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Oberhavel Klare Absage für Oberschule in Oberkrämer
Lokales Oberhavel Klare Absage für Oberschule in Oberkrämer
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13:22 13.02.2020
Die zweite Fortsetzung der der Kreistagssitzung vom 4. Dezember am Mittwoch (12. Februar). Quelle: Helge Treichel
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Oranienburg

Eine weiterführende Schule soll in Oberkrämer nicht eingerichtet werden. Nach dem Willen der Mehrheit im Kreistag soll nicht einmal näher geprüft werden, ob eine solche Schule in der Gemeinde sinnvoll ist. Einen diesbezüglichen Beschlussvorschlag lehnten die Kreistagsmitglieder in ihrer Sitzung am Mittwoch mit 12 Ja- und 32-Neinstimmen ab – bei drei Enthaltungen.

Laut Antrag sollte der Landrat aufgefordert werden, in einer zukünftigen Schulentwicklungsplanung die Errichtung einer weiterführenden Schule in Oberkrämer zu untersuchen. Dabei sollten in Zusammenarbeit mit den Kommunen die neuesten Einwohnerprognosen berücksichtigt werden. Die Planungsgebiete sollten so zugeschnitten werden, dass der Bevölkerungszuwachs der vergangenen Jahre berücksichtigt wird. Und schließlich sollte die Schülerzahl pro Klasse auf 24 begrenzt werden.

Ursel Degner (Die Linke) Quelle: MAZ-Archiv

In der Beschlussbegründung verweist die Linke auf das erhebliche Einwohnerwachstum im südlichen Oberhavelkreis. Allein in den vergangenen fünf Jahren habe es in Oberkrämer 7,5 Prozent betragen, sagte Ursel Degner. Die Schulinfrastruktur sei bei dieser Entwicklung kaum hinterhergekommen – und der Bedarf wachse weiter. Auch in Velten würden inzwischen die Plätze knapp. Oberkrämer werde aber nicht von der Erweiterung der Oberschule Velten profitieren können, da auch in der Ofenstadt die Nachfrage steige. Ähnlich wird die Situation für Hennigsdorf beschrieben. Außerdem spreche ein sozialer Aspekt für eine Sekundarschule in Oberkrämer, da in der Grundschulzeit gewachsene Kontakte unterbrochen würden, wenn die Kinder ab Klasse sieben auf viele verschiedene Schulen im Kreis verteilt würden.

In seiner Stellungnahme widersprach Landrad Ludger Weskamp (SPD) vehement dem Eindruck, der Landkreis würde sich nicht ausreichend um Oberkrämer kümmern. Die per Beschluss geforderte Prüfung sei bereits erfolgt, nämlich in den Jahren 2017, 2018 und 2019, so Weskamp. Voraussetzung für eine neue Sekundarschule sei ein nachgewiesener zweizügiger Betrieb über mindestens fünf Jahre. „Die Zahlen geben das nicht her“, sagte der Landrat eindringlich. Er führte an, dass Einwohnerzahlen nicht automatisch auch Schülerzahlen steigen lassen. Klar erteilte er auch der Möglichkeit eine Absage, die Klassenfrequenz auf 24 Schüler zu begrenzen. „Das können wir nicht“, sagte er mit Verweis auf die Landesvorgaben. Dass der Schulträger keinesfalls gezwungen sei, die maximale Klassenstärke auszureizen, hielt Ex-Lehrerin Ursel Degner im MAZ-Gespräch entgegen.

Sogar ärgerlich reagierte Weskamp auf das Argument der Linken, die Barbara-Zürner-Oberschule in Velten habe in den vergangenen Jahren im Ü7-Verfahren bereits 50 Prozent der Schüler abweisen müssen. Für die 81 Plätze pro Jahrgang gebe es jeweils etwa 60 bis 80 Bewerbungen. „Es stimmt also nicht“, sagt der Landrat mit Blick auf die Beschlussbegründung. Ohnehin kämen derzeit 47 Prozent der Schülerschaft der Zürner-Oberschule aus Oberkrämer.

Von Helge Treichel

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