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Oberhavel Ist Ihr Fahrrad fit für die Saison?
Lokales Oberhavel Ist Ihr Fahrrad fit für die Saison?
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00:28 24.04.2018
Torsten Antonius vom Fahrradgeschäft Highend-e-Mobility aus Bergfelde erklärt die Checkliste.
Torsten Antonius vom Fahrradgeschäft Highend-e-Mobility aus Bergfelde erklärt die Checkliste. Quelle: Helge Treichel
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Bergfelde

Wer seine erste Radtour des Jahres ohne platte Reifen oder andere böse Überraschung absolvieren möchte, sollte ein wenig Zeit in die Vorbereitung investieren, rät Torsten Antonius aus Oranienburg. Der 52-jährige Mechaniker ist ein echter Fahrradenthusiast und als Berater bei Highend-e-Mobility (H-e-M) tätig, zu finden an der Birkenwerderstraße 8 in Bergfelde. Außerdem bietet er Natur-Radtouren an.

„Am wichtigsten sind zwei einwandfrei funktionierende Bremsen“, sagt Antonius. Das bedeutet, dass Bowdenzüge nicht verrostet und Bremsbeläge nicht vollkommen abgenutzt sein dürfen. In den Klötzen sollten noch Querrillen zu erkennen sein. Leichtgängigkeit sei das A und O einer Bremse.

An zweiter Stelle steht für ihn, den Lenker zu überprüfen. Alle Schrauben sollten festgezogen, das Lenkerspiel minimiert sein. Das gilt auch für den Sattel. Und für die Bequemlichkeit sollte beides auch gut ausgerichtet sein, die Sattelnase möglichst horizontal.

Ganz entscheidend für ein möglichst müheloses Vorankommen: der Antrieb. „Was wir hier vorfinden, ist häufig eine Überpflege“, sagt Antonius mit Blick auf fettglänzende Ketten. Dadurch jedoch sammle sich Schmutz und Sand an. Besser sei es, jedes Kettenröllchen einzeln mit einem Tröpfchen zu versehen. Angesammelter Schmutz, der sich zum Beispiel an den Leitrollen der Kettenschaltung sammelt, sei zu entfernen. Auch sei es ratsam, die Gangschaltung nachzujustieren.

Wer seine erste Radtour des Jahres ohne platte Reifen oder andere böse Überraschung absolvieren möchte, sollte ein wenig Zeit in die Vorbereitung investieren, rät Torsten Antonius aus Oranienburg. Er hat die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

Der nächste Blick geht zur Tretkurbel und den Pedalen. In beiden Fällen sollte kein klapperndes Spiel vorhanden sein. Dann die Räder: „Bei der Bereifung ist auf eine ausreichende Profiltiefe zu achten“, sagt der Fachmann. Risse im Gummi und andere Verletzungen sollten nicht bis zum Karkassengewebe hinunterreichen. Beim Luftdruck sollte sich der Radler auf die Vorgaben des Herstellers auf seinem Produkt richten. „Entscheidend ist die Reifengröße“, so Antonius. Je schmaler, desto mehr Druck, lautet die Faustregel. Acht bis elf Bar sind es beim Rennrad, vier bis fünf Bar bei einer mittleren Breite und für Reifen mit einem größeren Volumen reichen wie beim Auto zwei bis drei Bar. Zur Wartung empfiehlt Antonius eine Handpumpe mit Druckanzeige.

Augenmerk richtet der Fachmann zudem auf die Lichtanlage. Die muss funktionstüchtig sein. Um deren Funktion zu sichern, sollten korrodierte Kabelenden wieder blank gemacht werden. Zusätzliche Reflektoren müssen vorne (weiß), hinten (rot) und in den Speichen (gelb) befestigt sein. Um auf sich aufmerksam zu machen, wird eine Klingel mit hellem Klang empfohlen. Torsten Antonius empfiehlt, noch einmal sämtliche Verschraubungen festzuziehen, insbesondere die der Laufräder. Gefederte Elemente sollten mit einem speziellen Öl gepflegt werden. Je preiswerter die waren, desto wichtiger sei das. Und gereinigt werden sollte das Fahrrad auch: Das sieht nicht nur besser aus, sondern bringt auch etwaige Beschädigungen des Rahmens ans Tageslicht. Die wiederum sollte dann ein Fachmann überprüfen.

MAZ-Redaktion radelt quer durch Oberhavel

Die Kette ist geölt. Der Sattel richtig eingestellt. MAZ-Mitarbeiterin Nadine Bieneck und Redakteur Helge Treichel werden ab Montag einmal quer durch Oberhavel radeln

Auf fünf Etappen wollen die beiden mit den Menschen der Region ins Gespräch kommen.

Startschuss ist am Montag gegen 10 Uhr am Grenzturm in Nieder Neuendorf. Ziel ist die Wasserstadt Fürstenberg, die am Freitag erreicht wird.

Von Helge Treichel

23.04.2018
23.04.2018