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Oberhavel Kündigung wegen Hund: Kann „Frieda“ doch bleiben?
Lokales Oberhavel Kündigung wegen Hund: Kann „Frieda“ doch bleiben?
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00:19 14.06.2018
Hund Frieda soll ausziehen. Bisher war sie nicht angemeldet. Die OWG  hat eine Frist gesetzt.
Hund Frieda soll ausziehen. Bisher war sie nicht angemeldet. Die OWG hat eine Frist gesetzt. Quelle: privat
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Oranienburg

Kann Hündin „Frieda“ bleiben oder nicht?, diese Frage erhitzt derzeit die Gemüter. Bei Besitzerfamilie Schuster ebenso wie bei den Mitmietern im Haus und bei der Oranienburger Wohnungsgenossenschaft (OWG) als Vermieter.

Bianca und Steven Schuster sind in der Theodor-Neubauer Straße 26 in der Weißen Stadt zu Hause. „Frieda“ ist eine acht Monate alte Olde-English-Bulldogg-Hündin. Die Genossenschaft hatte die Mieter aufgefordert, den Hund „unverzüglich, spätestens aber bis zum 25. Juni 2018 aus der Wohnung und der Wohnanlage zu entfernen“. Hält die Rasse nicht für ungefährlich (MAZ berichtete). Es sei zu „bedrohlichen Gegenüberstellungen“ gekommen, der Hund „überwiegend unangeleint im Haus und in der Wohnanlage“ gewesen. Zudem sei der Vierbeiner nicht angemeldet – so die Forderungen der OWG. Den ersten Punkten widersprachen die Hundebesitzer, räumten aber ein, ihren Hund noch nicht angemeldet zu haben.

„Wir sind mietrechtlich zuständig und die Hündin ist bisher nicht angemeldet“, so Genossenschaftsvorstand Lutz Lachmann gestern auf MAZ-Nachfrage. Wie weiter verfahren werde, sei noch nicht entschieden. „Wir haben die Frist eingeräumt und werden sie abwarten.“ Es ginge nicht nur um die Hundebesitzer, sondern „wir wollen auch den Frieden wahren zwischen den Leuten im Aufgang und in der Umgebung.“ Er bestätigte, dass die Anmeldung des Hundes „Frieda“ am Freitag bei der Genossenschaft im Kasten lag. „Nun muss ein Abwägungsprozess stattfinden“, denn die Emotionen kochten hoch. Jeder sollte noch einmal über seine Argumente nachdenken, hofft er. „Wir werden unsere Entscheidung noch treffen“, sagte Lutz Lachmann.

Von Heike Bergt