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Kremmen Initiative sammelt Geld für Radweg von Kremmen nach Linum
Lokales Oberhavel Kremmen Initiative sammelt Geld für Radweg von Kremmen nach Linum
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17:32 15.02.2019
In Richtung Linum gibt es von Orion aus an der Landesstraße derzeit keinen Radweg. Quelle: Robert Roeske
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Kremmen

Wer derzeit mit dem Fahrrad von Kremmen nach Linum möchte, muss sich die Straße mit den Autos teilen, die dort unterwegs sind. Eine Busverbindung zwischen den beiden Orten gibt es auch nicht. Eine Projektinitiative Radweg KremmenLinum möchte an der Situation etwas ändern. Die Aktivisten fordern den Bau eines Radweges und haben dafür, gemeinsam mit dem Verein Changing Cities und dem ADFC Brandenburg, eine Spendenaktion ins Leben gerufen.

Bis zum 18. Februar werden zunächst 2570,40 Euro benötigt, um die konkrete Umsetzung eines Radweges zu beschleunigen. Mit diesem Geld sollen eine Kostenschätzung und ein Finanzierungskonzept erarbeitet werden. Dass das Interesse da ist, das glaubt Eva Witzgall, die Sprecherin der Radinitiative: „Eine Unterschriftensammlung im Herbst 2018 in den Kreisen Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel erzielte mit 1638 überwiegend lokalen Unterschriften aus den betreffenden Gemeinden eine überwältigende, positive Resonanz.“ Diese Dynamik wolle die Projektinitiative nutzen und eine fertige Kostenschätzung sowie ein Finanzierungskonzept einer professionellen Planungsgesellschaft den Gemeinden auf den Tisch legen.

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Grüne unterstützen das Projekt

Zuständig für den Bau eines Radweges an der Landesstraße wäre jedoch zunächst das Land, und ob die finanziell klammen Kommunen Kremmen und Fehrbellin das Projekt stemmen können und wollen, steht in Frage. Thomas von Gizycki von der Fraktion Grüne/Piraten im Kreistag teilte am Freitag mit, dass die Fraktion die Initiative zum Bau eines Radweges zwischen Kremmen und Linum unterstütze.

„Wir haben eine Kostenschätzung für das Projekt beauftragt“, so Thomas von Gizycki weiter. Demnach würde der Bau etwa 4,6 Millionen Euro kosten. „Eine durchaus machbare Größenordnung, denn ein solches Projekt ist nicht nur verkehrspolitisch sinnvoll, sondern auch für die Entwicklung des Tourismus in der Region sehr nützlich.“ Die Grünen würden daher vorschlagen, dass der Landkreis Oberhavel noch in diesem Jahr mit der Umsetzungsplanung beginne. Gleichzeitig sollten Gespräche mit dem Landkreis Ost-Prignitz-Ruppin aufgenommen werden.

Rundweg über Linumhorst und Hakenberg

Bei der Strecke könnte es sich um einen Rundweg handeln. Er führt vom Kremmener Bahnhof durch die Innenstadt, weiter über die Felder nach Linumhorst, über die für Autos gesperrte Rhinbrücke nach Hakenberg, weiter nach Linum und Flatow bis zur Landesstraße 170 nach Charlottenau bei Staffelde.

Auf der Internetseite www.radweg-kremmen-linum.de gibt es Informationen zu den Spendenmöglichkeiten.

Von Robert Tiesler

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