Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kremmen Jeder Raser ist einer zuviel
Lokales Oberhavel Kremmen Jeder Raser ist einer zuviel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:41 22.04.2018
23 Autofahrer zogen die Revierpolizisten vor der Kita in Sommerfeld wegen zu hoher Geschwindigkeit aus dem Verkehr. Quelle: Nadine Bieneck
Sommerfeld

26 km/h mehr als erlaubt – so der traurige Spitzenwert, den Polizeihauptmeister Wingolf Kirchner auf der Dorfstraße in Sommerfeld vor der „Villa Kunterbunt“ während des Blitzermarathons am Mittwochvormittag (MAZ berichtete) ermittelte. Erst zum Jahresbeginn wurde die 30er-Zone vor der Kita eingeführt, anschließend erhielten die Autofahrer eine „Schonfrist zur Umgewöhnung“, wie Revierpolizist Frank Fiedler berichtet. Sogar die Verkehrsschilder wurden nach Hinweisen noch einmal nachgebessert, rausreden könne sich jetzt niemand mehr: „Tempo 30 ist nun mal Tempo 30. Daran hat sich jeder Verkehrsteilnehmer zu halten“, so Fiedler.

Erwischte Verkehrssünder zumeist einsichtig

Der junge Mann, der 8.30 Uhr dennoch mit 56 km/h vor der Kita über die Dorfstraße bretterte, wollte sich gegenüber der MAZ nicht dazu äußern. Anders Kerstin Kaiser, die mit 11 km/h mehr als erlaubt auf der Tachonadel angehalten wurde und sich sofort einsichtig zeigte: „Das tut mir sehr leid“, so die 53-Jährige, die kurz zuvor ihre Schwiegermutter eingesammelt hatte und nun auf dem Heimweg war. „Wir haben uns einfach verquatscht, ich habe nicht auf die Verkehrsschilder geachtet“. Die Kontrolle hält die gebürtige Kremmenerin „für absolut berechtigt.“ Seit 20 Jahren fahre sie Auto, noch nie sei sie geblitzt worden. „Am Morgen habe ich sogar noch von dem Blitzermarathon gelesen“, ärgerte sie sich vor allem über sich selbst. „Ich werde auf jeden Fall daraus lernen.“ Und das nicht nur wegen der 25 Euro Verwarngeld, welche die 53-Jährige nun zahlen muss.

Mit 56 km/h statt der erlaubten 30 km/h wurde ein Autofahrer vor der Kita „Villa Kunterbunt“ in Sommerfeld beim Blitzermarathon gemessen. Quelle: Nadine Bieneck

Die Mehrzahl der ertappten Sünder reagierte am Mittwochvormittag verständig, wie Frank Fiedler berichtete, der alle paar Minuten mit der Stoppkelle auf die Straße eilte, um die ertappten Raser aus dem Verkehr zu ziehen. „Viele achten nicht auf das Limit, denken nicht daran oder haben einfach nur getrieft.“

Polizeihauptmeister Wingolf Kirchner und Revierpolilzist Frank Fiedler kontrollierten im Rahmen des vierten europaweiten Blitzermarathons am 18. April 2018 in Oberhavel vor der Kita „Kunterbunt“ in Sommerfeld (Kremmen) die Einhaltung der Tempo-30-Zone. Spitzenreiter der erwischten Verkehrssünder war ein Autofahrer, der die 30er-Zone mit 56 km/h passierte.

Doch jeder Schnellfahrer sei einer zu viel. Insbesondere im Bereich der Sommerfelder Kita, in dem es zwar noch keinen Verkehrsunfall gab, doch wolle man, dass das „auch so bleibt“, wie der Revierpolizist erklärt. Den Blitzermarathon begrüßt er. Zugleich appelliert er an die Autofahrer: „Schön wäre es, wenn sie immer ordnungsgemäß fahren, nicht nur, wenn sie wissen, dass geblitzt wird.“

Deutlich mehr Raser ertappt als noch im Vorjahr

23 Verkehrssünder brachte die rund dreistündige Aktion in Sommerfeld am Mittwoch. Im gesamten Land Brandenburg wurden in den ersten sechs Stunden des Blitzmarathons 1705 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt – mehr als doppelt so viele wie noch im letzten Jahr. Die abschließenden Zahlen gibt die Polizei erst am heutigen Donnerstag bekannt.

Von Nadine Bieneck

Im Kremmener Asylbewerberheim leben momentan 177 Menschen aus 18 Nationen. Ein Jahr nach dem Brandanschlag herrscht auf dem Gelände mit den neun Häusern eine relativ entspannte Stimmung. Bis mindestens 2019 hat der Landkreis die Häuser noch angemietet.

22.04.2018

Die Leute vom Kremmener Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch kämpfen weiter gegen Windräder im Wald bei Beetz, Sommerfeld, Hohenbruch und Neuhof. Nun bekommen sie Unterstützung von der Deutschen Wildtier-Stiftung. Ein erstes Treffen fand schon statt.

16.04.2018

Der Hohenbrucher Tierschutzverein „Nordische in Not“ hat seit Montag ein eigenes Auto. Mit dem Tierhilfewagen sind Ralf Hewelcke und sein Team nun unterwegs. Möglich macht das eine Spende eines großen deutschen Unternehmens.

19.04.2018