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Kremmen Dana Wölfer: Kinderchor, Harmonie und Weibration
Lokales Oberhavel Kremmen Dana Wölfer: Kinderchor, Harmonie und Weibration
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17:48 15.02.2019
Dana Wölfer mit den Kindern in der Grundschule in Beetz. Quelle: Robert Roeske
Sommerfeld

Chöre waren schon immer ihre Leidenschaft. Mitunter war sie gleichzeitig in drei Chören Mitglied. Inzwischen lässt sie es etwas ruhiger angehen.

Erst vor drei Jahren ist Dana Wölfer nach Sommerfeld gezogen. Die 40-Jährige hat es mit der Familie raus aus Berlin gezogen. Schnell hat sie auch hierzulande nach Anschluss gesucht – und fand ihn. Sie singt im Chor „Harmonie“, der jeden Dienstagabend in der Alten Schule in Sommerfeld probt. Und mittwochs trifft sie sich mit ihren Frauen.

Der Chor an der Grundschule Beetz. Quelle: Robert Roeske

„Das ist aus einer Volleyballgruppe heraus entstanden“, erzählt Dana Wölfer. „Da habe ich rumgefragt, wer denn mal Lust hat zu singen.“ Daraus entstanden ist eine Runde mit bis zu zehn Frauen. Sie treffen sich in einer ausgebauten Beetzer Scheune. Alle bringen etwas zu essen und trinken mit, und dann wird erst mal erzählt. Im Laufe des Abends gehen sie zum Singen über. „Das allererste Lied, das wir hier gesungen haben, war ,Guten Abend, gute Nacht’“ Wobei es nie darum gehe, irgendwo aufzutreten. „Wir singen aus Spaß an der Freude, und wenn was Gutes dabei rauskommt, dann sind wir selbst überwältigt.“ Weibration nennt sich die locker-lustige Gruppe.

Ursprünglich stammt Dana Wölfer aus Prenzlau. Sie sang im Schul- und Schulkammerchor des städtischen Gymnasiums und im Uckermärkischen Konzertchor. Nach dem Abitur 1998 wollte sie eigentlich auch beruflich etwas mit Musik machen. Allerdings nahmen die Chöre und das Abi viel Zeit in Anspruch, die Erlernung eines Instrumentes sei eine Frage des Geldes gewesen. So wurde dann schließlich nichts draus, stattdessen wurde sie Hotelfachfrau. Aber die Schichten in diesem Job haben sich mit dem Kind nicht vertragen. Sie lebte nun in Berlin-Heiligensee und arbeitete dann bei den Schwiegereltern als Verkäuferin an der Mühlenbecker Tankstelle. So blieb auch wieder Zeit fürs Singen. Sie wurde Mitglied im Spätlesechor-Chor im Diakoniezentrum und nahm dort an einem Musicalprojekt teil. Es hieß „Bunt wie Musik“, Inklusion hatte dabei eine große Rolle gespielt, unterstützt von der Aktion Mensch.

Dana Wölfer und der Beetzer Kinderchor. Quelle: Robert Roeske

Schon vor dem Umzug nach Sommerfeld stand dann bereits die Frage im Raum: Gibt es dort einen Chor? Sie fand die „Harmonie“ . „Ich singe dort gern, ich mag einfach die Menschen.“ Inzwischen leitet sie auch mal den Chor, wenn Martina Hannemann mal ausfällt. „Damit die Konzerte nicht ausfallen, habe ich mich an ihre Stelle vertretungsweise rangetraut. Alles hat super geklappt.“ Sie profitiere inzwischen sehr von den unterschiedlichen Chören, sagt sie.

Jeden Freitagmittag ist sie zudem in der Beetzer Grundschule. Dort leitet sie einen Kinderchor. „Sie sollen vor allem Spaß daran haben“, sagt Dana Wölfer. „Wichtig ist mir, dass sie Selbstbewusstsein entwickeln. Es kommt da nicht immer auf die richtigen Töne an. Sie sollen mit Freude dorthin kommen.“ Allerdings wird dafür noch technisches Equipment benötigt. „Wir suchen noch Sponsoren für eine Chortreppe und Podeste sowie Chormikrofone.“ Infos und Kontakte dafür gibt es auf der Internetseite des Fördervereins. Da die Grundschule in Beetz beim Minimusikerprojekt mitmacht, werde der Chor auch auf der in dem Zuge entstehenden CD vertreten sein.

Die Frauengruppe und der Chor „Weibration" in Beetz. Quelle: Robert Tiesler

„Man kann sagen, neben der Familie bestimmt Musik mein Leben“, sagt die Sommerfelderin. Immer am Sonnabend nimmt sie Klavierunterricht. „Ich arbeite aktuell daran, meinen damaligen Traum im Bereich Musik zu verwirklichen.“ Dabei hat sie viele Helfer. „Ute Weber, die Schulleiterin, ist immer offen für Neues und hat mir die Möglichkeit gegeben, mit Kindern zu arbeiten.“ Auch viele ihrer Gesangslehrer hätten ihr Leben geprägt.

Von Robert Tiesler

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