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Kremmen Freifunk soll für kostenloses W-Lan sorgen
Lokales Oberhavel Kremmen Freifunk soll für kostenloses W-Lan sorgen
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01:54 06.06.2019
W-Lan mit Freifunk am Bahnhof in Kremmen. Quelle: Robert Tiesler
Kremmen

Der Freifunk-Verein Oberhavel will mehr kostenloses W-Lan in Kremmen. Entsprechende Ideen sind am Mittwochabend im Altstadtstübchen vorgestellt worden.

Freifunk ist im Idealfall ein stadtweites, gemeinschaftliches Netz, aufgebaut von Bürgern für Bürger. Die stellen bei sich zu Hause einen zusätzlichen Internet-Router auf, stellen ihn so, dass er von der Straße aus empfangbar ist, um so das W-Lan zur Verfügung zu stellen. Vom eigenen Internet ist das Freifunk-System getrennt, so dass Fremdnutzer keine Virengefahr ins eigene Netz bringen können. Wie Andreas Scherbaum vom Freifunk-Verein erklärt, funktioniert das System außerdem so, dass, wenn sich weitere Nachbarn dem System anschließen, sich die verschiedenen Router zusammenschließen. Der Effekt: Fällt bei einem Nachbarn das Internet aus, könnte es beim anderen noch funktionieren, weil er vielleicht einen anderen Provider hat.

Das Freifunk-Logo. Quelle: Freifunk

In Glienicke hat 2016 alles angefangen. Dort sind Router in zentralen öffentlichen Gebäuden aufgestellt worden, die Gemeinde stellte das Internet zur Verfügung. Aus dem Bürgerhaushalt 2017 gab es zudem finanzielle Mittel, um weitere Router anzuschaffen.

Freifunk funktioniert nur, wenn man Leute findet, die mitmachen“, sagt Vereinsmitglied Ernst-Günter Gießmann. Wo aber ist der Nutzen für denjenigen, der sich den zusätzlichen Freifunk-Router zulegt, um anderen öffentliches W-Lan zu ermöglichen? „Da geht es um Solidarität“, sagt Andreas Brunner. Der Kremmener stellt Freifunk vor dem Bahnhofsgebäude der Stadt zur Verfügung.

Gerade erst hat Kremmen 15.000 Euro Fördermittel von der EU bekommen für die Anschaffung von öffentlichem W-Lan bekommen. In diesem Zusammenhang will sich der Freifunk-Verein ins Spiel bringen. Bei den großen Mobilfunkanbietern koste ein Zugangspunkt nach Angaben von Andreas Brunner gern mal 12.000 Euro. Das hieße, dass mit den 15.000 Euro gar nicht so viel möglich sei. Mit dem Freifunk sei das anders, weil durch den Zusammenschluss der Router die Signale weit gestrahlt werden könnten. „Wir sind mit dem Bürgermeister in Kontakt“, so Andreas Brunner weiter.

Denkbar in Kremmen wären Router am Rathaus, auf dem Kirchturm, auf dem Turm an der Feuerwehr oder an der Stadtparkhalle. Mit 3500 Euro komme man in Kremmen schon recht weit. „Es ist auch wichtig, die Ortsteile nicht zu vergessen“, sagte Andreas Brunner.

Auf der Freifunk-Seite im Internet gibt es weitere Informationen. Kontakt zum Verein per E-Mail: oberhavel@freifunk.net.

Von Robert Tiesler

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