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Oberhavel Kleine Kinder mit großer Protest-Aktion
Lokales Oberhavel Kleine Kinder mit großer Protest-Aktion
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00:28 12.05.2018
Wenn diese Grundschüler mal an eine erweiterte Schule kommen, sollen sie einen Schulweg von drei Stunden haben. Quelle: Enrico Kugler
Bötzow

„Es geht um uns“ steht mit Riesen-Lettern auf den weißen Blättern, die die Kinder von der Grundschule Bötzow in die Höhe halten. Sie haben jetzt eine Mini-Demo gestartet. Die Forderung der Knirpse (und deren Eltern): Eine weiterführende Schule für Oberkrämer muss her. Doch der Kreis sieht keinen Bedarf. Der Plan der Behörde: Die Kinder aus den Grundschulen in Bötzow und Vehlefanz sollen ab der Jahrgangsstufe 7 die weiterführenden Schulen in Hennigsdorf, Velten, Kremmen, Oranienburg, Birkenwerder und Mühlenbeck besuchen (MAZ berichtete).

„Eine Wegezeit von drei Stunden pro Tag ist nicht zumutbar.“

Ein Plan, der Eltern und Kinder auf die Palme bringt. „Wenn unsere Kinder jeden Tag so weit pendeln müssen, haben sie einen Schulweg hin und zurück von rund drei Stunden“, sagt Ulrike Schultze (42), die nicht nur Mutter, sondern auch die Sekretärin in der Bötzower Grundschule ist. „Eine Wegezeit von insgesamt drei Stunden sind nicht zumutbar.“

Linus aus der 5a: „Jetzt fahre ich 20 Minuten mit dem Rad zur Schule. Komme ich auf die neue Schule in Oranienburg, bin ich allein von meinem Heimatort Marwitz bis nach Oranienburg 56 Minuten im Bus unterwegs. Hinzu kommt dann noch ein 20-minütiger Fußweg.“

In Vehlefanz wäre Platz für einen Neubau

Aus Sicht der Eltern wäre neben der Nashorn-Grundschule in Vehlefanz Platz für den so dringend benötigten Bau. Ralf Niedergesäß, Kreistagsabgeordneter der FDP zur MAZ: „Der Bedarf ist aufgrund der stetig steigenden Schülerzahl durch Zuzug vorhanden. Es kann nicht sein, dass die Schüler so weite Schulwege zurücklegen müssen. Darum setzen wir uns mit Vehemenz dafür ein, dass Oberkrämer eine weiterführende Schule bekommt.“

„Der Landkreis muss endlich den Zuzug berücksichtigen.“

Mutter Mandy Krenz (39) sauer: „Der Landkreis hat bisher einfach nicht den Zuzug von neuen Leuten berücksichtigt. Die Kapazitäten an den weiterführenden Schulen sind schon jetzt erreicht. Hier ist dringend Handlungsbedarf nötig.“

Die Zahlen sprechen für sich: Laut Schulentwicklungsplan soll es in Bötzow 266 Schüler geben, tatsächlich sind es aber 280 Kids. Und in Vehlefanz gibt es statt der geplanten 289 Schüler aktuell 323 – 34 mehr als geplant – Tendenz steigend.

Von Jeannette Hix

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