Oberhavel In Leegebruch ist weiter Land unter
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09:28 02.07.2017
Noch immer steht das Wasser in Leegebruch kniehoch . Quelle: privat
Oberhavel

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21.10 Uhr: Aufgrund der anhaltend katastrophalen Zustände in der Gemeinde Leegebruch, in der das Wasser nicht mehr abfließen kann, wird das THW ab 21.30 Uhr zu Hilfsmaßnahmen greifen. Diese betreffen auch die Stadt Velten. Daher wird die L 20 am Kreisverkehr HEM in Richtung Innenstadt bis zur Straße „Lindensiedlung“ für den Verkehr voll gesperrt. Eine Umfahrung ist über die Hafenstraße möglich. Hintergrund ist, dass das Wasser aus Leegebruch ins Veltener Hafenbecken geleitet werden soll. Die Vollsperrung wird voraussichtlich mehrere Tage andauern.

19.25 Uhr: Auch die Arztpraxis für Neurochirurgie (Doktor Glawe) in der Sachsenhausener Straße in Oranienburg ist bei den sintflutartigen Regenfällen komplett geflutet worden. Alles stand unter Wasser. Aus diesem Grund, so teilte das Praxisteam mit, könne momentan leider kein Patient erreicht beziehungsweise behandelt werden. Die nächsten Tage müssten zunächst abgewartet werden, bevor man sagen könne, wann die Behandlungen zu den üblichen Sprechzeiten wieder aufgenommen werden können.

18.35 Uhr: In Leegebruch bleibt die Situation angespannt, informiert Kreissprecher Ronny Wappler. 50 Kräfte der Feuerwehr und 30 vom Technischen Hilfswerk seien derzeit noch im Einsatz. Diese hätten zehn Pumpen in Betrieb. Mehr sei jedoch nicht möglich, weil der Pegelstand im Mohrengraben als einziger Abfluss unter der Autobahn hindurch nicht mehr zulasse. „Das ist jetzt keine Frage des Materials, sondern der Entwässerung“, so Wappler. Der Graben sei das Nadelöhr.

18.25 Uhr: Die Feuerwehr Oranienburg ist ab sofort wieder in normaler Einsatzstärke verfügbar, sagte Stadtsprecherin Susanne Zamecki. Seit Donnerstag hatten die Einsatzkräfte 407 Einsätze absolviert. Am Sonnabend werden die Kameradinnen und Kameraden noch einige problematische Stellen überprüfen. „Jetzt läuft alles wieder normal. Der Betrieb beruhigt sich“, so die Sprecherin.

18.10 Uhr: Kreissprecher Ronny Wappler informiert darüber, dass die Server der Kreisverwaltung wieder hochgefahren wurden. Einige Anwendungen müssten noch überprüft werden, aber am Montag könnten das Landratsamt und alle nachgeordneten Behörden wie das Katasteramt, die Kfz-Zulassungsstelle, das Jobcenter und das Gesundheitsamt wieder öffnen.

16.30 Uhr: Die Mitarbeiter der Stadtwerke Oranienburg sind im Dauereinsatz und in Rufbereitschaft. Sie versuchen, die 80 kleinen und größeren Pumpwerke so auszutarieren, dass die großen Mengen an Schmutzwasser, die seit Stunden anfallen, nach Wansdorf zum Klärwerk transportiert werden können. Ihr für heute Abend geplantes Sommerfest ist abgesagt.

16.05 Uhr: Die Podiumsdiskussion heute Abend mit den Bürgermeister-Kandidaten von Oranienburg in der Dorfkirche Wensickendorf fällt aus. Einige Kandidaten haben wegen der Probleme mit dem vielen Wasser abgesagt. Antje Wendt bemüht sich um einen Ersatztermin im September.

15.55 Uhr: Infolge eines großflächigen Böschungsschadens hat der Landesbetrieb Straßenwesen die Auffahrt an der Anschlussstelle Oranienburg-Nord in Richtung Berlin mit sofortiger Wirkung gesperrt. Auch an den anderen Auf- und Abfahrten der Bundesstraße 96 im Zuge der Ortsumgehung Oranienburg, so heißt es, kann es zu Verkehrsraumeinschränkungen (Fahrbahneinengungen) kommen.

In der Polizeiwache im Luisenhof in Oranienburg hat Polizeihauptkommissarin Yvonne Nießner die Nummernschilder gesammelt, die Autofahrer am Donnerstag in den großen Pfützen verloren haben. Wer sein Kennzeichen vermisst, kann dort nachfragen. Immer wieder bringen die Oranienburger weitere Nummernschilder, die sie auf den Straßen finden. Quelle: Andrea Kathert

15.18 Uhr: Die OWA Falkensee widerspricht Gerüchten, dass die Trinkwasserversorgung in Leegeruch beeinträchtigt sei.

14.50 Uhr: In Leegebruch wird „weiter gepumpt, was möglich ist“, sagt Kreissprecher Ronny Wappler. Die Nässe im Boden sei ebenso ein Problem wie das Wegpumpen des Wassers. Schließlich solle nichts zurücklaufen. Ob tatsächlich in die Havel gepumpt werden kann, hänge von den Pegelständen ab. Die Zufahrten nach Leegebruch sind weiter gesperrt. Nur Anwohner dürfen passieren, da auch innerorts zahlreiche Straßen abgesperrt sind. Gesperrt ist ebenso die Brücke in der Annahofer Straße in Germendorf. Einengungen gibt es zwischen Sachsenhausen und Teerofen in Höhe der Anbindung zur B 96 neu.

Auch am Freitag hatten die Einsatz- und Rettungskräfte in Oranienburg und den anderen Orten von Oberhavel jede Menge zu tun. Die Leegebrucher hat es besonders schwer erwischt.

12.57 Uhr: Birkenwerders Bürgermeister Stephan Zimniok: „Nach einer sehr kurzen Nacht sind die Kräfte wieder voll im Einsatz. Thema auch heute: pumpen pumpen pumpen. Noch etliche Keller sind voll. Danke von hier aus an die vielen Birkenwerderaner, die ihre Hilfe angeboten haben. Es wirklich schön zu sehen, wie ihr/wir alle zusammen stehen. Der Regen lässt nach, Hoffnung kommt auf.“

12.50 Uhr: Auch die Gemeinde Glienicke/Nordbahn ist von dem schweren Unwetter heimgesucht worden. Stundenlanger Starkregen, vollgelaufene Keller und Tiefgaragen sowie überflutete Straßen haben den Menschen und der Freiwilligen Feuerwehr in Glienicke bis tief in die Nacht schwer zu schaffen gemacht. Die Wassermassen ließen den Dorfteich über die Ufer treten und fluteten die Gartenstraße. Bürgermeister Hans G. Oberlack machte sich in der Nacht ein Bild von der aktuellen Lage, war in den betroffenen Straßen vor Ort und stattete der Feuerwehr-Einsatzleitstelle in der Hattwichstraße einen Besuch ab. „Ich danke allen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Hilfsbereitschaft und für ihr Durchhaltevermögen“, sagte Oberlack.

Der Dorfteich in Glienicke am Tag danach. Quelle: privat

12.10 Uhr: Im Laufe der Nacht wuchs die Zahl der Einsätze für die Feuerwehr Hohen Neuendorfs auf 60 an. Die Medien sprechen von einem sechzigjährigen Starkregenereignis. In tiefer gelegenen Straßen kam es zum Teil zu erheblichen Wassereintritten in privaten Häusern und Kellern. Die Sachschäden an städtischen Gebäuden und Einrichtungen werden momentan begutachtet, können aber, da es weiter regnet, erst nach Abfluss des stehenden Wassers realistisch eingeschätzt werden. In Mitleidenschaft gezogen wurden unter anderem die neue Sporthalle in Borgsdorf, die Borgsdorfer und Bergfelder Grundschulen sowie der Keller im neuen Rathausanbau. Für heute sind ab Mittag nachlassender Regen, allerdings in einer weiteren Unwetterwarnung starke Windböen angekündigt. Die Stadtverwaltung hat für die Einsatzkräfte des eigenen Hauses Rufbereitschaft eingerichtet. Bürgermeister Steffen Apelt bedankt sich herzlich bei den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr: „Ihrem Einsatz gebührt mein Dank, mein Respekt und die höchste Anerkennung!“

12.08 Uhr: Da zahlreiche Keller vollgelaufen sind und Möbel sowie Einrichtungsgegenstände beschädigt wurden, hat das Entsorgungsunternehmen AWU eine Hotline eingerichtet, damit der Sperrmüll zeitnah abgeholt werden kann. Die Nummer lautet: 03304/37 60.

12.03 Uhr: Das Elterngeld kann nicht wie gewohnt bereits heute überweisen. Wegen eines Wassereinbruchs im Serverraum der Kreisverwaltung am Donnerstag kann das System erst im Laufe des heutigen Tages wieder gestartet werden. Das Geld könne frühestens am Montag überwiesen werden, informierte Landrat Ludger Weskamp (SPD) und bat um Verständnis.

12 Uhr: Achtung Verkehrsteilnehmer: die Brücke zwischen Sachsenhausen und Teerofen ist laut Auskunft des Kreisbrandmeisters vorerst weiter gesperrt, da es eine Unterspülung gab.

11.55 Uhr: Hotspot Leegebruch: Durch die besondere geologische Lage sowie die Autobahn und die Bundesstraße B 96, die wie ein Damm wirken, können die Wassermassen nicht abfließen. Kreisbrandmeister Steffen Malucha: „Wir sind derzeit mit einem Fachberater vom THW vor Ort und prüfen, wie wir das Wasser aus dem Bereich in die Havel beziehungsweise ins Hafenbecken von Velten bekommen. Aber das wird zurzeit erst geprüft.“l

11.50 Uhr: Aktuelle Zahlen aus der Pressekonferenz des Landrates: Mittlerweile sind bis zu 250 Liter Niederschläge auf den Quadratmeter gefallen. Die übliche Jahresmenge beträgt rund 600 Liter pro Quadratmeter. Eine Katastrophenlage wurde trotzdem nicht ausgerufen, da keine akute Gefahrensituation besteht. Im Leitungsstab des Landkreises werden derzeit circa 200 Einsatzkräfte aus dem vom Unwetter weniger betroffenen Nordkreis koordiniert.

11.41 Uhr: Leegebruch ist dicht. Die Ortszufahrten sind weiter gesperrt. Hier kommt keiner mehr rein!

11.30 Uhr: Pressekonferenz des Landeskreises – Kurzinfo vorab: 600 Einsatzkräfte waren in er Nacht dabei. Es wurde ein Leitungsstab gebildet, um die Arbeiten zu koordinieren. Hilfe gab es aus dem Norden: Zehdenick, Liebenwalde und auch Gransee. Die Ortsgruppen des Technischen Hilfswerkes aus Eberswalde, Gransee, Rathenow und Neuruppin halfen in Oberhavel mit.

Gerade bei der PK (v.l.): Ludger Weskamp, Kreisbrandmeister Steffen Malucha und Ronny Wappler. Quelle: Treichel

10.30 Uhr: Müll-Deponie Germendorf: Die Kraft des Wassers hat dort die Abdeckung zerstört. Die Straße und die Seitenstreifen sind mit Schlamm überdeckt.

Die Müll-Deponie in Germendorf hat es hart getroffen. Quelle: Kathert

9.58 Uhr: Alle Hennigsdorfer Kitas sind nach den Regenfällen heute trotzdem geöffnet.

9.34 Uhr: Update aus Hennigsdorf: Die Pumpwerke kamen gestern und auch in der Nacht kaum mit den Wassermassen zurecht. Rund 230 davon zählt die OWA in Oberhavel und dem Havelland. „Im Schnitt liefen alle Werke 250 Prozent über normal“, so OWA-Chef Günter Fredrich. In Velten-Süd etwa fielen statt 1000 Kubikmeter rund 4000 an, in Marwitz liefen die Pumpen gut 350 Prozent über der normalen Leistung. Hennigsdorf lag mit 250 Prozent etwa im Schnitt. „Wir hatten hunderte von Anrufen, die Mitarbeiter waren die ganze Zeit im Einsatz“, so Fredrich. Die Flutungen, vor allem in Oranienburg, erklärt er sich auch damit, dass es auf den Straßen kein flächendeckendes Abflusssystem für Regenwasser gibt. „In der Abwasser-Kanalisation hat das Regenwasser nichts zu suchen, da läuft es ganz schnell über“, so Fredrich. Es sei aber durch Schlitze in den Schachtdeckeln dennoch hereingelaufen. Dass ein solches Abwasserkanalsystem zeitnah installiert wird, sieht Fredrich nicht. „Da reden wir über Kosten in Millionenhöhe“. Entgegen vieler Gerüchte stellte der OWA-Chef auch klar, dass kein Pumpwerk abgestellt wurde.

9.15 Uhr: In der Nacht mussten die Einsätzkräfte an ihre Grenzen gehen. Gerade findet eine Pressekonferenz der Stadt statt, Es heißt, es sind 236 Liter Wasser pro Quadratmeter gefallen.

8.55 Uhr: Löwenzahn Grundschule Velten und die Kita Kunterbunt in Velten haben geöffnet.

8.45 Uhr: Gerade findet eine Pressekonferenz der Stadtverwaltung und der Feuerwehr statt. Thema: Ereignisse von der Nacht. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Sobald wie mehr wissen, informieren wir Sie!

8.38 Uhr: Gerade kommt die Info, dass die Kita Eden in Oranienburg geschlossen bleibt.

8.33 Uhr: Kita Pusteblume in Oranienburg ist offen

8.27 Uhr: Leegebruch hat es besonders stark getroffen. Die Freiwillige Feuerwehr Leegebruch bittet den Ort nur über die Eichenallee (Rasenland) oder über die Veltener Straße zu verlassen, da die Birkenallee weiterhin wegen Überflutung gesperrt ist. Eine Weiterfahrt ist zudem nur über Oberkrämer oder Velten möglich, da umliegenden Straßen derzeit nicht befahrbar sind. So ist die L172 ab dem Kreisverkehr an der Asylbewerberunterkunft in Richtung Germendorf ebenfalls gesperrt, weil die Straße abgesackt ist. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel fahren derzeit nicht durch Leegebruch. Der Bus 824 fährt laut Aussage der OVG von Hennigsdorf über Velten, weiter über den Kreisverkehr am Abzweig nach Leegebruch Richtung Bärenklau, Vehlefanz und Schwante dann weiter nach Germendorf und Oranienburg. Die Fahrzeit verlängert sich so um 15 Minuten. Alle Kitas und die Grundschule bleiben in Leegebruch geschlossen. Eine Notbetreuung wird gestellt.

In Leegebruch geht nichts. Quelle: privat

8.16 Uhr: Update: Grundschule Lehnitz hat regulär geöffnet und hat auch Strom. Aber auch hier wurde es den Eltern für heute freigestellt ihre Kinder ggf. zu Hause zu lassen.

8.13 Uhr: Kita Eden in Oranienburg ist geschlossen

8.08 Uhr: Der Unterricht an den Linden-Schule in Oranienburg wurde gerade abgesagt. Wie Schulleiterin Maria Tiller bestätigt. „Hygienische Gründe. Eine Hebeanlage fürs Abwasser ist defekt“, heißt es.

8.04 Uhr: Wie angekündigt, bleibt wegen des Unwetters heute die Kreisverwaltung und ihre nachgeordneten Einrichtungen wie das Jobcenter, das Gesundheitsamt und das Katasteramt geschlossen. Die mehr als 1000 Mitarbeiter müssten zwangsweise eine Betriebsruhe einlegen, da der Keller und somit der Serverraum überflutet wurde. Rund 30 Mitarbeiter hätten sich am Donnerstag-Nachmittag eingefunden, um das Wasser mit Mülleimern, Töpfen und Kellen abzuschöpfen und zu retten, was zu retten ist. Dennoch seien „alle Server down“, resümierte Wappler den hemdsärmeligen Einsatz, an dem sich auch Landrat Ludger Weskamp und seine Dezernenten beteiligten.

7.30 Uhr: Der Verkehr in Oberhavel rollt einigermaßen gut. Das Wasser wurde von den Einsatzkräften abgepumpt. Danke!

7.15 Uhr: Einige Schulen haben heute geschlossen:

Albert-Schweitzer-Schule in Hennigsdorf

– Torhorst Schule in Oranienburg

– Comenius Schule in Oranienburg Süd: Den Eltern ist es freigestellt ihre Kinder zu schicken. Unterricht findet statt.

Leegebruch bleibt auch zu. Es gibt aber eine Notbetreuung

– Havelschule Grundschule hat normalen Unterricht

Germendorf: Schule hat offen

Kita Friedrich Fröbel in Oranienburg hat ganz normal auf.

– Der evangelische Kindergarten in Velten bleibt geschlossen.

Von Sebastian Morgner

Gleich drei Fahrzeuge sind in der Nacht von Donnerstag zu Freitag gestohlen worden. Die Tatorte sind Kremmen, Sachsenhausen, und Hennigsdorf. Entwendet wurden ein VW Jetta, eine Audi A6 und ein VW Golf Plus. Nach allen drei Autos wird gefahndet.

30.06.2017

Ein 80-jähriger Mann aus Glienicke hat am Donnerstag noch rechtzeitig bemerkt, dass bei ihm eingebrochen werden sollte. Eine Fensterscheiben hatten die Eindringlinge bereits eingeworfen. Als sie entdeckt wurden, flohen die Eindringlinge in einem Wagen,m der bereits auf sie gewartet hatte.

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Oberhavel Internationale Wohngruppe - Neues Zuhause für Glückskinder

Ob die 16-jährige Kesanet aus Eritrea, die allein auf die gefährliche Fahrt nach Europa geschickt wurde. Oder das deutsche Mädchen Florentine (12), die mit der Mutter nicht mehr klarkam – sie alle haben in einer Wohngruppe in Oranienburg ein neues Zuhause gefunden. Deshalb wurde die Wohngruppe auf „Glückskinder“ getauft.

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