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Kremmen Bürgerhaushalt 2019: Bilanz ist gemischt
Lokales Oberhavel Kremmen Bürgerhaushalt 2019: Bilanz ist gemischt
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01:16 14.04.2019
Wahl zum Bürgerhaushalt 2019 in Kremmen. Quelle: privat
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Kremmen

Insgesamt 274 Menschen haben sich in Kremmen und den Ortsteilen an den Wahlen zum Bürgerhaushalt 2019 beteiligt. Das sind sehr viel mehr als im Vorjahr, als allerdings noch nicht in allen Ortsteilen nach den diesjährigen Regeln gewählt und die Teilnehmer gezählt worden sind. Allerdings war die Beteiligung recht unterschiedlich. Während im recht kleinen Staffelde 33 Leute dabei waren, sind es im einwohnerstärkeren Sommerfeld nur 27 gewesen. Am schlechtesten schnitt Beetz ab, obwohl das Dorf nicht der kleinste Kremmener Ortsteil ist – nur 18 Leute waren dort wählen.

Entsprechend unzufrieden äußerte sich der Beetzer Ortsvorsteher Peter Winkler (SPD). „Ich war ein bisschen enttäuscht“, sagte er nach der Wahl zur MAZ. „Die Versammlung war bestens besucht“, sagte dagegen Groß-Ziethens Ortsvorsteherin Astrid Braun (Bürgergemeinschaft Groß-Ziethen). Trotz der verhältnismäßig niedrigen Zahl sprach Jürgen Kurth (UWG/LGU) in Sommerfeld von einem „großen Interesse an dem Vorgang“. Hohenbruchs Ortschef Arthur Förster (UWG/LGU) merkte dagegen an, dass der Aufwand für die Verwaltung sehr groß sei. Er könne sich eine einfachere Art der Wahl, einen anderen Modus vorstellen.

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Die Bilanz von Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) fällt ebenfalls gemischt aus. Er freue sich, dass die Beteiligung um weit mehr als 100 Prozent gestiegen sei. Er führt das darauf zurück, dass ein entsprechender Flyer dem von der Verwaltung herausgegebenen Kremmen-Magazin beilag. Andererseits sagt er: „Wenn ich mir die Beteiligung prozentual ausrechne, bin ich mir nicht sicher, ob der Bürgerhaushalt ein Erfolg ist. Wir liegen bei unter sieben Prozent Beteiligung der Bevölkerung.“ Er sei aber Susanne Rücker sehr dankbar, die Verwaltungsmitarbeiterin habe sich um die Umsetzung der Wahlen gekümmert und „fantastische Arbeit“ geleistet.

Dennoch solle noch mal an der Satzung für den Bürgerhaushalt in Kremmen gearbeitet werden. „Es gab Bürger, die sich beschwert haben, dass keine Briefwahl möglich ist“, so Sebastian Busse am Donnerstag. Außerdem habe es Nachfragen gegeben, warum man als Bürger von Staffelde beispielsweise nicht für die Storchenkamera an der Schule in Kremmen stimmen könne. Nachdenken müsse man auch darüber, ob sich der Arbeitsaufwand lohne, die Wahl in allen Ortsbeiräten durchzuführen. „Es wird Vorschläge geben“, so Busse.

Von Robert Tiesler

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