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Oberhavel Besitzer in Sorge: Immer mehr Katzen verschwinden in Oberhavel
Lokales Oberhavel Besitzer in Sorge: Immer mehr Katzen verschwinden in Oberhavel
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06:58 30.10.2019
Kater Mojo aus Leegebruch ist seit Anfang September verschwunden Quelle: privat
Oberhavel

„Wir vermissen unseren Kater Mojo ganz schrecklich, vor allem mein Sohn fragt ganz oft nach ihm.“ Diese Worte stammen von Ina Unruh aus Leegebruch. Sie vermisst ihren Kater bereits seit dem 3. September. Bis heute gibt es keine Spur von dem schwarz-weißen Tier.

Celine Zeitz aus Velten teilt das Schicksal von Familie Unruh aus Leegebruch. Ihr grau gestromter Kater Manny ist seit dem 18. September wie vom Erdboden verschluckt. Die beiden Oberhavelerinnen stehen mit ihrem Unglück nicht allein da. In der Facebook-Gruppe „Vermisste Katzen in Oberhavel“ kommen fast täglich neue Suchmeldungen dazu. Die Gruppe zählt mittlerweile 160 Mitglieder. Auch auf der Internet-Plattform Ebay-Kleinanzeigen finden sich allein für den Monat Oktober sieben vermisste Katzen aus Oranienburg und Umgebung.

Tierschutzverein kennt Fälle aus ganz Oberhavel

Einen Anstieg an verschwundenen Katzen und den damit verbundenen Suchanfragen bestätigt auch Ellen Schütze, Leiterin des Tierschutzvereins Oberhavel e.V. in Tornow. „Wir verzeichnen seit einigen Wochen eine Häufung der Meldungen über vermisste Katzen“, bestätigt sie. „Das passiert im Regelfall tatsächlich jährlich, spätestens alle zwei Jahre.“ Sie sieht auch einen räumlichen Zusammenhang: „Es beginnt im Regelfall im südlichen Teil Oberhavels und zieht sich dann hoch bis zu uns nach Fürstenberg.“

Dem entgegen steht, dass trotzdem nicht mehr Fundkatzen als sonst in den Tierheimen abgegeben werden. „Da fragt man sich schon, was mit den verschwundenen Katzen passiert“, überlegt Schütze. Dazu passen auch Aussagen der Straßenmeistereien, dass es aktuell keine Häufung von verunglückten Katzen gibt, welche die Mitarbeiter der Straßenmeisterei dann von der Straße holen müssen.

Auch Manny aus Velten wird vermisst Quelle: privat

Polizei bittet um Hinweise

Allgegenwärtig ist immer das Gerücht, dass Katzen bewusst zur Pelzgewinnung eingefangen werden. Dazu sagt Dörte Röhrs von der Pressestelle der Polizeidirektion Nord in Neuruppin: „Uns liegen keine Anzeigen über gestohlene Katzen vor.“ Auch die Theorie mit dem weißen Transporter, in dem Katzen mittels Pheromonen eingefangen werden, lässt sich nicht über Anzeigen oder durch die Auswertung von Statistiken der Polizei belegen. Doch sie rät: „Wer etwas Ungewöhnliches sieht, sollte dies der Polizei melden. Das geht auch telefonisch. Nur, wenn wir Hinweise zu solchen Auffälligkeiten bekommen, können wir auch tätig werden.“

Katzen sollten mit Chip versehen werden

Ellen Schütze rät Katzenbesitzern daher, ihre Tiere beim Tierarzt mit einem Chip versehen zu lassen und diesen dann auch bei Tasso oder dem deutschen Haustierregister registrieren zu lassen. „Nur so ist bei Fundkatzen eine eindeutige Zuordnung möglich“, erklärt sie. Wer eine Katze vermisst, sollte sich als erstes beim zuständigen Ordnungsamt als primäre Fundbehörde melden. „Dort werden auch alle aufgefundenen Katzen gemeldet und vom Ordnungsamt aus an die zuständigen Tierheime überstellt“, erklärt Ellen Schütze.

Außerdem rät sie suchenden Besitzern, in den drei zuständigen Oberhaveler Tierheimen anzurufen und die Suchanfrage dort zu hinterlegen. „Für Oberhavel sind das die Tierheime in Tornow und Ladeburg (Barnim) sowie die Tierpension Sirius.“ So können abgegebene Katzen mit den Suchanfragen abgeglichen werden. Sollte eine Katze auf die Beschreibung passen, so können die Besitzer ihre Katze gegen Vorlage geeigneter Dokumente wie zum Beispiel einem Impfpass und einem Foto wieder in die Arme schließen.

Für Cecline Zeitz, Ina Unruh und ihre Familien bleibt indes nur noch das Hoffen auf die Rückkehr ihrer Samtpfoten. Haben Sie Hinweise zum Verbleib der beiden Kater? Dann können Sie sich gern bei der MAZ Oberhavel, etwa bei Facebook oder per Mail an oranienburg@maz-online.de, melden. Wir leiten die Hinweise dann weiter.

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Von Stefanie Fechner

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