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Oberhavel Internet löst Kataloge und Reiseführer ab
Lokales Oberhavel Internet löst Kataloge und Reiseführer ab
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08:45 06.05.2015
Das digitale Projekt, das Reinhold Erdmann (l.) vom Tourismusverband, Martin Richter (Floß- und Kanuverleih Groß Menow) vorstellen, heißt URAiS (Urlaubsreisen im Alter mit individuellen Services)
Das digitale Projekt, das Reinhold Erdmann (l.) vom Tourismusverband, Martin Richter (Floß- und Kanuverleih Groß Menow) vorstellen, heißt URAiS (Urlaubsreisen im Alter mit individuellen Services) Quelle: Gawande
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Sommerfeld

Wie sieht es diesbezüglich in Brandenburg beziehungsweise speziell im Kreis Oberhavel aus? Sind die tourismusgeprägten Unternehmen der Region digital auf dem neuesten Stand? Oder was ist nötig, um beim digitalen Wandel Schritt zu halten? Fragen, denen man sich in den kommenden zwei Jahren bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam im Rahmen des Schwerpunktthemas "Wirtschaft digital" widmen will. Und so stand jüngst auch der "14.Tourismustag Ruppiner Seenland" im Hotel&Spa Sommerfeld unter dem Motto: "Tourismus digital. Grenzenlos. Chancenreich."

"Ich mache schon viel digital, aber immer noch zu wenig", bekennt Sigunde Kühne vom Oranienburger "Hotel an der Havel" freimütig. Zwar sei sie schon früh auf den Social-Media-Zug Facebook aufgesprungen, aber noch sei im Hinblick aufs Bloggen oder die Nutzung sinnvoller Keywords, damit die Hotel-Homepage von den Suchmaschinen schneller gefunden werden kann, "Luft nach oben". Wie bei vielen ihrer Kollegen auch, ist bei der Hotelleiterin die digitale Aktivität eine personelle und somit finanzielle Frage: "Ich mache alles alleine!".

Dieses Problem kennen auch Arne Broja vom Wildpferdgehege in Liebenthal und Markus Frielinghaus, Geschäftsführer der "freecamper boot & camping GmbH" in Mildenberg, die ihre Web-Präsenz quasi als Ein-Mann-Unternehmen neben dem Alltagsgeschäft betreuen. Frielinghaus: "Meine Homepage ist fünf Jahre alt und nicht für mobile Geräte optimiert, da ist Erneuerung nötig!" Er mache eben viel aus dem Bauch heraus, weil ihm eine sinnvolle Strategie und oft auch die Zeit fehle. Außerdem wolle er nicht permanent online sein.

Einfacher haben es da größere Unternehmen. Hier werden Agenturen zur Betreuung der Homepages hinzugezogen oder Mitarbeiter beschäftigt, die sich nur der Öffentlichkeitsarbeit widmen. "Ich schaue oft, was Kollegen so machen", berichtet Jan Schröter vom "Hotel&Spa Sommerfeld", der den sozialen Medien, besonders Facebook, bisher noch skeptisch gegenübersteht. "Ich mache lieber weniger, bevor es peinlich wird, denn das Internet vergisst nicht." Für Schröter muss Marketing "eine Seele haben". Auch der Tourismusverband Ruppiner Seenland ist erst seit einem halben Jahr bei Facebook aktiv. Dessen Geschäftsführer Peter Krause erklärt: "Im professionellen Bereich gehört das heute dazu, aber auch diese Seite muss gepflegt werden."

Von Ulrike Gawande

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