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Kremmen Bundespräsident übernimmt Patenschaft für die kleine Neela
Lokales Oberhavel Kremmen Bundespräsident übernimmt Patenschaft für die kleine Neela
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20:42 25.11.2019
Familie Greitzke aus Ludwigsaue hat 7 Kinder und bekommt vom Bundespräsidenten eine Ehrenurkunde mit Patenschaft. Quelle: Robert Tiesler
Ludwigsaue

Neela Alice Greitzke aus Ludwigsaue ist etwas mehr als neun Monate alt und hat seit Montag einen besonderen Patenonkel: nämlich den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Familie Greitzke bekam am Vormittag aus den Händen von Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse die Urkunde für die Ehrenpatenschaft.

Neela ist das siebente Kind von Kristina Greitzke (42). Insgesamt haben sie und ihr Mann Stefan (58) sogar schon elf Kinder. Sie hatte in der ersten Ehe vier Kinder – Benedikt (21), Lara (18), Kyara (15) und Raja (13) – , er hatte ebenfalls schon vier Kinder. Hinzu kamen drei gemeinsame Kinder – Taavi (9), Sunja (7) und Neela (neun Monate). „Sechs Kinder wohnen noch bei uns“, erzählte Stefan Greitzke. „Wir haben den Altersdurchschnitt den Ludwigsaue massiv gesenkt.“

Erst 2016 ist die Familie aus Berlin ins Dorf gezogen. „Wir haben das Grundstück mit Freunden gekauft, eine kleine Genossenschaft gegründet.“ Ursprünglich hatten die ein Objekt in Germendorf, das hatte dann aber kurzfristig nicht geklappt. Als sie dann erstmals in Ludwigsaue waren, haben sie sich gleich in den Ort verliebt. „Das ging dann relativ zügig.“ Was sie beim Umzug ein wenig unterschätzt hatten, ist die unzureichende Infrastruktur. „Es fährt ein Bus, aber wir haben vorher nicht darauf geachtet wie oft.“ Gerade in Hinblick auf den Bahnhof Sommerfeld würden die Busanschlüsse nicht funktionieren.

Glückwünsche vom Bundespräsidenten. Quelle: Robert Tiesler

Stefan Greitzke muss zur Arbeit nach Berlin pendeln. Er ist Erzieher und Medienpädagoge und ist im öffentlichen Dienst angestellt. „Die Fahrerei ist anstrengend, aber die Familie braucht ja die Finanzen.“ An der Bahnstrecke gebe es immer wieder Zugausfälle. Er musste schon mal mit dem Rad von Hennigsdorf bis Ludwigsaue fahren.

Dennoch würden sie das Leben auf dem Dorf genießen. Auch im örtlichen Heimatverein engagieren sie sich bereits mit. „Für Ludwigsaue sind sie ein Schatz“, sagte Bürgermeister Sebastian Busse zur Familie. Er freut sich, wie sie sich im Dorf integriert hat.

Nach dem sechsten Kind sollte übrigens eigentlich Schluss sein. „Wir haben dann aber lange überlegt, und es war dann eine ganz dolle, bewusste Entscheidung.“ Neela war ein Wunschkind. „Aber ein achtes Kind wird es nicht geben“, sagt Stefan Greitzke. Das Paar findet es schade, dass kinderreiche Familien offenbar eins schlechtes Image haben. „Man wird durchaus schief angeguckt, wenn man unterwegs ist“, sagt der Familienvater. „So von wegen Assi. Das hat sich in der Gesellschaft wohl so durchgesetzt.“ Er selbst ist übrigens Einzelkind.

Neben der Urkunde vom Bundespräsidenten gab es auch noch 500 Euro, und vom Bürgermeister zusätzlich ein Bilderbuch.

Von Robert Tiesler

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