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Kremmen Ausflugstipp: Zu Besuch in einem Alpendorf
Lokales Oberhavel Kremmen Ausflugstipp: Zu Besuch in einem Alpendorf
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00:22 11.01.2019
Im Sommer ist das Gelände geradezu idyllisch. Quelle: Klinik
Sommerfeld

Normalerweise geht man ja eher ungern in eine Klinik. In Sommerfeld dagegen kann man auch mal zur Klinik spazieren, ohne krank zu sein. Denn das Gelände am Ende der Waldhausstraße ist sehr sehenswert und auch mal eine kleine Wanderung wert.

Das etwa 120 Hektar große Gelände hat in seinem Zentrum eine echte architektonische Überraschung parat: ein ganzes Ensemble alpiner Landhäuser als Zeugnis der wilhelminischen Zeit. Erbaut worden ist der Komplex in den Jahren 1912 bis 1914. Seit 1995 steht er unter Denkmalschutz. Das damalige „Waldhaus Charlottenburg“ ist außerhalb Berlins direkt an einem Waldgebiet errichtet worden, damit die Patienten die saubere Landluft ohne Rauch und Staub einatmen konnten. Die Konzeption war eine Mischung aus Krankenhaus und Heimstätte für Menschen die schwer, oft unheilbar krank waren.

Das Eingangsportal am Ende der Waldhausstraße. Quelle: Robert Tiesler

Aber warum im Alpenstil? „Als architektonische Form für die weitläufige Lungenheilstätte wählte der Architekt Heinrich Seeling die Gestalt einer dörflichen Alpenidylle, wohl auch deshalb, weil das nahe an Berlin gelegene Waldhaus den oft sozial schwachen Tuberkulosekranken die teuren Spezialkliniken in Höhenlagen ersetzen sollte“, so heißt es auf der Historienseite der Sommerfelder Sana-Kliniken. Am Ende der Waldhausstraße befindet sich das Eingangsportal. Von dort aus können auch Spaziergänger auf dem Weg über das Gelände die alten Häuser bestaunen.

Dass sich auch Gäste das Gelände ansehen, ist in Sommerfeld durchaus gewollt. Immerhin werden an vielen Abenden dort auch Kulturveranstaltungen – Konzerte, Kabarettabende, Reisevorträge oder Lesungen – angeboten, die sich nicht nur an die dortigen Patienten richten.

Von Robert Tiesler

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