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Kremmen 110 Jahre Feuerwehr Kremmen
Lokales Oberhavel Kremmen 110 Jahre Feuerwehr Kremmen
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15:11 19.05.2019
Beim Feuerwehrball wurden vor dem Gruppenfoto Steffen Stemmler und Steve Henning für zehn jahre Mitgliedschaft geehrt. Quelle: Ulrike Gawande
Kremmen

1949 begann Martin Burdach, heute 86 Jahre alt, bei der Staffelder Feuerwehr. „Damals waren das noch andere Zeiten“, erinnert sich der Kremmener, der mittlerweile seit rund 50 Jahren zum Löschzug 1, der Freiwilligen Feuerwehr Kremmen gehört. „Nach dem Krieg gab es Bier und Arbeit bei der Feuerwehr.“

Feier in der Stadtparkhalle

Bis heute gehört Burdach zur Alters- und Ehrenabteilung und war auch am Sonnabend in der Stadtparkhalle in Kremmen dabei, als anlässlich des 110. Geburtstages der Kremmener Wehr der erste Feuerwehrball der Stadt stattfand, bei dem Kameraden, Angehörige, Unterstützer und Kremmener Bürger zusammen feierten. „Das ist eine schöne Idee“, lobte der 86-Jährige, dem es gut gefällt, dass sich die Kameradschaft innerhalb der Truppe „wieder verbessert“ habe. „Der Feuerwehrball ist ein Dankeschön für die große Einsatzbereitschaft der Kameraden“, erklärte Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU). Seit 110 Jahren, seit es die Feuerwehr gebe, sei Kremmen auch nicht mehr abgebrannt, scherzte der Stadtchef. Ihn begeistere, wie dieses Ehrenamt gelebt und hochgehalten werde. Deshalb sei es seitens der Stadt auch wichtig, dieses Engagement in Form von Technik und Räumlichkeiten zu unterstützen. „Ich freue mich darauf, die ersten Schritte (Anmerkung der Red.: für den Bau einer neuen Wache) einzuleiten und hoffe, dass es dann zügig voran geht.“

40 aktive Kameraden

Das hofft auch der Zugführer des Löschzuges 1 aus Kremmen und gleichzeitig stellvertretende Stadtbrandmeister Oliver Fritz (38). Auf 40 Aktive kann er derzeit zählen. Hinzukommen 13 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung und sechs Nachwuchskräfte in der Jugendfeuerwehr. Der Platzmangel in der vor 58 Jahren in Dienst genommenen Wache sei derart extrem, dass nicht nur der Mannschaftstransportwagen ins Scheunenviertel ausgelagert ist, sondern auch die anderen fünf Fahrzeuge erst aus dem Gebäude herausgefahren werden müssen, bevor die Kameraden einsteigen können, berichtet Fritz. „Die jetzige Wache ist zu klein und nicht mehr zeitgemäß. Der Standort am Schlossdamm wäre für eine neue Wache ideal, weil er auch erweiterbar wäre.“ Fritz ist froh, dass das Thema in der Stadt angegangen wird und auch die Feuerwehr in die Planungen miteinbezogen wird.

38 Einsätze bisher im Jahr 2019

38 Einsätze haben die Kameraden bereits in diesem Jahr absolviert. „Ein ganz normales Einsatzgeschehen.“ Doch Grund genug den Ehrenamtlichen und ihren Unterstützern mit dem Ball einmal Danke zu sagen, erklärt der Ortswehrführer. 2000 Euro habe man für die Veranstaltung als Projekt des Bürgerhaushaltes erhalten. „Kremmen hat zwar schon über 800 Jahre Stadtrecht, aber wir sind und bleiben ein Dorf. Umso schöner ist es, das Jubiläum der Wehr gemeinsam mit den Kremmenern zu feiern. Wir sind schließlich einer der ältesten Einrichtungen in der Stadt.“ Neue Mitglieder sind stets willkommen.

Von Ulrike Gawande

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