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Kremmen Ernteschluss 2019: Etwa 900 Tonnen Spargel gestochen
Lokales Oberhavel Kremmen Ernteschluss 2019: Etwa 900 Tonnen Spargel gestochen
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17:16 21.06.2019
Betriebsleiter Yule Zebe auf einem der Spargelfelder bei Kremmen. Quelle: Robert Tiesler
Kremmen

Normalerweise dürfte der Spargel bis zum 24. Juni gestochen werden, also bis zum kommenden Montag. In Kremmen ist allerdings jetzt schon Schluss. Auf einem Feld bei Flatow ist am Freitagvormittag der letzte Kremmener Spargel 2019 gestochen worden. „Das ist immer unser letztes Feld“, sagte Malte Voigts, der Geschäftsführer des Spargelhofes Kremmen, am Freitag. „Letztes Jahr haben wir das Feld zu sehr gereizt, ich wollte unbedingt bis zum 24. stechen.“ Das habe dem Acker nicht gutgetan.

Viele Erntehelfer werden an diesem Wochenende bereits den Heimweg antreten. „Wir hatten glücklicherweise immer ausreichend Leute“, so Malte Voigts weiter. „Mal sehen, wie das in Zukunft ist.“ Er gehe davon aus, dass die, die abgereist seien, aber recht zufrieden mit ihrem Job in Kremmen gewesen seien. Viele Spargelhöfe haben mehr und mehr Probleme damit, genügend Personal zu finden. In Kremmen ist deshalb unter anderem in die Unterkünfte investiert worden.

In diesem Jahr ist weniger Spargel gestochen worden als 2018: Insgesamt etwa 900 Tonnen sind geerntet worden. Im vergangenen Jahr waren es 1100 Tonnen. Die niedrigere Zahl ist allerdings schon beim Erntestart einkalkuliert worden, wie der Geschäftsführer erläuterte. „Wir haben die Anbaufläche leicht reduziert.“ Hintergrund: Im vergangenen Jahr habe erstmals ein Überangebot an Spargel geherrscht. Das habe man 2019 verhindern wollen.

Spargelspitzen. Quelle: Robert Tiesler

Schon am Sonntag wird das Spargelzelt letztmals geöffnet sein, dann wird es abgebaut. Die Gastronomie gehe dennoch weiter – im „Landwirt“. „Wir hatten mehr Besucher im Zelt“, sagte Beate Gebauer vom Marketingteam des Spargelhofes. Es habe ein neues Reservierungssystem gegeben, das zu weniger Wartezeiten geführt habe. „Daran haben wir lange und hart gearbeitet.“ Wenn sowohl das Zelt als auch die Terrasse voll seien, sei es eine Herausforderung, alles im Blick zu behalten.

Wie Malte Voigts am Freitag sagte, gibt es Überlegungen, anstatt des Zeltes neu zu bauen. „Vielleicht etwas mit einem Scheunencharakter.“ 2020 werde das aber „mit Sicherheit noch nicht der Fall sein“, so der Geschäftsführer weiter. „Wir wollen die Attraktivität steigern.“

Bald beginnt die Heidelbeerernte. „Allerspätestens am 1. Juli beginnen wir zu pflücken“, sagte Malte Voigts. Die Gastronomie werde weiterhin jeden Tag geöffnet sein. Auf der Terrasse neben dem Restaurant werde zudem eine große Wasserrutsche aufgebaut, kündigte Beate Gebauer an. Auch ein Hüpfkissen sei geplant. „Wir wollen auch den Spielplatz ein bisschen aufpeppen“, ergänzte Malte Voigts.

Von Robert Tiesler

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