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Kremmen A24 am Wochenende gesperrt: Umleitung führt über die Dörfer
Lokales Oberhavel Kremmen A24 am Wochenende gesperrt: Umleitung führt über die Dörfer
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18:27 09.10.2019
Bauarbeiten an der A24 bei Fehrbellin. Der dortige Brückenabriss sorgt für die Vollsperrung am Wochenende. Quelle: Reyk Grunow
Kremmen

Der ADAC Berlin-Brandenburg warnt vor möglichen Staus rund um die A 24 am kommenden Wochenende. Wer kann, sollte die Region zwischen Neuruppin und Kremmen weiträumig umfahren. Von Freitagabend bis Montagfrüh ist die A 24 zwischen Neuruppin-Süd und Kremmen für sämtliche Fahrzeuge in beide Richtungen gesperrt.

Alle Autos werden ab Freitag über Dammkrug, Langen, Wustrau nach Herzberg und weiter über Beetz, Sommerfeld, Kremmen, Orion und Staffelde zur Anschlussstelle Kremmen umgeleitet. Ob es zu Staus auf der Umfahrung kommt, hängt unter anderem davon ab, wie viele Autos an diesem Wochenende auf der A 24 unterwegs sind.

„Auf jeden Fall müssen Autofahrer wegen der Vollsperrung zwischen Neuruppin-Süd und Kremmen die doppelte Fahrstrecke einplanen und etwa die dreifache Zeit“, sagt Jana Wierik vom ADAC Berlin-Brandenburg.

A24 auf 20 Kilometern gesperrt

Zwischen Freitag, 11. Oktober, 22 Uhr und Montag, 14. Oktober, 5 Uhr soll die alte Brücke über die Autobahn an der Abfahrt Fehrbellin abgerissen werden. Das geht nur, wenn unter der Überführung kein Auto hindurch rollt. Vier Tage lang, vom 11. bis 14. Oktober, wird die A 24 deshalb auf rund 20 Kilometern dichtgemacht.

Die Bauarbeiten fallen mitten in die Herbstferien. In 14 Bundesländern sind Familien derzeit im Urlaub. In Rheinland-Pfalz, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt enden die Ferien an diesem Wochenende.

Die Polizei in Neuruppin und in Oberhavel hat sich darauf vorbereitet, dass es auf den Umleitungsstrecken Staus und andere Probleme geben könnte. Was die Sperrung einer Autobahn über ein ganzes Wochenende bedeuten kann, haben die Beamten in Oberhavel in den vergangenen Monaten schon mehrfach erlebt. Rund um Mühlenbeck standen Autofahrer teilweise über mehrere Stunden, weil die Umleitungsstrecke durch den zusätzlichen Verkehr von der A 10 heillos überlastet war. Schließlich mussten die Beamten an mehreren Stellen eingreifen und den Verkehr von Hand regeln, damit es überhaupt weiterging. Die Staus lösten sich danach nur langsam wieder auf.

Polizei ist vorbereitet

Auch an diesem Wochenende könnte es dazu kommen, auch wenn auf der A 24 in aller Regel weniger Fahrzeuge unterwegs sind als auf der A 10. „Vorbereitet sind wir“, sagt Ariane Feuerbach von der Polizeidirektion in Neuruppin. Ihre Kollegen haben sich die offizielle Umleitungsstrecke zwischen Kremmen und Neuruppin nicht einmal genau angesehen, weil: „Wir kennen die neuralgischen Punkte“, sagt Ariane Feierbach. Wirklich eng könnte es eigentlich nur am Kreisel in Herzberg werden, wo der Verkehr auf der Bundesstraße 167 und auf der Umfahrung zusammentreffen. Auch in der engen Kremmener Altstadt könnte es Probleme geben.

„Die Vollsperrung der Autobahn hat es in sich“, sagt Jana Wierik vom ADAC. Allerdings bliebe den Baufirmen bei so einer Maßnahme gar nichts anderes übrig, als die gesamte Strecke zu unterbrechen. Das Ganze aufs Wochenende zu legen, hält sie noch für das geringere Übel: „Damit wird wenigstens der Berufsverkehr verschont.“

Die Vollsperrung an diesem Wochenende ist nur die erste. In zwei Wochen ist die A 24 erneut dicht – dann zwischen Herzsprung und Neuruppin-Süd. Vom 25. bis 28. Oktober lässt die Havellandautobahn-Gesellschaft die alte Autobahnbrücke an der Abfahrt Neuruppin abreißen, bestätigt deren Sprecher Steffen Schütz.

Von Reyk Grunow

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