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Kremmen Nach den Flammen in Flatow: Jugendclub ist saniert
Lokales Oberhavel Kremmen Nach den Flammen in Flatow: Jugendclub ist saniert
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01:15 05.05.2019
Im Januar wurde der Jugendclub zerstört.
Im Januar wurde der Jugendclub zerstört. Quelle: Robert Roeske
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Flatow

Der Schock Mitte Januar war groß. Und die Wut auch. Unbekannte hatten am Flatower Jugendclub auf dem Sportplatz an der Staffelder Straße die Eingangstür in Brand gesteckt. Zwei Papiertonnen wurden angezündet und vor die Tür gestellt. Der Flur und andere Räume waren total schwarz und verrußt, hieß es. Die Decke war in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Möbel schwarz. Alles war Schrott: Couch, Air-Hockey, Fernseher, Tischtennisplatte und Billardtisch. „Die Kinder und Jugendlichen waren natürlich platt“, erinnert sich Simone Buttgereit, die den Club in Flatow seit längerem betreut. Zwischen fünf bis zehn Teenager verbringen in den Räumen ihre Freizeit. „Wir mussten bei null anfangen. Es war ja nichts mehr da.“

Simone Buttgereit und Danny See räumen einen Tisch in den Flatower Jugendclub. Quelle: Robert Roeske

Doch der Zusammenhalt in den letzten Wochen war groß. Die Firmen haben gut gearbeitet. Die Eltern zeigten Verständnis und halfen mit. „Die Wände wurden von der Firma gemalert und die Deckenplatten erneuert“, erzählt Simone Buttgereit. „Und der Boden wurde geschrubbt.“ Die letzten Erinnerungen an den Brand waren aber noch lange zu sehen. „Wir haben gestern gemeinsam mit den Jugendlichen eine neue Küche gekauft“, plaudert Simone Buttgereit.

Ansonsten haben alle fleißig mitgeholfen. Auch die Jugendlichen haben mit angefasst und zuletzt den letzten Ruß von den Schränken gewischt.“ Jetzt kommt so langsam wieder Leben in die Bude. Neuer Tisch, neue Couch und ein neuer Fernseher sind schon da. „Wir finden es cool, dass es voran geht“, jubelt Vanessa Schneider (17). „Schön, dass wir wieder einziehen können.“

Danny See entfernt den letzten Ruß. . Quelle: Robert Roeske

Ganz zur Freude von Danny See (33). „Wir wollten unbedingt, dass der Jugendclub wieder ein attraktiver, sozialer Raum für die Jugend wird“, sagt der Jugendkoordinator Kremmens, der es immer noch nicht fassen kann. „Warum macht man so etwas“, fragt er sich. „Wer war das? Nur gut, dass niemand zu Schaden gekommen ist.“ Er selbst hatte in den letzten Wochen die Flatower immer wieder mit nach Kremmen in den dortigen Club genommen. „Da haben aber auch die Eltern toll mitgemacht.“

Schick geworden: Der Flatower Jugendclub wurde saniert. Quelle: Robert Roeske

Am 3. Juni soll nun die offizielle Einweihungsparty steigen. Mittlerweile können die Flatower Mädchen und Jungen aber schon ab und zu wieder in ihren Club, der dreimal in der Woche geöffnet hat. „Wir wollen kreativ basteln. Es ist ja auch bald Muttertag“, sagt Simone Buttgereit (51).

Von Sebastian Morgner