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Kremmen Die ersten Zicklein auf dem Karolinenhof sind da
Lokales Oberhavel Kremmen Die ersten Zicklein auf dem Karolinenhof sind da
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12:57 24.02.2019
Gela Angermann (r.) und ihr Team tränken die jungen Zicklein. Quelle: Robert Roeske
Flatow

Und dann steigt Gela Angermann in den Stall, in der Hand hat sie eine Flasche Milch. Die kleinen Zicklein müssen getränkt werden. „Die Tiere bekommen jetzt am Anfang etwa 100 Milliliter Milch“, erklärt die Gründerin der Ziegenkäserei Karolinenhof. Um sie herum steht eine Handvoll Besucher, die die frisch geborenen Tierchen sehen wollen. Am Sonnabend und Sonntag hatte der Karolinenhof zum Zicklein-Schauen eingeladen, und schon am frühen Nachmittag waren fast alle Parkplätze belegt. Petra Schöder stand mit Sophia (8) und Bruno (2) ganz vorn am Zaun des Stalls. Mehrmals im Jahr kommen die Falkenseer nach Flatow. Der Weg sei ja nicht weit. „Wir wollen einfach raus in die Natur und den Kindern zeigen, wie hier der Käse gemacht wird.“

Gela Angermann mit einem der Tierchen. Quelle: Robert Roeske

Den ersten Käse allerdings wird es frühestens in zwei Wochen geben. Denn die Zicklein auf dem Hof sind etwa acht Wochen später auf die Welt gekommen als normal. Erst Mitte Februar wurden die ersten drei Tierchen geboren, mittlerweile sind es etwa 15. In den kommenden Tagen rechnet Gela Angermann damit, dass alle der rund 100 trächtigen Ziegen ihre Jungen zur Welt bringen. Und das werden eine Menge sein: Etwa zwei bis drei Zicklein kann eine Ziege austragen.

Der heiße Sommer ist schuld am verspäteten Nachwuchs

Verantwortlich für den verspäteten Nachwuchs sei wohl der heiße Sommer gewesen. Die Ziegen waren Mitte August 2018, als die Böcke in die Herde kamen, einfach noch nicht „bockig“ – also bereit zur Paarung. Ziegen, erklärt Gela Angermann, bevorzugen die Paarung, wenn es Herbst wird. Und das war beim Super-Sommer 2018 im August noch nicht abzusehen. Deshalb gibt es aktuell noch nicht genug Milch von den Muttertieren, um Käse daraus herzustellen.

Für Kinder sind die Zicklein das Highlight auf dem Hof. Quelle: Robert Roeske

Für Gela Angermann, die den rund 30 Hektar großen Hof als Mitglied einer GbR führt, ist das ärgerlich. Denn eigentlich sollte die Saison auf dem Hof schon am 15. Februar eröffnet werden, samt frischem Ziegenkäse. Am vergangenen Wochenende fragten wieder viele Kunden nach dem Käse, sie mussten vertröstet werden. Auch das Jahr 2017 sei schlecht gelaufen, weil der Sommer viel zu feucht war. „Für uns ist das natürlich immer mit zusätzlichen Kosten verbunden“, erklärt die 50-Jährige. Immerhin wird auf dem Hof auch das Futter für die Tiere – unter anderem Getreide und Heu – angebaut. „In den letzten beiden Jahren lief das wetterbedingt nicht gut, da mussten wir Futter dazukaufen“, sagt Gela Angermann.

Die Zicklein sind noch bis 17. März zu sehen

Dass der Klimawandel dahinterstecken könnte, will die Flatowerin nicht ausschließen. „Das Wetter ist wirklich unberechenbar geworden.“ Sie hofft nun auf einen möglichst stinknormalen Sommer, damit genug Futter für ihre Tiere zusammenkommt und die Ziegen rechtzeitig „bockig“ werden.

Die meisten Zicklein werden aber geschlachtet, sonst hätten die Muttertiere nicht genug Milch für die Käseherstellung. Bis dahin ist aber noch Zeit. Bis 17. März ist der Karolinenhof jeden Sonnabend und Sonntag zwischen 12 und 16 Uhr geöffnet, die Gäste können das Tränken der Zicklein beobachten.

Von Marco Paetzel

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