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Kremmen Torfschicht auf dem Feld sorgt für immer neue Flammen
Lokales Oberhavel Kremmen Torfschicht auf dem Feld sorgt für immer neue Flammen
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17:48 27.07.2018
Vierter Einsatz für die Feuerwehren aus der Region auf dem Feld am Kremmener Luchweg. Quelle: Feuerwehr Staffelde
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Kremmen

Es sind arbeitsreiche Tage für die Feuerwehr. Bei der aktuellen Hitze müssen sie immer wieder zu Bränden ausrücken. Die Feuerwehren mussten am Donnerstagabend erneut zum Feld am Kremmener Luchweg. Zum vierten Mal innerhalb weniger Tage brach auf dem Feld ein Feuer aus.

Am frühen Abend sind die Feuerwehren aus Kremmen, Staffelde, Beetz-Sommerfeld, Flatow, Vehlefanz, Bötzow, Germendorf und Velten alarmiert worden. Nach Angaben der Staffelder Wehr hatte das Feuer schon auf einige Heuballen übergegriffen. Deshalb seien später weitere Tanklöschfahrzeuge nachalarmiert worden.

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Um den Feldbrand zu löschen, mussten die Ballen auseinandergezogen werden, um sie besser löschen zu können, berichtete die Vehlefanzer Wehr auf Facebook. „Es war eine sehr gute Zusammenarbeit, so dass der Einsatz zügig für alle zu Ende war“, heißt es dort wörtlich. Gegen 20 Uhr konnten am Donnerstagabend die Löschmaßnahmen beendet werden.

Am Luchweg hatte es am 18. Juli erstmals gebrannt. Nach Angaben von Stadtbrandmeister Gerd Lerche hatte es einen technischen Defekt an einem Traktor gegeben, der den Brand ausgelöst hatte. Am Dienstag mussten die Wehren ein zweites Mal ausrücken. Einsatz Nummer drei folgte am Mittwochmittag, Nummer vier am frühen Donnerstagabend. Dass die Flammen immer wieder auflodern, hat mit der Torfschicht auf den Feldern am Luchweg zu tun, so Gerd Lerche. In der Hitze könnte es dort immer wieder Probleme geben – so lange kein Regen komme. „Das ganze Gebiet ist sehr sensibel.“ In der Facebook-Gruppe „Wir in Kremmen“ kam deshalb schon die Frage auf, ob der Landwirt, dem das Feld gehört, nicht wässern könne. Gerd Lerche dazu: „So viel Wasser gibt’s gar nicht.“ Die Kameraden der Feuerwehr würden das Gebiet schon kennen, bereits früher sei es dort immer wieder zu Problemen gekommen.

Bei den Löscharbeiten gebe es aber immer wieder auch Hilfe von den Bauern. Der Spargelhof brachte einen 20 000-Liter-Behälter, und die Orion Agrar-GmbH brachte einen Anhänger mit Frischwasser aus dem nahen See.

Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) bedankt sich aus seinem Urlaub heraus: „Ich danke euch allen für eure Bereitschaft, egal zu welcher Zeit und egal in welcher Schwierigkeit.“

Von Robert Tiesler